
Ohne den erhofften friedlichen Durchbruch bei den Verhandlungen nicht nur um die Ukraine, sondern auch um die katastrophalen Zustände in den palästinensischen Gebieten, ging das letzte Jahr zu Ende.
Inzwischen können wir uns auch kaum noch an der Silvesterknallerei erfreuen, weshalb bei der Bearbeitung oben im Bild die "6" ein wenig ausgerutscht ist, die eigentlich eine umgedrehte "9" von 2019 war. Schon solange haben wir immer wieder das gleiche Bild mit kleinen Abänderungen jeweils zu Neujahr veröffentlicht.
Dabei fiel uns auf, dass das American Independent Filmfest "UNKNOWN PLEASURES", welches immer zum 1. Januar startete, in diesem Jahr weder im Kino Arsenal, noch im Neuköllner Kino Wolf läuft.
Eigentlich wäre inzwischen die 16. Ausgabe fällig gewesen. Das neue Kino Arsenal öffnet allerdings erst im April 2026 am Silent Green Gelände in Moabit, obwohl das alte Kino am Potsdamer Platz noch existiert und auch für Presseveranstaltungen der 76. Berlinale erneut genutzt werden soll. Nur das öffentliche Publikum darf die Baustelle im ehemaligen Sony Center nicht mehr betreten.
Um von der hektisch und chaotisch gewordenen Stadt Berlin ein wenig abschalten zu können, hatten wir uns über die Feiertage in einem Hotel im Harz eingemietet und sind mit der Schmalspurbahn auf den Brocken gefahren. Unseren Weihnachtsgruß von Heiligabend haben wir hier inzwischen nicht nur um Todesmeldungen aus der Medienbranche im Dezember ergänzt, sondern auch um ein paar imposante Bilder vom Blocksberg, dem Hexenberg im Harz.
Mit unserer obligatorischen Liste der besten Filme des letzten Jahres können wir leider nicht mehr dienen, da auch unsere Filmkritikerin Elisabeth Nagy Mitte letzten verstorben ist. Regina Roland und Axel Bussmer unterstützen uns zwar jetzt, doch die Kontinuität fehlt. Allerdings gehen wir mit der Liste der 10 besten Filme des Tagesspiegels konform, die wir bereits im letzten Jahr erwähnt haben und auch in diesem Jahr hier gerne auflisten wollen. Ausgesucht und hier in der Tageszeitung beschrieben von Gunda Bartels, Andres Busche, Inga Barthels und Nadine Lange.
1.) "SEPTEMBER 5": Die Macht der Terrorbilder
2.) "THE BRUTALIST": Architektur, die schreit
3.) "BLOOD & SINNERS": Tanz der Vampire
4.) "TRÄUME" und die Oslo Trilogie: Begehren norwegischer Großstädterinnen
5.) "SIRAT": Ketamin und Krawall
6.) "IN DIE SONNE SCHAUEN": Vier Frauen gegen das Patriarchat
7.) "THE MASTERMIND": Kunstraub für Dummys
8.) "THE SECRET AGENT": Samba und Totschlag
9.) "ONE BATTLE AFTER ANOTHER": Der Revoluzzer im Bademantel
10.) "SENTIMENTAL VALUE": Schwieriger Vater, neurotische Tochter
Wir möchten die Liste um die ungarischen Filme "SILENT FRIEND" und "ORPHAN" ergänzen, die beide offiziell zwar erst 2026 in den deutschen Kinos anlaufen, aber bereits im Dezember beim Berliner Festival "Around the World in 14 Films" gezeigt worden waren.
Auch mir vier Filmen aus Axel Bussmers Empfehlungen: "BUGONIA", "CAUGHT STEELING", "DIE FARBEN DER ZEIT" und "FRANZ K" von Agnieszka Holland gehen wir gern konform.
Stärkster kommender Film aber, den wir vorab schon sehen konnten und der zudem auf der OSKAR-Shortlist steht, ist "HAMNET" von Chloé Zhao.
W.F.