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Märchenfilme aus Deutschland greifen nach den Emmys

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International Emmy Kids Award: Märchen können wahr werden.


Man könnte fast meinen, es sei der Griff nach den Sternen. Tatsächlich ist es kaum zu glauben, aber deutsche Märchenfilme sind auf Erfolgspfaden und könnten schon im nächsten Jahr von der International Academy of Television Arts & Sciences mit den International Emmys Awards belohnt werden.

Jedenfalls wurden jetzt im Rahmen der MIPCOM in Cannes zwei deutsche Märchenfilme im Rennen um den International Emmy Kids Award für die nächste Ausgabe der Emmys nominiert. Beide Filme werden in der Kategorie TV-Movie/Miniserie allerdings bei der Vergabe am 4. April 2017 in Cannes gegeneinander antreten.

Es sind Stefan Bühlings "Die weiße Schlange" (ZDF) und Zoltan Spirandellis "Die Salzprinzessin" (ARD/WDR). Sie konkurrieren mit Produktionen aus Großbritannien und den Niederlanden.

Insgesamt sind in sieben Kategorien 28 Produktionen aus 13 Ländern für die International Emmy Kids Awards nominiert. Das größte Kontingent stellt Großbritannien (sechs) gefolgt von Brasilien (vier) und den Niederlanden (drei).
Alle Nominierten unter: www.iemmys.tv

Hier Bühlings ZDF Produktion der weißen Schlange aus dem Jahre 2015 in voller Länge auf YouTube:



Zum Inhalt:
Die weiße Schlange“ ist eines der weniger bekannten Grimm’schen Märchen. Darin schlachtet der junge Held, der ein großes Herz für Tiere hat, sein Pferd, um drei Rabenkinder vor dem Verhungern zu bewahren.

Und hier Spirandellis ARD Produktion, die ebenfalls im letzten Jahr vom WDR gedreht wurde.



Zum Inhalt:
Es ist Zeit für König Christoph, das Zepter abzugeben. Eine seiner drei geliebten Töchter soll die Thronfolge antreten und eine ebenso barmherzige Regentin werden wie die verstorbene Königin. Prinzessin Amélie ist zwar die Jüngste, sie wäre aber eine gute Wahl. Als sie wieder einmal den Wald erkundet, entdeckt sie einen prächtig funkelnden Salzkristall - und begegnet dem Prinzen Thabo aus dem fernen Königreich Bokanda. Er verliebt sich in Amélie. Doch bevor er ihren Namen erfahren kann, ist sie schon wieder weg. Bei Hofe hat König Christoph einen Entschluss gefasst: Die Tochter, die ihm die schönste Liebesbekundung macht, soll Königin werden.

Beim weltgrößten TV-Markt (MIPCOM) findet vom 17.-20. Oktober 2016 der internationale Vertrieb von Fernsehrechten statt. Deutsche TV-Filme spielen eine immer größere Rolle auf der MIPCOM, und sie produzieren Inhalte auf Weltniveau, sagte Messe-Chefin Laurine Garaude der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Die MIPCOM in Südfrankreich zeigt, was schon bald in Millionen Wohnzimmern über die Bildschirme flimmert. Die Ware der Messe sind Fernseh- und Filmprogramme. Die Veranstalter erwarten 14.000 Verantwortliche von Sendern, Produktionsfirmen, Programmvertrieben, Internetplattformen und Medienkonzernen aus aller Welt. Sie alle werden die Strandpromenade Croisette und den Palais des Festivals in Cannes bevölkern, um hier geeignete Programme zu suchen und zu finden.

Auch für das 15 Millionen Euro teure Historienepos „Maximilian und Marie von Burgund“, das in Zusammenarbeit mit ZDF und ORF entstand, stehen die Verkaufschancen gut, ebenso wie für den aufwendigen international produzierten Zweiteiler „Gotthard“ über den Bau des Tunnels Ende des 19. Jahrhunderts. Schon jetzt wird im Programmvertrieb Beta Film die neun Millionen Euro teure Produktion um einen ostdeutschen „Romeo“-Agenten (Tom Schilling) in den 70er Jahren in Berlin unter dem Titel „The Same Sky“ an ausländische Sender verkauft. Unter der Regie von Oliver Hirschbiegel sind auch Ben Becker, Anja Kling und Claudia Michelsen zu sehen. Bei uns wird der Mehrteiler voraussichtlich nächstes Frühjahr im ZDF ausgestrahlt.



Auch Studio Babelsberg dreht wieder Märchenfilme.
Gestern fiel die erste Klappe für Dennis Gansels "Jim Knopf". Fast 14 Jahre Vorbereitungszeit wurden benötigt, um Michael Endes Kinderbuch zu verfilmen. Bereits der dritte Teil von Michael Endes "Die Unendliche Geschichte - Rettung aus Phantasien" wurde vor 22 Jahren im Studio Babelsberg gedreht, während Teil I und Teil II noch vor der Wende (1984 & 1989) bei der Bavaria in München verfilmt wurden. Allerdings können noch heute einzelne Requisiten der ersten Teile auch im Filmpark Babelsberg bewundert werden.

Produzent Christian Becker erfüllt sich mit "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" einen lange gehegten Traum:
"Nach unglaublichen fast 14 Jahren der Vorbereitung freue ich mich ganz besonders, diesen Kinderbuchklassiker von Michael Ende als Realverfilmung zusammen mit Willi Geike und der Warner Bros. endlich für die große Kinoleinwand umsetzen zu können. Es ist großartig, mit Regisseur Dennis Gansel nicht nur einen international erfolgreichen Regisseur, sondern auch einen Freund, mit dem ich seit dem Studium zusammenarbeite, an Bord zu haben, und zu wissen, dass uns unglaubliche Kulissen erwarten, für die Production Designer Matthias Müsse mit seinem Team verantwortlich zeichnet. Aber das tollste ist, dass wir so einen wunderbaren Cast gefunden haben - allen voran Solomon Gordon als Jim Knopf und Henning Baum als Lukas, der Lokomotivführer - einem väterlichen Freund und Adoptivvater, wie ihn sich wohl jeder Waisenjunge wünschen würde."

"Das war für mich schon immer der große Fantasy- und Abenteuerstoff. Für mich ist das mein Traumprojekt", erklärte Regisseur Dennis Gansel gestern zu Beginn der Dreharbeiten seiner Realverfilmung "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" in Studio Babelsberg.

Für Studio Babelsberg kommt die Produktion im rechten Moment. Nach dem Beginn der Dreharbeiten für Duncan Jones' mit Spannung erwarteten NETFLIX-Thriller "Mute" am 12. Oktober 2016 scheint der Studiobetrieb für den Herbst gesichert zu sein. Mitte des Jahres hieß es noch von der Unternehmensleitung, dass die Auslastung im ersten Halbjahr 2016 aufgrund des Wegfalls zwei großer internationaler Filmproduktionen "alarmierend" sei, wie wir am 14. Oktober 2016 berichteten.

Die Märchenfilmproduktion der Rat Pack Filmproduktion in Koproduktion mit Warner Bros. Film Productions Germany, Malao Film, Studio Babelsberg und Bavaria Studios & Production Services wird an über 60 Drehtagen nach einem Drehbuch von Dirk Ahner, Sebastian Niemann und Andrew Birkin in Studio Babelsberg, der Bavaria und in Kapstadt gedreht werden. Warner Bros. plant den Kinostart für 2018, den Weltvertrieb hat Timeless Films / Constantin Film übernommen. Fördermittel gab es vom Medienboard Berlin-Brandenburg, dem FFF Bayern, der MFG Baden-Württemberg, der FFA, dem DFFF und dem German Motion Picture Fund.

Die Hauptrollen in "Jim Knopf und der Lokomotivführer" spielen Solomon Gordon als Jim Knopf und Henning Baum; weitere Rollen haben Annette Frier, Christoph Maria Herbst, Uwe Ochsenknecht und Rick Kavanian übernommen. Mit der Hollywood-Legende Shirley MacLaine sowie Michael "Bully" Herbig und Milan Peschel sind auch international bekannnte Stars vertreten. Jim Knopf gewann 1960 den Deutschen Jugendbuchpreis. Der Folgeband aus dem Jahr 1962 heißt "Jim Knopf und die Wilde 13". Die Serie wurde erstmals 1961/62 in Schwarz-Weiß gedreht und 1976/77 schon einmal in Farbe komplett neuverfilmt.

Kurzinhalt:
Als der König von "Lummerland" den Bahnbetrieb stillzulegen droht, beschließt der kleine schwarze Junge Jim, der auf der Insel als Waisenkind großgezogen wurde, in einer Nacht und Nebel Aktion mit der zum Schiff umgebauten Lokomotive "Emma" die Insel zu verlassen. Nach langer Seereise landen er und Lukas in China, werden aber abgewiesen und versuchen die Krone der Welt zu überwinden. Dabei entkommen die beiden Abenteurer nur ganz knapp dem Tod, da das Gebirge unter den tausendfach reflektierten Schallwellen der fahrenden Lokomotive zusammenbricht. Danach erreichen sie das Land der tausend Vulkane, befreien im weiteren Verlauf der Reise 13 wilde Kinder und fangen auf der Rückfahrt schwimmende Insel ein, die sie zum viel zu kleinen Lummerland bringen.

Link: www.studiobabelsberg.com
Quellen: dpa | Focus | Blickpunkt:Film | Medienboard

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