Are you the publisher? Claim or contact us about this channel


Embed this content in your HTML

Search

Report adult content:

click to rate:

Account: (login)

More Channels


Showcase


Channel Catalog


Channel Description:

News, Infos, Berichte aus der Film- und Fernsehbranche vom Berliner Arbeitskreis Film e.V.
    0 0

    Die deutschen Kabelnetzbetreiber stellen die Anschlüsse ihrer Kunden regionsweise von analog auf digital um.

    Vodafone hatte mit der Übernahme von Kabel Deutschland Großes vor. Das nächste Ziel ist von Vodafone ist es, Unitymedia einzuverleiben, das bereits die analoge Abschaltung in all seinen Bereichen vollzogen hat. Allerdings soll es Probleme bei Übernahme geben, denn Bundeskartellamt und das Bundeswirtschaftsministerium wollen die Prüfung des Kaufs nach Deutschland ziehen und die Genehmigung möglicherweise durch hohe Auflagen sanktionieren.

    Nach der Umstellung des analogen Überallfernsehens DVB-T auf das teurere, wenn auch bessere, digitale Empfangssignal DVB-T2, steht jetzt auch die Abschaltung des analogen Fernsehens bei Vodafone oder der Telekom im Kabelfernsehen an. Aber nicht nur dieser Umstand wird manchen Besitzer älterer Geräte Kopfzerbrechen bereiten. Einhergehend mit der kompletten Abschaltung des analogen TV-Signals, wird auch die Verbreitung des UKW-Rundfunkprogramms im Kabelnetz eingestellt.

    Uns liegt ein Schreiben von Vodafone an eine Hausverwaltung vor, in der bereits ein Termin der Abschaltung in Berlin genannt wird. Darin heißt es jedoch weiter, dass "diese Information nicht zur Kommunikation an die Hausbewohner (Mieter) weiter gegeben werden darf!"

    Die ist eine ziemliche Unverfrorenheit von Vodafone, denn der Gerätehersteller Panasonic teilt die Abschaltung, die in einigen Bezirken Berlins zum November 2018 erfolgen soll, am selben Tag offen per Mail in einer Presseerklärung seiner Kundschaft mit, dass bald ein DVB-C Tuner für den digitalen Kabelempfang benötigt wird.

    Firmen auf der IFA beraten beim digitalen DVB-C Empfang.

    Immerhin steht in diesem Monat der Beginn der IFA an, auf der auch Panasonic mit neuen Geräten vertreten ist, die er gerne verkaufen möchte und den Berlinern deshalb auf der Funkausstellung bei der Abschaltung der analogen Programme beratend zur Verfügung stehen möchte.

    Vodafone will dagegen erst weitere detaillierte Abschaltungstermine nach der IFA bekannt geben. Doch dann bleiben vielleicht nur noch sechs Wochen, bist das alte Fernsehgerät für immer dunkel bleibt.

    Nicht nur manch kleines, altes Röhrengerät, das als Zweitgerät im Schlaf- oder Kinderzimmer immer noch gute Dienste leistet, auch zahlreiche Flachbildschirme - darunter sogar ehemals hochpreisige Plasma-TV's - haben meist ausschließlich einen analogen Tuner eingebaut, den man nur mit einem externen Decoder fürs Digitalfernsehen tauglich machen kann.

    Ein internes Nachrüsten, also Austausch des Tuners, ist nicht möglich. Mit einer externen Settop-Box geht aber der Komfort verloren, denn man muss in diesem Fall immer mit zwei Fernbedienungen gleichzeitig hantieren. Mit der bisherigen Fernbedienung wird das TV-Gerät eingeschaltet und die Lautstärke reguliert, während die Programmwahl mit der zweiten Fernbedienung über die Settop-Box erfolgen muss.

    HD-Empfang der privaten Sender ist kostenpflichtig.

    Viele Fernsehzuschauer wissen gar nicht, auf welchem Wege sie ihre Programme empfangen. In Berlin werden immerhin derzeit noch mehr als 30 analoge Programme verbreitet. Im digitalen Bereich gibt es zwar fast die doppelte Anzahl an HD-Programmen, die aber von den meisten Zuschauern gar nicht alle gesehen werden. Zudem müssen nach der Umstellung für die privaten Programmanbieter wie Prosiebensat1, RTL, Vox und andere Programme, kostenpflichtige Smartcards benutzt werden, um deren HD-Programme empfangen zu können.

    Bald darauf soll nämlich auch die Verbreitung der bisher kostenfreien SD-Programme gestrichen werden, um weiteren Platz im Kabel für UHD-Programme in 4K-Auflösung zu schaffen.

    Auch UKW-Rundfunk wird im Kabel abgeschaltet.

    Richtig ärgerlich ist aber die Abschaltung des UKW-Rundfunks im Kabelnetz. Eine generelle Abschaltung von UKW ist nämlich öffentlich noch gar nicht beschlossen. Das gute alte Radio ist tatsächlich in vielen Haushalten noch weit verbreitet. Nur beim Autoradio sind die PKW-Hersteller verpflichtet worden, zukünftig auch die digitale DAB-Empfänger als Kombi-Empfänger mit UKW und DAB einzubauen.

    Wir haben zu Hause die Probe aufs Exemple gemacht und anstelle des UKW-Kabelempfangs probehalber eine Wurfantenne benutzt. Doch das ging gründlich daneben. Der Empfang war schlecht und es rauschte stark. Mit einer speziellen Zimmerantenne, die mit einem Verstärker ausgerüstet war, wurde der Empfang nicht besser, sondern es traten weitere Störungen in Form von Zwitschern und Pfeifen und Übersteuerungen bei UKW auf.

    Auch einen modernen Kombi-Empfänger für DAB und UKW, den z.B. die Firma Pioneer als AV-Receiver sowie als HiFi-Receiver anbietet, haben wir zu Hause ausprobiert. Leider haben diese Geräte von Pioneer nur einen Antenneneingang für beide Signalwege. Die Firma Yamaha handhabt dies anders. Dort sind getrennte Antenneneingänge für UKW und DAB vorhanden, sodass man ggf. eine Zimmerantenne mit Verstärker für DAB einsetzten kann, wenn die Empfangsbedingungen ungünstig sind, während bisher die Kabelsteckdose oder eine gute Wurfantenne in der Nähe eines Fensters für guten Empfang bei UKW sorgen kann.

    Digitaler Rundfunkempfang im Kabelnetz nur mit TV-Gerät empfangbar.

    Vodafone und andere Kabelanbieter prahlen dagegen damit, dass zahlreiche Radioprogramme im Kabel digital verbreitet werden. Deren Empfang ist mit jedem Fernseher möglich, der einen Digitaltuner für das Digitalfernsehen eingebaut hat.

    Doch wer möchte einen HiFi-Rundfunk-Empfang auf schlechten Fernsehlautsprechern anhören, wenn eine gute Hi-Fi-Anlage vorhanden ist? Zudem kann das Standbild oder Logo des Senders, das beim Rundfunkempfang auf dem TV-Gerät angezeigt wird, leicht zu dauerhaften Einbrennen auf dem Bildschirm sorgen. Vor allem bei den neuen hochpreisigen OLED 4K Fernsehgeräten ist besondere Vorsicht zu walten.

    Rundfunkempfänger oder Tuner mit entsprechenden Empfängern, die den im Kabelnetz verbreiteten speziellen digitalen Rundfunk entschlüsseln können, gibt es nicht. Hier hat sich die Industrie auf DAB festgelegt, denn dieser freie Empfangsweg hat bereits eine erfolgreiche Verbreitung in gehobenen Autoradios erfahren.

    Links: kabel.vodafone.de |

    zuhauseplus.vodafone.de/digital-fernsehen


    0 0

    Auch bei uns herrscht unerträgliche Hitze in Berlin, doch noch geben wir nicht auf.

    Während gestern Abend an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt/Main wegen einer herannahenden Gewitterfront alle Landungen und Starts abgesagt wurden, gingen in Berlin die Open-Air-Filmvorführungen bei Temperaturen von 31° Celsius um 21:00 Uhr erst richtig los.

    Im Rosengarten am Weinbergsweg im Bezirk Mitte zeigte das Berlin-Filmfestival »achtung berlin - new berlin film award« Philipp Eichholtz's "Rückenwind von vorn" bei freiem Eintritt. Und am 18. August 2018 findet die 6. Lange Nacht der Filmfestivals im Freilichtkino Pompeji in der Friedrichshainer Location »Zukunft« am Ostkreuz statt.

    Filmtheater ohne Klimaanlage haben es derzeit dagegen schwerer ihr Publikum zu finden.

    Dennoch melden Filmcrews und Studios in unserer Region Berlin-Brandenburg Vollauslastung. Sogar ohne Filmförderung entstehen derzeit bei uns rund 20 Produktionen zugleich, denn auch ohne finanzielle Unterstützung ist die Hauptstadtregion für Netflix sowie ARD und ZDF hoch interessant geworden.

    Nach großen Erfolgen von Serienproduktionen wie "Babylon Berlin" auf Sky oder der preisgekrönten Mystery-Serie "Dark" auf Netflix, sollen auch die Fortsetzungen hier bei uns entstehen. Deren Qualität brauchen den Vergleich mit Hollywood-Produktionen nicht zu scheuen, so ein Mitglied unseres BAF Verbandes, das in der Synchronfassung involviert ist.

    Allerdings profitieren die Kinos nur zum geringen Teil davon. Das Internet, bei dem man quasi zu jeder Tages- und Nachtzeit alles Mögliche sehen kann, ist der große Gewinner. Dennoch freut sich Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus, dass wenigsten ein Teil der Branche gut zu tun hat und kein Beschäftigungsmangel herrscht.

    Immerhin hat Til Schweiger rund um Berlin für sein englischsprachiges Remake von "Honig im Kopf" in Wandlitz, Kyritz und Potsdam gerade erst den Dreh mit Nick Nolte, Matt Dillon und Jacqueline Bisset beendet, dessen Ergebnis für das internationale Kino gedacht ist.

    Die zahlreichen TV-Serien-Produktionen überwiegen zwar, doch auch die Berliner Firma X-Filme Creativ Pool GmbH wird im Herbst zusammen mit dem deutschen Liedermacher, Kabarettisten, Kleinkünstler und Autor Marc-Uwe Kling an dessen "Känguru-Chroniken" mit einem Dreh fürs Kino beginnen. Ort der Handlung ist Berlin-Kreuzberg.

    Synopsis:

    In den einzelnen Kapiteln von "Känguru-Chroniken" entsteht wie in einem Mosaik ein Bild einer ungewöhnlichen Wohngemeinschaft, die nicht frei von Streitereien und Eifersuchtsattacken ist, deren Gesprächsthemen von Glaubensfragen und Kapitalismus bis hin zu Karl Marx, Bert Brecht sowie RAF und Vietcong reichen.

    Weil gegen 22:00 Uhr kleine, kurze Gewitterschauer dann auch Berlin erreichten, empfehlen wir in den nächsten Tagen ggf. einen trockenen Ort zu den üblichen bundesweiten Kino-Neustarts aufzusuchen und nachfolgende Rezension unserer Kollegin zu der Verfilmung "Deine Juliet" zu lesen:

    Die Verfilmung des gleichnamigen Romans um eine Journalistin, die einen Buchclub auf den Kanalinseln besucht und die Vergangenheit der deutschen Besatzung aufwühlt, lief in Berlin am Donnerstag, in mehr als 20 Häusern an, darunter sowohl in einigen Programmkinos, als auch in zahlreichen Multiplexen.

    "DEINE JULIET" Historien-Drama von Mike Newell (Großbritannien, USA). Mit Lily James, Michiel Huisman, Matthew Goode u.a. seit 9. August 2018 im Kino. Hier der Trailer:

    Ulrikes Filmkritik:

    Ende der 1940er Jahre. Eine kleine Gruppe Inselbewohner sind auf der malerischen, von Nationalsozialsten besetzten, britischen Kanalinsel Guernsey, trotz strikter Ausgangssperre, in der Dunkelheit unterwegs. Prompt werden sie von bewaffneten deutschen Soldaten gestoppt. Um einer möglichen Verhaftung zu entgehen, erfindet eine von ihnen, kurzerhand eine Notlüge. Sie erklärt, dass sie Mitglieder eines Buchclubs der „Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflaufs“ sind und sich auf dem Heimweg ihres gemeinsamen Treffens befinden.

    In Wirklichkeit kommen sie von einem verbotenen Schweinebratenessen, denn die deutschen Besatzer haben das Züchten von Schweinen verboten, mit der Auflage, dass die Bauern stattdessen Kartoffeln anbauen. Als Eben (Tom Courtenay) sich über den Stiefeln eines Soldaten erbricht, lassen sie sie angewidert von dannen zieh'n. Von nun an, ist die Vierergruppe gezwungen, sich regelmäßig zu versammeln, damit ihre Flunkerei nicht enttarnt wird.

    Somit wurde ein Buchclub gegründet, der von den Inselbewohnern als eine willkommene Ablenkung von ihrem trostlosen Alltag zahlreich besucht wird und jedes Buch, was ihnen in die Hände fällt, leidenschaftliche Diskussionen auslöst.

    Mit dem Abzug der Deutschen, verschwanden auf Guernsey auch die Bücher und Buchläden.

    Dawsey Adams (Michiel Huisman), ein Mitglied des Buchclubs, findet in einem Buch mit dem Titel „Ausgewählte Essays von Elia“ des Autors Charles Lamb den Namen und die Adresse einer jungen Frau in London und fragt sie in einem Brief, ob sie eine Buchhandlung kennt, die weitere Bücher von dem Autor Charles Lamb führt.

    London 1946. Der Krieg ist vorbei. Die junge Schriftstellerin Juliet Ashton hat mit ihrem ersten veröffentlichen Buch gerade mal 28 Exemplare verkauft. Während des Krieges hatten die Menschen genu andere Sorgen, als unbedingt Bücher zu lesen.

    London erholt sich langsam von dem Krieg. Die Stimmung wird wieder fröhlicher. Amerikanische GIs sind in Jazzclubs der Stadt unterwegs. Juliet hat sich in Mark Reynolds (Glen Powell), einen attraktiven Soldaten verliebt und hat beschlossen, mit ihm in den USA ein neues Leben zu beginnen. Als sie den Brief von Dawsey in den Händen hält, ist sie amüsiert über die Art wie er über die Entstehung des Buchclubs berichtet und schickt ihm ein weiteres Buch des Schriftstellers Charles Lamb.

    Die beiden führen von nun an einen regen Schriftwechsel. Spontan entschließt sie sich, zum Entsetzen ihres amerikanischen Verlobten, nach Guernsey zu reisen, um sich neue schriftstellerische Inspirationen zu holen.

    Sie ist ganz begeistert von der herrlichen Insellandschaft und dem dunklen Geheimnis eines Mitglieds des Clubs, eine gewisse Elisabeth. Sie unternimmt alles, um die Person zu finden. Den immer noch verängstigten Clubmitgliedern verspricht sie hoch und heilig, nichts über die schlitzohrige Entstehung des Clubs zu berichten. Adams entpuppt sich als sexy Schweinebauer und es ist jetzt kein Geheimnis, dass Juliet seinem Charme erliegt.

    Der Originaltitel dieses »Feel-good-Movies« lautet „The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society“ und gehört damit zu einem der ungewöhnlichsten Titel der Filmgeschichte.

    „Deine Juliet“ ist die Verfilmung eines Briefromans der amerikanischen Autorin Mary Ann Shaffer, die vor Beendigung des Buches verstorben ist. Ihre Nicht Annie Barrows hat ihn zu Ende geschrieben und im Februar 2008 veröffentlicht.

    Mike Newell („Vier Hochzeiten und ein Todesfall) hat aus der Vorlage einen hübsch anzusehenden Film gemacht, mit der bezaubernden Lily James in der Rolle der Juliet. Gerade ist sie auf der Leinwand, als temperamentvolle junge Meryl Streep in „Mamma Mia 2“ zu sehen. Treffend ausgewählt sind auch die einzelnen Protagonisten, die die Dorfbewohner spielen.

    Ulrike Schirm


    0 0

    Während die Digitalisierung alter Filmschätze voran kommt, kann einer der bedeutendsten Filmhistoriker dies nicht mehr erleben.

    Längere Zeit hat uns das Logo des Medienwissenschaftlers Klaus Kreimeier in unserer Berichterstattung zur Rettung des deutschen Filmerbes begleitet. Zuletzt ermahnte er noch einmal eindringlich mit seiner Initiative, die wir bei uns am 29. April 2018 veröffentlichten, sowohl das Filmerbe, als auch das Bundesarchiv finanziell besser auszustatten.

    Nun berichtete der Tagesspiegel am 6. August 2018, dass die Rettung des Filmerbes endlich voran kommt.

    Leider kann dies der Filmhistoriker Enno Patalas nicht mehr erleben. Die süddeutsche Zeitung meldete, dass der wohl bekannteste deutsche Filmhistoriker, der zusammen mit Ulrich Gregor, dem Mitbegründer der Freunde der Deutschen Kinemathek und ehemaligen Leiter der Berlinale Sektion »Forum des jungen Films«, 1962 eine "Geschichte des Films" publizierte, am 7. August 2018 im Alter von 88 Jahren in München verstarb.

    Von 1957 bis 1970 war Enno Patalas Redakteur der Zeitschrift "Filmkritik", die er mit gegründet hatte. Ab 1973 bis 1994 leitete er als Direktor das Filmmuseum München, für das er bedeutende Retrospektiven zu Regisseuren und weiteren Filmthemen organisierte. Pionierarbeit leistete Patalas bei der Restaurierung und Rekonstruktion deutscher Stummfilme; insbesondere zu den beiden Filmen "Metropolis" und "Die Nibelungen" von Fritz Lang.

    Vor allem die Cinephile Kultur, die im Zeitalter von Medien wie DVD und VoD im Internet verlorengegangen zu sein scheint, bewegte ihn sehr. Die scheinbar überall und jederzeit bestehende Verfügbarkeit von Filmen auf neuen Medienträgern, führt seiner Meinung nach zu einer anderen Einstellung des Filmerlebens. Früher waren Filme ausschließlich auf großer Leinwand in speziellen Kinos zu sehen. Dafür reiste manch einer zu den entlegensten Orten und Filmfestivals, um als Erster ein neues Werk eines bestimmten Autors hautnah selbst erleben zu können.

    "Diese Einstellung scheint langsam verloren zu gehen, auch wenn der Zusatznutzen neuer Medien andere Vorteile bietet, die man nicht ganz infrage stellen sollte", so Enno Patalas.

    ++++++++++

    Das Gedächtnis der Bilder - Die Digitalisierung des Filmerbes

    Nach langem hin und her kommt die Rettung des Filmerbes in Deutschland wohl endlich voran. Kulturstaatsministerin Monika Grütters hatte die Bundesländer aufgefordert mitzumachen. Während andere europäische Kulturnationen schon viel weiter sind, wurde in Deutschland von vielen Seiten beklagt, dass in den Archiven Schätze schlummern, die vom Verfall bedroht sind.

    Über das Konzept zur Rettung herrscht allerdings unter Expertinnen und Experten Uneinigkeit. Geht es beim sogenannten Filmerbe um die besten Filme der nationalen Kinematografie, den vermeintlichen Meisterwerken der Filmgeschichte, oder prinzipiell um die vom Verfall bedrohten Filmnegativstreifen? Vielleicht geht es sogar bereits auch um alte Videobänder, deren Aufnahmetechnik mittlerweile schon so veraltet ist, dass es kaum noch Geräte gibt, um sie wiedergeben zu können?

    Doch vor allem stellen die seit Ende des 19. Jahrhunderts bis weit in die 1950er Jahre verwendeten Filmträger auf Nitratbasis eine akute Gefahr für Fotosammlungen und historische Filmarchive dar. Dieses hochbrisante Gemenge verfügt über eine höhere Sprengkraft als Schwarzpulver, weshalb Filme mit Nitrozelluloseträger heute unter das Bundessprengstoffgesetz fallen und in Bunkern gelagert werden müssen.

    Feuchtigkeit in den Archiven, der Schimmel verursachen kann, ist eine weitere Gefahr für das Filmerbe. Auch Farbfilme sind sehr anfällig umzukippen, sodass von der ursprünglichen Farbpracht im schlimmsten Fall nur noch ein Rotstich übrig ist, die auch mit digitalen Hilfsmitteln nur schwerlich und sehr kostenintensiv wieder hergestellt werden kann.

    Sogar bereits digitalisierte Werke sind nicht vor dem Verfall geschützt. Videobänder und Festplatten müssen regelmäßig gewartet und immer wieder auf modernere Medien umkopiert werden, damit sie noch abspielfähig bleiben. Erst in letzter Zeit sind Medien auf den Markt gekommen, von denen Hersteller eine längere Haltbarkeit von bis zu 100 Jahren versprechen.

    Doch die Erfindung des Films liegt selbst gerade erst gut 100 Jahre zurück und schon muss diskutiert werden, wie sein Erhalt am Besten gelingt.

    Ein Großteil der deutschen Filmgeschichte liegt im Bundesfilmarchiv oder befindet sich im Bestand der Deutschen Kinemathek. Aber nur eine relativ geringe Zahl von deutschen Filmen ist heute als DVD oder BluRay erhältlich. Nicht einmal die Archive der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten stehen zur freien Nutzung zur Verfügung.

    Erst nach zähen Verhandlungen zwischen Kulturstaatsministerin Monika Grütters (BKM), der Filmförderungsanstalt des Bundes (FFA) und den Vertretern der Länder kam im Juni 2018 eine „Verwaltungsvereinbarung zur Digitalisierung des nationalen Filmerbes“ zustande.

    Der Übergang von der analogen Filmgeschichte in die digitale Ära zu bewältigen, ist kein leichtes Unterfangen. Es ist nicht nur kostspielig, es ist häufig auch eine Rechtfrage, vor allem bei scheinbar „verwaisten“ Werken. Zudem beklagen sich seit Jahren Institutionen und Stiftungen, die sich um die Erhaltung des deutschen Filmerbes kümmern, über unzureichende Mittel.

    Erst 2018 haben BKM und FFA ihre Förderung erstmalig auf je 3,3 Millionen Euro erhöht, was angesichts unendlicher Mengen an noch zu bearbeitenden Material, nur wie ein Tropfen auf den heißen Stein zu sein scheint.

    Mit dem neuen Vertragswerk zwischen den Ländern und ihren regionalen Förderungen, dem Bundesfilmarchiv, der Deutsche Kinemathek, dem Deutschen Filminstitut in Frankfurt sowie der Murnau Stiftung und der Defa-Stiftung, das am 30. September 2018 beschlossen und am 1. Januar 2019 in Kraft treten soll, ist zwar Planungssicherheit für die kommenden 10 Jahre gegeben, doch dafür sollen die deutschen Filmerbe-Institutionen insgesamt "nur" 100 Millionen Euro erhalten.

    Aufs Jahr gerechnet sind dies nämlich jeweils gerade mal 10 Millionen Euro und somit ein sehr überschaubares Budget für eine komplette Filmgeschichte, deren Digitalisierung Monika Grütters „eine Jahrhundertaufgabe“ nennt.

    Rainer Rother, Direktor der Deutschen Kinemathek kann dem Ansatz dennoch etwas Positives abgewinnen. „Für unsere Arbeit bedeutet dies, dass man über Jahre neue Perspektiven entwickeln kann und nicht je nach Finanzierungslage von Projekt zu Projekt springen muss. Es ermöglicht uns auch einen konzeptuellen Ansatz: Man kann etwa zu einem Jubiläum in 2022 gleich ein kleineres Paket mit Filmen restaurieren.“

    Dietrich Reupke, Referatsleiter für Film und Medien in der Berliner Senatskanzlei wird die Koordination der Filmreferentinnen und -referenten der Länder mit der Filmförderungsanstalt (FFA) übernehmen. Für ihn ist die Sicherung des Filmerbes ein föderaler Auftrag, der sich nicht nach den medienpolitischen Interessen der Länder richten darf.

    Sollte am 30. September 2018 tatsächlich die Digitalisierungsinitiative beschlossen werden, zahlen Bund, Länder und Filmförderanstalt als Interessensvertretung der Branche ab 2019 jährlich je ein Drittel des Budgets in einen Förderfonds ein, den die FFA verwaltet. Und zwar nach einem Drei-Säulen-Modell: Die Mittelvergabe erfolgt zu gleichen Teilen nach konservatorischen, kuratorischen und wirtschaftlichen Kriterien.

    Mit dieser Mischung will man dem veralteten Gedanken eines „Filmkanons“ entgegenwirken, der seinerzeit von einer Expertenkommission der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) erarbeitet wurde, mit dem Ziel einer verbesserten schulischen Vermittlung von Filmkompetenz.

    An der Unterfinanzierung der Archive ändert sich zwar nichts, doch das Filmerbe ist eine kollektive Erinnerung, die sich ständig weiterentwickelt und dadurch ermöglicht, den Kanon ständig neu zu hinterfragen.

    Quelle: Tagesspiegel | Wikipedia | Süddeutsche Zeitung

    Link zum kompletten Tagesspiegel Artikel hier.


    0 0

    Von 224 Einreichungen wurden 36 Filme in 9 Kategorien nominiert.

    Der deutsche Nachwuchspreis »FIRST STEPS« ist der Wettbewerb für Abschlussfilme deutschsprachiger Filmschulen. Die Bekanntgabe der Nominierungen erfolgt online am gestrigen Dienstag, den 14. August 2018. Von 224 spannenden, überraschenden und außergewöhnlichen Filme wurden 36 Werke in 9 Kategorien nominiert. Davon sind 5 Filme doppelt nominiert. Drei Nominierungen gehen nämlich auch an Darsteller*Innen und je eine Nominierung an eine Kamerafrau sowie an eine Nachwuchsproduzentin.

    Die Verleihung der 19. FIRST STEPS Awards findet am Montag, den 24. September 2018 im Stage Theater des Westens in Berlin statt. Es werden insgesamt 115.000 Euro an dotierten Preisen vergeben.

    Nominierte - FIRST STEPS 2018

    Drehbuchpreis (dotiert mit 10.000 Euro)

    "Am Ende der Schuld", Drehbuch: Alexandra Groß (Filmakademie Baden-Württemberg)

    "Der Storch ist tot", Drehbuch: Janett Lederer (Filmakademie Baden-Württemberg)

    "Vesta", Drehbuch: Katja Klengel (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin)

    Abendfüllende Spielfilm (dotiert mit 20.000 Euro)

    "Blue My Mind", Regie: Lisa Brühlmann (Zürcher Hochschule der Künste)

    "Hagazussa", Regie: Lukas Feigelfeld (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin)

    "Jibril", Regie: Henrika Kull (Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf)

    "Luz", Regie: Tilman Singer (Kunsthochschule für Medien Köln)

    "Oray", Regie: Mehmet Akif Büyükatalay (Kunsthochschule für Medien Köln)

    "Sarah spielt einen Werwolf", Regie: Katharina Wyss (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin)

    Mittellanger Spielfilm (dotiert mit 15.000 Euro)

    "Am Himmel", Regie: Magdalena Chmielewska (Filmakademie Wien)

    "Bevor ich vergesse / 'abl ma 'ansa", Regie: Mariam Mekiwi (Hochschule für Bildende Künste Hamburg)

    "On the Other Side of the Pillow a Rose Was Blossoming", Regie: Dragana Jovanovic (Kunsthochschule für Medien Köln)

    Kurz- und Animationsfilm (dotiert mit 10.000 Euro)

    "100 EUR", Regie: Aleksey Lapin (Filmakademie Wien)

    "In der Zwischenzeit / Meanwhile", Regie: Mate Ugrin (Hochschule für Bildende Künste Hamburg)

    "Nosis", Regie: Vincenz Neuhaus (Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf)

    "Räuber & Gendarm", Regie: Florian Maubach (Kunsthochschule Kassel)

    "Was bleibt", Regie: Eileen Byrne (Hochschule für Fernsehen und Film München)

    Götz-George-Nachwuchspreis für junge Schauspielerinnen und Schauspieler (dotiert mit 10.000 Euro)

    Susana Abdulmajid in "Jibril" (Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf)

    Zejhun Demirov in "Oray" (Kunsthochschule für Medien Köln)

    Loane Balthasar in "Sarah spielt einen Werwolf" (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin)

    Dokumentarfilm (dotiert mit 15.000 Euro)

    "Closing Time", Regie: Nicole Vögele (Filmakademie Baden-Württemberg)

    "Let the Bell Ring", Regie: Christin Freitag (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin)

    "Tackling Life", Regie: Johannes List (Hochschule für Fernsehen und Film München)

    "Thinking like a Mountain", Regie: Alexander Hick (Hochschule für Fernsehen und Film München)

    "Tracing Addai", Regie: Esther Niemeier (Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf)

    Michael-Ballhaus-Preis für Kameraabsolvent*Innen (dotiert mit 10.000 Euro)

    "Hagazussa", Kamera: Mariel Baqueiro (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin)

    "Rå", Kamera: Aleksandra Medianikova (Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf)

    "Kindsein - Ich sehe was, was Du nicht siehst!", Kamera: Lilian Nix (Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf)

    NO FEAR Award für Nachwuchsproduzent*Innen (dotiert mit 10.000 Euro)

    "früher oder später", Produktion: Marius Ehlayil (Hochschule für Fernsehen und Film München)

    "Tracing Addai", Produktion: Britta Strampe (Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf)

    "Zum Goldenen Lama", Produktion: Helena Hofmann (Filmakademie Baden-Württemberg)

    Werbefilm (dotiert mit 10.000 Euro)

    "Earl Hernest IV.", Regie: Moritz Rautenberg (Hochschule für Fernsehen und Film München)

    "Head", Regie: Zornitsa Dimitrova (Filmakademie Baden-Württemberg)

    "myBorder’s joyFence", Regie: Michael Kranz (Hochschule für Fernsehen und Film München)

    "The Man with a Coin", Regie: Christian Schilling (Filmakademie Baden-Württemberg)

    "Real News 1-3", Regie: Fabian Carl (Hochschule für Fernsehen und Film München)

    Informationen zu allen 224 Einreichungen können hier nachgelesen werden. Mit dem Ehrenpreis des First Steps Awards wird der scheidende Berlinale-Direktor Dieter Kosslick ausgezeichnet.

    Link: www.firststeps.de

    Quellen: Deutsche Filmakademie | Blickpunkt:Film


    0 0

    Elf deutsche Filme waren für die Oscar-Auswahl vorgesehen.

    Ob überhaupt ein deutscher Film in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film bei der Verleihung der 91.Oscars 2019 mitmischen darf, entscheiden allein die Academy Awards. Bei German Films, der Auslandsvertretung des deutschen Films, laufen allerdings die Fäden zusammen für die deutsche Vorauswahl.

    Bei eingereichten 11 Filmen fiel die Auswahl sicherlich nicht ganz leicht, denn auch der US-Geschmack muss berücksichtigt werden, und dieser dürfte sich wieder einmal deutlich von den deutschen Geschmäckern abheben.

    Bekannt ist, dass Florian Henckel von Donnersmarck im Jahre 2007 für seinen Spielfilm "DAS LEBEN DER ANDEREN" mit dem Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet worden war. In diesem Jahr tritt er unter den 11 eingereichten Filmen wieder an mit "WERK OHNE AUTOR". Hier der Teaser:

    Sein Film wird kurz nach der Weltpremiere am 4. September 2018 auf der Mostra, den 75.Internationalen Filmfestspiele von Venedig, auch auf dem 43.Toronto International Film Festival als Special Presentation seine Nordamerika-Premiere in Anwesenheit des Regisseurs und der Hauptdarsteller feiern.

    "Inspiriert von wahren Begebenheiten erzählt "WERK OHNE AUTOR" eine emotionale Achterbahnfahrt über drei Epochen deutscher Nachkriegsgeschichte von dem dramatischen Leben des Künstlers Kurt (Tom Schilling), seiner leidenschaftlichen Liebe zu Elisabeth (Paula Beer) und dem folgenschweren Verhältnis zu seinem undurchsichtigen Schwiegervater Professor Seeband (Sebastian Koch), dessen wahre Schuld an den verhängnisvollen Ereignissen in Kurts Leben letztlich in seiner Kunst und seinen Bildern ans Licht kommt", heißt es in der Filmbeschreibung des Festivals.

    Kritiken und Besprechungen hingegen, dürfen erst nach der Uraufführung in Venedig veröffentlicht werden. Doch mit der gestern erfolgten Entscheidung einer unabhängige Jury, die den Film ins Rennen um die Oscar-Trophäe auswählte, steigt möglicherweise auch der Druck auf die Wettbewerbs-Jury von Venedig, den Film eventuell bei der Preisvergabe der Löwen zu berücksichtigen. Wir sind gespannt wie das Werk in Venedig aufgenommen wird.

    Dabei hatte der Film mit "DIE UNSICHTBAREN", über Juden die sich im Dritten Reich versteckt haben, und Robert Schwentkes Werk "DER HAUPTMANN" mit Max Hubacher und Frederick Lau als Darsteller, sehr starke Konkurrenz, denn die Amerikaner fliegen auf Nazi-Filme. Hier der Trailer:

    In dem nach einer wahren Begebenheit erzählten Kriegsdrama zieht ein Soldat zum Ende des Zweiten Weltkriegs in einer gestohlenen Hauptmanns-Uniform stehlend und mordend durch Deutschland. Doch der viel zu junge 19-jähriger Gefreite ist gar kein Hauptmann, sondern trägt nur die entsprechende Uniform, um sich dahinter zu verstecken, damit er als Fahnenflüchtling nicht mehr selbst erkannt wird.

    Nicht minder interessant wäre für die US-Amerikaner auch Bully Herbigs "BALLON" gewesen, denn der Film um eine Flucht aus der DDR mit einem Heißluftballon wurde schon einmal von Disney verfilmt.

    Auch "DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER" ist eine DDR-Geschichte, ebenso wie damals der OSCAR-Gewinner "DAS LEBEN DER ANDEREN". Somit fiel die diesjährige Entscheidung besonders spannend aus.

    Am 30. August 2018 gab German Films den deutschen Kandidaten für die Einreichung in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film bei den 91. Academy Awards bekannt.

    Den Gewinner haben nachfolgend wir noch einmal farbig markiert. Folgende elf Filme waren von deutschen ProduzentInnen eingereicht worden:

    "3 Tage in Quiberon"

    "Ballon"

    "Der Hauptmann"

    "In den Gängen"

    "Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm"

    "Das schweigende Klassenzimmer"

    "Simpel"

    "Teheran Tabu"

    "Transit"

    "Die Unsichtbaren - Wir wollen leben"

    "Werk ohne Autor"*Winner

    Über den deutschen Beitrag für den Oscar in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Kinofilm entscheidet ein jährlich berufener Auswahlausschuss. Dieser besteht aus VertreterInnen acht verschiedener Verbände und Institutionen, die im Filmbereich tätig sind. German Films merkt an, dass es sich hierbei nicht um eine durch Vorauswahl generierte Shortlist handelt, sondern um die Einreichungen durch die Rechteinhaber*Innen ohne vorherige Auswahl.

    Die Nominierungen für die 91. Academy Awards werden am 22. Januar 2019 bekannt gegeben, die Verleihung der Oscars findet am 24. Februar 2019 statt.

    Links: www.german-films.de | oscar.go.com


    0 0

    Gerüchte um Abriss des CineStar Berlin – Treptower Park.

    Gerade erst am 24. August 2018 berichteten wir im Rahmen der auch von uns veröffentlichten Halbjahreszahlen der Filmförderungsanstalt Berlin (FFA), dass die Anzahl der Kinosäle in Deutschland mit 4.812 den höchsten Stand seit zehn Jahren erreichte. Überschattet wurde das positive Bild allerdings durch die Schließung des Eiszeit Kinos in Kreuzberg und des Klicks in Charlottenburg, womit leider auch wieder vier Leinwände verloren gingen.

    Zwei Tage später schrieb der Berliner Tagesspiegel, dass in Berlin-Friedrichshain ein weiteres Kino mit insgesamt neun Leinwänden demnächst schließen soll.

    Zuerst dachten wir dabei an das hässliche UCI-Gebäude in der Landsberger Allee, weil durch die Schließung des Wellenbades im unweit gelegenen ehemaligen Sport und Erholungszentrum SEZ, einem 1981 gebauten Prestigeprojekt der DDR mit einer ebenfalls inzwischen geschlossenen Eisbahn, auch viel Laufpublikum dem Kino abhanden gekommen war.

    Zudem plant UCI ein neues Luxus Multiplexkino am Daimler-Benz-Platz, das noch in diesem Herbst eröffnet werden soll. Wie wir bereits im November 2017 zum Richtfest schrieben, plant die UCI-Kinowelt sein Berliner Flaggschiff sowohl mit iSens als auch mit einem zweiten IMAX Kino auszustatten.

    Bild: © "obs/Anschutz Entertainment Group/Alexander Ware/AEG"

    Doch bei genauerem Lesen des Tagesspiegel Artikels wurde klar, dass es sich mitnichten um die Schließung eines UCI-Kinos handelt, sondern um den Abriss des blauen CineStar-Kinos am Treptower Park. Auch dort sind die Publikumszahlen nicht berauschend. Möglicherweise gibt es zudem Probleme mit dem Lärmschutz, weil direkt neben dem Multiplexkino eine Rampe zur im Bau befindlichen Stadtautobahn geplant ist.

    Verwundert waren auch einige Filmfachblätter über den Bericht, denn „Ein Abriss des Gebäudes, in dem wir als Mieter unserer CineStar Filmtheater betreiben, ist uns bislang nicht bekannt", hieß es unisono beim Filmecho und bei Blickpunkt:Film.

    Doch Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD) erklärte auf Anfrage des jungen CDU-Verordneten von Treptow-Köpenick, Dustin Hoffmann, dass der Kinokomplex mit 2.400 Plätzen laut Eigentümer für einen neuen Gewerbekomplex weichen soll. Die bisherige Kombination aus Multiplex und Shoppingcenter sei für den Eigentümer des Park Center nicht mehr attraktiv genug.

    Ratlos zeigte sich angeblich auch die MEC Metro-Ece Centermanagement GmbH & Co. KG, in deren Management sich das Park Center befindet. Auch dort habe man bislang absolut nichts von einem bevorstehenden Abriss gehört.

    Eine weitere Kino-Schließung könnte demnächst auch in der Yorckstraße beim allerersten Filmpalast der Yorck-Kinogruppe anstehen. Im Riehmers Hofgarten einem denkmalgeschützten Bauensemble aus der Berliner Gründerzeit, wurde von der rückwärtigen Seite in den 80er Jahren ein deplatzierter moderner Anbau getrieben, der möglicherweise einem von den Höfen aus nicht mehr sichtbaren Kino unter der Erde weichen soll.

    Schon jetzt werden Wohnungen im Vorderhaus und in den Seitenflügeln modernisiert, während beim Kino schon lange keine Verschönerungen mehr vorgenommen wurden. Um den Kinostandort in der Yorckstraße weiterhin erhalten zu können, steht die Yorck-Kinogruppe mit dem Hauseigentümer aber seit längerem in Kontakt, wie uns auf Anfrage mitgeteilt wurde. Abriss und ein Neubau im Untergeschoss würden aber bestimmt eine zwei-bis dreijährige vorübergehende Schließung bedeuten. Ob es dazu kommt, steht noch nicht fest.

    Derzeit wird im Delphi Filmpalast, der ebenfalls zur Yorck-Kinogruppe gehört, Feuchtigkeitsschäden im Foyer beseitigt und der ursprüngliche, historische und unter Denkmalschutz stehende Fußbodenbelag wieder hergestellt. Ein paar Schritte weiter haben die Yorck Kinos mit dem neuen Delphi Lux - zu dem 7 Leinwände gehören - erst vor Jahresfrist ein neues kleines Kinocenter eröffnet, das vornehmlich für Arthouse-Filme bestimmt ist.

    Quellen: Tagesspiegel | Filmecho | Blickpunkt:Film | BAF | ots news aktuell by dpa | Kinokompendium


    0 0

    Direkt im Anschluss an das 18. Internationale Literaturfestival feiern die Berliner Bibliotheken zum 20-jährigen Bestehen des VÖBB Verbunds ihr erstes Festival.

    Kaum ein Film entsteht ohne Drehbuch und viele große Filme wurden auf Basis erfolgreicher Literaturvorlagen adaptiert. Grund genug für uns, endlich auch einmal auf das Internationale Literaturfestival Berlin (ilb) aufmerksam zu machen, dass bereits zum 18. Mal vom 5. - 15. September 2018 in der Hauptstadt stattfindet.

    Gleich im Anschluss feiert der Verbund öffentlicher Bibliotheken Berlins sein 20-jähriges Bestehen am 15. und 16. September 2018 zum ersten Mal in der Amerika-Gedenkbibliothek und auf dem Blücher Platz in Kreuzberg.

    Doch zunächst zum Literaturfestival Berlin, das auch Kindern "wieder Lust auf Bücher machen soll". Mit diesem Appell hat die schwedische Autorin Frida Nilsson die Jugendsektion beim Internationalen Literaturfestival Berlin eröffnet.

    Die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin rief dazu auf, das kindliche Lesen als reines Vergnügen zu begreifen. Zum Literaturfestival werden rund 200 Autoren aus über 150 Ländern erwartet. Dabei werden Nino Haratischwili, Helene Hegemann, Sebastian Barry, Jennifer Egan und Michael Ondaatje erwartet. Inhaltliche Schwerpunkte sind Kolonialismus, Drogen und Nature Writing.

    Die Veranstaltungen, Lesungen, Diskussionen und Vorträge finden unter anderem im Haus der Berliner Festspiele statt. Aber auch andere Orte wie zum Beispiel der Buchhändlerkeller, das Kino Babylon Berlin-Mitte (übrigens mit neuer Webadresse) und das Literaturhaus Berlin dienen als Plattform für zahlreiche Veranstaltungen im Rahmen des Festivals.

    Neben kostenpflichtigen, gibt es auch einige kostenlose Veranstaltungen. Dazu gehörte gestern z.B. auch die Dokumentarfilmvorführung "HUMAN FLOW" des chinesischen Künstlers AI WEIWEI im Haus der Berliner Festspiele. Sogar der Trailer wurde von dem in Berlin lebenden Künstler gestaltet:

    Link: www.literaturfestival.com

    +++++++++++++

    Wie der oben erwähnte Aufruf einer schwedischen Autorin deutlich macht, wird unter Kindern und Jugendlichen immer weniger gelesen. Die neuen Medien auf Smartphones, Tablets und Notebooks stehen bei der Jugend meist im Vordergrund. Diesem Wandel versuchen sich auch die Bibliotheken Berlins anzupassen.

    Während immer mehr Videotheken mangels ausreichender Umsätze schließen müssen, steigt bei den Berliner Bibliotheken die Anzahl Ausleihe von DVDs und VoDs sowie anderen modernen Medien wie E-Books und Computer-Spiele zunehmend.

    Mit einem mobilem Kino und einer Bibliothek auf der Straße sowie mit Lesungen, Comic- und Schreib-Workshops, Literatur-Schnitzeljagd, kreativen Führungen und Do-it-Yourself-Inseln feiert der VÖBB am 15. und 16. September 2018 sein 20-jähriges Bestehen erstmals mit einem eigenen Bibliotheksfestival.

    Die Festivalbesucher*innen können am Samstag von 13.00 – 22.00 Uhr und am Sonntag von 11.00 – 17.00 Uhr selbst Buchcover gestalten, Puppentheater in Gebärdensprache erleben, eine Digital-Detox-Zone besuchen oder auch an Robotik-Workshops und einem Movie Maker Lab, wo weitere Zukunftsideen entwickelt und erprobt werden, teilnehmen. Einmal Mond und zurück! geht es zudem mit den 360-Grad-Erfahrungen von Google Expeditions und Virtual Reality-Brillen. Darüber hinaus werden bei einer Bibliotheksrallye alle jungen Superdetektive eingeladen bei der Jagd auf den Bücherwurm jeden Winkel der Bibliothek zu erkunden und den digitalen Hinweisen zu folgen. Für Essen und Trinken sorgt ein Streetfoodmarkt auf dem Festivalgelände.

    Seit zwanzig Jahren können die Berlinerinnen und Berliner mit einem Ausweis alle Öffentlichen Bibliotheken der Stadt nutzen, Menschen treffen, Medien ausleihen, digitale Angebote erkunden, Arbeitsorte finden und viele Veranstaltungen besuchen. Der VÖBB, der Zusammenschluss der 12 Bezirksbibliotheken und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, ist für alle Menschen der Stadt seit 20 Jahren da.

    Zum Jubiläum gibt es zwei Tage voller Literatur, Medien, Kunst und Livemusik – an der Amerika-Gedenkbibliothek, im Freien.

    Auf dem weitläufigen Festivalgelände wird es Lesungen und Diskussionen geben, wie beispielsweise mit Jason Reynolds, dem neuen Star der Jugendbuchszene, oder mit Bloggerin und Autorin Kathrin Weßling.

    Die KinderUni Lichtenberg organisiert echte Vorlesungen für Neugierige ab acht Jahren, Geschichten aus aller Welt, für Kinder ab 5 Jahren, werden vorgelesen, es wird Literatur in Gebärdensprache vorgetragen und verschiedene Performances wie die der Poetic Hafla aufgeführt. Ein vielfältiges Mitmachangebot für jedes Alter gilt es zusätzlich zu entdecken: Workshops, Makerspaces und Foren laden ein, Ideen für die Bibliotheken zu entwickeln und zu erproben.

    Die Bezirksbibliotheken der Stadt sind die am stärksten genutzten und besuchten Bildungs- und Kultureinrichtungen Berlins. Allein 2017 wurden knapp 9,5 Millionen Bibliotheksbesuche gezählt.

    Die insgesamt 81 Öffentlichen Bibliothekssorte der Stadt bieten lebendigen Platz für Information, stehen für Leihen und Lernen gleichermaßen, sind Bildungs- und Veranstaltungsort, Begegnungsstätte, kulturelle Freizeiteinrichtung und gehen dabei auch auf die lokalen Bedürfnisse des jeweiligen Kiezes ein und prägen ihre lokale Umgebung. In allen Teilen der Stadt wird so der Zugang zu Bildung für alle Bevölkerungsgruppen und eine Kommunikation durch alle Schichten und Altersgruppen hindurch gewährleistet.

    Die Zahlen sprechen für sich: 2017 hatten 408.640 Berliner*innen einen gültigen Leseausweis, die alle zusammen über 24 Millionen Entleihungen tätigten. Insgesamt wurden 32.930 Veranstaltungen, Ausstellungen und Führungen realisiert. Insgesamt 407.090 Teilnehmer*innen nutzen die Angebote zur Leseförderung und Medienkompetenz.

    Mit seinen digitalen Angeboten konnte sich der VÖBB 2017 an die Spitze des deutschsprachigen Bibliotheksraums setzen. Stiftung Warentest kürte die Bibliotheken des VÖBB zum „Preis-Leistungs-Sieger“ beim E-Book Angebotsvergleich (Heft 5/2017).

    Das relativ neue, innovative Angebot filmfriend, das erste Video-On-Demand Filmportal von Öffentlichen Bibliotheken in Deutschland, wurde 2017 mit dem Sonderpreisfür Soziale Innovation der Länder Berlin/Brandenburg ausgezeichnet.

    Anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums lädt der VÖBB alle Berliner*innen zum großen Berliner Bibliotheksfestival an der Amerika-Gedenkbibliothek in Kreuzberg ein:

    Berliner Bibliotheksfestival - 20 Jahre VÖBB

    Samstag, 15.09. 13.00 – 22.00 Uhr

    Sonntag, 16.09. 11.00 – 17.00 Uhr

    an der Amerika-Gedenkbibliothek

    Blücherplatz 1, 10961 Berlin

    Links: www.voebb.de | www.voebb-festival.de | www.filmfriend.de

    Quelle: SteinbrennerMüller Kommunikation


    0 0

    Medienboard verkündete Drehtage-Rekord in Berlin-Brandenburg anlässlich der Jahrespressekonferenz

    Endlich spielt das Wetter mit, doch leider fehlen nun zugkräftige Filme, für die deutschen Kinos.

    In den USA wurde dagegen der zweitbeste Kinosommer aller Zeiten erreicht: Mit 4,8 Mrd. Dollar Umsatz lag man nur knapp hinter der Rekordzahl von 2013, die bei 4,87 Mrd. Dollar lag, denn Walt Disneys "Avengers: Infinity War" sprengte bereits Ende April die Kassen und konnte mit einem Einspielergebnis von 257,7 Mio. Dollar das beste Startwochenende aller Zeiten in den US-Kinos hinlegen.

    Hierzulande wird zwar kräftig und viel gedreht, doch das meiste davon ist für Serienproduktionen der Fernsehanstalten oder für Netflix vorgesehen. Die Top fünf der deutschen Kinocharts wird immer noch mit den selben Filmen bestückt wie die Woche zuvor. Nur bei den Arthouse-Charts gab es einen Führungswechsel unter den ersten zwei, die ihre Plätze wechselten.

    Andreas Dresens Liedermacherporträt "Gundermann" schaffte den Sprung an die Spitze der von ComScore und der AG Kino ermittelten Arthouse-Kinocharts und verdrängte den Vorwochenspitzenreiter, Spike Lees "BlacKkklansman", auf Rang zwei. Hier der Trailerüber den singenden Braunkohlebaggerfahrer, der später seine Stasitätigkeit freimütig, aber mit ironischem Unterton zugab.

    Im Mainstream-Kino befand sich letztes Wochenende zum dritten Mal auf Platz eins "The Equalizer 2" mit Denzel Washington, der es bei 100.000 Zuschauern auf knapp 1,0 Mio. Euro Umsatz brachte. Insgesamt hat der Actionthriller ca. eine halbe Besuchermillion erreicht. Erst mit den gestrigen neuen Kinostarts schickte sich der Horrorfilm "The Nun - Die Nonne" an, ein ernsthafter Konkurrent um Platz eins zu werden. Hier der Trailer:

    Allerdings erfreut uns, dass es auch Filme gibt, wie das schon zur 67. Berlinale 2017 von uns so hochgelobte Werk "Call Me By Your Name" von Luca Guadagnino, das seit mehr als sechs Monaten die Berliner in den Independent Kinos der Yorck-Kinogruppe weiter fesseln kann, während andere Filme oft schon nach einer Woche wieder abgesetzt werden. Fazit: Wenn keine starken Neustarts zur Verfügung stehen, dann kann auch das schönste Kinowetter die Besucher nicht wirklich locken.

    Jahrespressekonferenz des Medienboards.

    In Berlin präsentierte derweil das Medienboard Berlin-Brandenburg auf seiner Pressekonferenz zur Jahresbilanz 2017 beeindruckende Zahlen zu den Drehtagen in Berlin, Potsdam und im Brandenburger Umland.

    Christian Gaebler (Chef der Berliner Senatskanzlei und Medienboard-Aufsichtsratsvorsitzender), Thomas Kralinski (Staatssekretär Brandenburg), Kirsten Niehuus (Geschäftsführerin Filmförderung Medienboard) und Helge Jürgens (Geschäftsführer Medienboard New-Media-Förderung, v.l.n.r.) verkündeten, dass es im vergangenen Jahr eine Rekordzahl von 5.000 Drehtagen gegeben hat.

    Demnach sorgten Fördermittel in Höhe von rund 31,6 Mio. Euro für Ausgaben in der Region Berlin-Brandenburg von mehr als 130 Mio. Euro. Der sogenannte Regionaleffekt liegt damit bei mehr als 400 Prozent.

    Insgesamt 2,45 Mio. Euro investierte das Medienboard in die Förderung von fünf High-End-Drama-Serien. In diesem Bereich entstanden neben der vorab hochgelobten Serie "Babylon Berlin", die ab 30. September 2018 auch in der ARD läuft, weitere Serien wie "4 Blocks", "Dogs of Berlin", "Dark", "Berlin Station" und "Counterpart". Ab Herbst des Jahres 2018 werden zudem in Berlin und Umgebung die Dramaserien "Spides" von Rainer Matsutani und "Eine Frau am Bauhaus" von Lars Kraume gedreht.

    Die vielen Drehs in der Region haben nicht nur den Studios in Babelsberg wieder zur Aufwind verholfen, sondern überall fast zu einer Vollbeschäftigung in der Filmbranche geführt. Dazu gehörten auch Medienboard-geförderte Dramaserien wie "Acht Tage" und "Deutschland 86" sowie Kinofilme wie Til Schweigers "Klassentreffen 1.0" und Michael Bully Herbigs "Ballon".

    "Die Filmbranche befindet sich in einem Transformationsprozess, der sich auch auf die Förderung auswirkt. Neben künstlerischen und kommerziellen Filmen werden zunehmend erfolgreiche HighEnd Drama-Serien in der Hauptstadtregion gedreht, die ein internationales Publikum begeistern. Das Medienboard ist mit seinen Förderprogrammen gut gerüstet, um auch in Zukunft den Titel 'Deutschlands Film- und Serienhauptstadt' erfolgreich zu verteidigen", betonte Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus bei der Bekanntgabe der Jahresbilanz für 2017.

    Helge Jürgens, Geschäftsführer New-Media-Förderung beim Medienboard, ergänzte: "Das Medienboard treibt die Verbindung von Innovation im Bereich der Audiovisual Creative Industries und neuer Technologien am Standort Berlin-Brandenburg ganz gezielt voran - denn das sind wichtige Motoren für die digitale Entwicklung der Hauptstadtregion. Mit unserer Förderung unterstützen wir neben vielen Projekten auch die Vernetzung und die Internationalisierung dieser Zukunftsindustrie."

    Wie die Medienboard-Verantwortlichen betonten, hingen weit mehr als 50.000 Arbeitsplätze in der Region an den Audiovisual Creative Industries - Tendenz steigend.

    Auch im Bereich Games konnte das Medienboard in jüngster Vergangenheit Erfolge vorweisen: so eröffnete der französische Spieleentwickler Ubisoft in diesem Jahr einen Ableger in Berlin. Außerdem wurden das Computerspielemuseum sowie das VR-Game "VISP - Virtual Space Port" 2017 sowie das Game "Monkey Swag" in diesem Jahr - beide vom Medienboard gefördert - mit dem Deutschen Computerspielpreis ausgezeichnet.

    Link: www.medienboard.de

    Quellen: Medienboard | AG Kino | Blickpunkt:Film


    0 0

    BABYLON BERLIN endlich im Free-TV der ARD.

    Es ist das TV-Ereignis des Jahres: BABYLON BERLIN, von der Kritik hochgelobt, vielfach preisgekrönt und international erfolgreich, feiert am Sonntag, 30. September 2018, um 20:15 Uhr Premiere im frei empfangbaren Fernsehen. Nach dem Start mit drei Folgen zeigt Das Erste der ARD die weiteren Episoden der 16-teiligen Serie jeweils donnerstags um 20:15 Uhr.

    Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen: "Die Zuschauer des Ersten dürfen sich auf die Free-TV-Premiere dieser einzigartigen deutschen Serie freuen, einer rauschhaften Inszenierung des turbulenten Lebens im Berlin der Weimarer Zeit. "BABYLON BERLIN" vereint Erzählkunst vor zeitgeschichtlichem Hintergrund mit dem Schauwert des großen Kinos. Die Serie begeistert Kritiker und ist international ein Hit. BABYLON BERLIN verdient die beste Startrampe im deutschen Fernsehen, und das ist der Sendeplatz Sonntag, 20:15 Uhr im Ersten."

    Christine Strobl, Programmgeschäftsführerin der ARD Degeto: "BABYLON BERLIN ist das Serienhighlight des Jahres und die derzeit spannendste und innovativste Serie aus Deutschland. Ohne den Mut und die Leidenschaft aller Beteiligten wäre dieses Projekt so nie im öffentlich-rechtlichen Fernsehen realisiert worden. Wir setzen mit BABYLON BERLIN weiter auf deutsche Qualitätsserien made by ARD Degeto."

    Die Sendetermine in der Übersicht:

    Sonntag, 30. September 2018, 20:15 Uhr

    BABYLON BERLIN Folge 1-3

    Donnerstag, 4. Oktober 2018, 20:15 Uhr

    BABYLON BERLIN Folge 4-6

    Donnerstag, 11. Oktober 2018, 20:15 Uhr

    BABYLON BERLIN Folge 7 und 8

    Donnerstag, 18. Oktober 2018, 20:15 Uhr

    BABYLON BERLIN Folge 9 und 10

    Donnerstag, 25. Oktober 2018, 20:15 Uhr

    BABYLON BERLIN Folge 11 und 12

    Donnerstag, 1. November 2018, 20:15 Uhr

    BABYLON BERLIN Folge 13 und 14

    Donnerstag, 8. November 2018, 20:15 Uhr

    BABYLON BERLIN Folge 15 und 16

    BABYLON BERLIN ist die erste deutsche TV-Serie, die die politische Entwicklung der Weimarer Republik in allen Facetten und Gesellschaftsschichten erzählt. Mit den Augen eines jungen Kommissars blicken die Zuschauer hinter die Kulissen der "Goldenen Zwanziger", die neben der Weltwirtschaftskrise den Tanz auf dem Vulkan zum Mythos haben werden lassen.

    In den Hauptrollen sind Volker Bruch als Gereon Rath und Liv Lisa Fries als Charlotte Ritter zu sehen. In weiteren Rollen Peter Kurth, Matthias Brandt, Leonie Benesch, Lars Eidinger, Misel Maticevic, Fritzi Haberlandt, Jördis Triebel, Christian Friedel, Hannah Herzsprung, Benno Fürmann, Jeanette Hain, Marc Hosemann u. v. m.

    BABYLON BERLIN ist eine Produktion von X Filme Creative Pool in Koproduktion mit ARD Degeto, Sky und Beta Film, gefördert von Medienboard Berlin-Brandenburg, Film- und Medienstiftung NRW, German Motion Picture Fund, Creative Europe Media Programm der europäischen Union.

    Für Buch und Regie zeichnen Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries verantwortlich. Die Serie basiert auf den Bestseller-Romanen von Volker Kutscher.

    Link: www.daserste.de/BabylonBerlin

    Quellen: ots by dpa | ARD


    0 0

    Zur großen Eröffnung des Mercedes Platzes vor der Mercedes-Benz-Arena in Berlin war das neue UCI Kinocenter noch nicht fertiggestellt.

    Bild: © "obs/Anschutz Entertainment Group/Alexander Ware/AEG"

    Letzten Samstag, den 13. Oktober 2018, fand die lange geplante feierliche Eröffnung des Mercedes Platzes vor der ehemaligen O2 World, der jetzigen Mercedes-Benz Arena, mit Nachbarschaftsfest, Lichtshow, Feuerwerk und großer radioeins-Party in der neuen Verti Music Hall statt.

    Leider - wie so oft in Berlin - war die neue UCI Kinowelt mit erstem iSense Filmtheater in Berlin sowie einem zweiten IMAX Kino und weiteren 12 UCI Luxe Kinosälen mit insgesamt 1.700 Plätzen im zweiten Obergeschoss über der neuen Bowling World mit ihren 28 Bahnen am Mercedes Platz noch nicht fertiggestellt und konnte deshalb von uns nicht besichtigt werden.

    Voraussichtliche Eröffnung des neuen Kinocenters am Mercedes Platz wird laut Anschutz Entertainment Group (AEG), Bauherr, Entwickler und Betreiber des zukünftigen Hotspots vor der Mercedes-Benz Arena, erst Ende Oktober erfolgen. Statt dessen konnten wir aber die neue 4.350 Besucher fassende Verti Music Hall in Augenschein nehmen sowie die Backstage-Räume der Mercedes Benz Arena begutachten und waren anschließend vom Namensgeber Mercedes Benz, einem der größten Arbeitgeber in Berlin, zum Essen in den zahlreichen, hippen Restaurants zum angeblich von allen geliebten American Style eingeladen. Überzeugt hat uns weder das Essen, noch das Ambiente.

    "Mit seinem vielfältigen Angebot und hoher Aufenthaltsqualität wird der Mercedes Platz das Herzstück eines neuen Stadtquartiers auf dem Areal des damaligen Ostgüterbahnhofs", sagte Michael Kötter, Vice President Real Estate & Development, Anschutz Entertainment Group Development GmbH.

    Hier das Opening Video

    Link: www.mercedes-platz.de/Opening

    Quellen: ots by dpa | Tagesspiegel | Mercedes Benz

    ++++++++++++++

    Unsere Kollegin Ulrike hat sich derweil an anderer Stelle die neuesten Filme angesehen, deren Rezension wir hier gerne nachfolgend als dritten Teil unserer Filmkritiken vom Oktober 2018 veröffentlichen. Viel Empfehlenswertes war diesmal leider nicht darunter.

    "ABGESCHNITTEN" Krimi-Thriller von Christian Alvart (Deutschland). Mit Moritz Bleibtreu, Jasna Fritzi Bauer, Lars Eidinger u.a. seit 11. Oktober 2018 im Kino. Hier der Trailer:

    Ulrikes Filmkritik:

    Die junge Comic- Zeichnerin Linda (Jasna Fritzi Bauer) ist vor ihrem Ex-Freund, der sie massiv stalkt, nach Helgoland geflüchtet. Am Strand findet sie eine Leiche und ein Handy. Mit dem Handy des Toten nimmt sie Kontakt mit dem Rechtsmediziner Paul Herzfeld (noch nie so schlecht, Moritz Bleibtreu) auf.

    Der ist in hellster Aufregung. Beim Sezieren einer Leiche, hat er in ihrem Kopf eine Kapsel gefunden, in der die Telefonnummer seiner Tochter, mit der er wenig Kontakt hat, steckt. Ihm ist sofort klar, sie ist entführt worden. Er macht sich auf den Weg nach Helgoland. In seinem Beisein, ein ominöser Praktikant. Da das Wetter hundsmiserabel ist, sind sie länger unterwegs als vorgesehen. Übers Telefon weist er Linda an, die Leiche in ein leerstehendes Krankenhaus zu schaffen. Der Hausmeister Ender (Fahri Yardim) ist ihr behilflich. Zusammen wuchten sie den toten Körper auf einen Seziertisch. Nun bekommt Linda exakte Anweisungen, die Leiche Stück für Stück zu sezieren, eine Schnitzeljagd im toten Körper, nach weiteren Informationen des Entführers, hat man soooo ekelhaft bisher noch nicht gesehen. Und wehe, die Polizei wird eingeschaltet. Natürlich hält sich der Pathologe Dr. Paul an die Drohung.

    Nicht einmal Lars Eidinger, als bestialisch grinsender Psychopath, kann diese total unglaubwürdige Krimifarce retten. Das Mädchen wühlt in blutgetränkten Eingeweiden herum, trennt Gliedmaßen fachmännisch ab, indem sie übelste Leichenfledderei betreibt.

    Man fragt sich, ob die Herrschaften der Filmförderung überhaupt das schwachsinnige Drehbuch gelesen haben. Offensichtlich baut man vollends auf den Erfolg der Fitzekschen Krimis, die mit hoher Auflage gelesen werden. Derartigen Schund, habe ich auf der Leinwand höchst selten gesehen. Regisseur Christian Alvart hatte zuletzt mit "STEIG. NICHT. AUS!" einen ebenfalls nicht sehr überzeugenden Thriller abgeliefert. (Die BAF-Red.)

    Ulrike Schirm

    ++++++++++++++

    "THE HAPPYTIME MURDERS" Komödie von Brian Henson (USA). Mit Dietmar Wunder, Nana Spier, Oliver Rohrbeck u.a. seit 11. Oktober 2018 im Kino. Hier der Trailer:

    Ulrikes Filmkritik:

    Puppenspiellegende Jimi Henson (1936 – 1990), "Sesamstrasse" und die "Muppetshows" erfreute Jung und Alt mit seinen Puppenkreationen.

    Bei seinem Sohn Brian Henson, verantwortlich für „The Happytime Murders“ gibt es kein Sesam. Nur Strasse, ich würde eher sagen nur Gosse.

    Die Puppen in seinem Film sind Wesen zweiter Klasse und werden von den Menschen auch dementsprechend behandelt.

    Die „Stoffies“ von den „Fleischis“ ausgestoßen, haben sich eine eigene Welt geschaffen. In der drehen sie Pornos mit dem Titel „Puppet Pussy Party“, bieten käuflichen Sex in allen Varianten an und nehmen Drogen. Statt Kokain schnupfen sie Zucker. Puppen-Privat-Dedektiv Phil Philips verspritzt beim Sex eine nicht enden wollende Ejakulats-Fontäne.

    In Los Angeles treibt ein Killer sein mörderisches Unwesen. Er hat es auf das Show – Ensemble der einst umjubelten Happytime Gang abgesehen, die nur aus Puppen bestand. Auch bei den „Fleischis“ regt sich Unruhe. Es ermittelt Polizistin Conni Edwards (Melissa McCarthy). Zur Verstärkung holt sie Privat-Dedektiv Philips zurück, der wegen eines folgenschweren Fehlers aus dem Polizeidienst entlassen wurde. Die beiden können sich nicht ausstehen und beschimpfen sich gegenseitig.

    Gefühlte 100 Mal, hört man aus Edwards Mund „Verschissene Scheisse“ und andere kräftige Ausdrücke. Ihre Spurensuche führt sie in die versaute Puppenwelt mit ihren Exzessen.

    125 Puppen spielen mit, wovon 36 extra für den spaßlosen Film angefertigt wurden. Wenigstens sind die Puppen total fantasievoll gemacht und köstlich anzusehen.

    Es ist nicht zu glauben, dass das Machwerk ab 12 freigegeben ist. Die Kritik am ungehobelten Rassismus wird leider durch den billigen Pornodreck überschattet. Saukomisch ist das nicht. Was übrig bleibt ist mehr „Sau“ als Komik.

    Ulrike Schirm

    ++++++++++++++

    "SMALLFOOT" - Ein eisigartiges Abenteuer" Animationsabenteuer von Karey Kirkpatrick & Jason A. Reisig (USA) Mit den deutschen Stimmen von Kostja Ullmann, Aylin Tezel, Luise Befort u.a. seit 11. Oktober 2018 im Kino. Hier der Trailer:

    Ulrikes Filmkritik:

    Eine Gruppe von Yetis lebt friedfertig oberhalb der Wolken auf dem eisigen Gipfel des Himalajas. Jeden morgen schlägt der Gongmeister den Gong, um alle Yetis zu wecken. Sie leben nach ihren ureigenen Gesetzen zwischen Eis und Steinen. Die Steine spielen im Leben der Yetis eine ganz besondere Rolle. Auf ihnen stehen die Regeln, nach denen man sich zu richten hat. Was die Steine sagen, darf man nicht in Frage stellen. Total isoliert vom Rest der Welt, ahnen sie nicht im geringsten, was unterhalb der dichten Wolken so alles passiert.

    Eines Tages entdeckt der Schneemensch Migo im Eis und Schnee ein Flugzeug mit einem Piloten.

    Aufgeregt erzählt er den Anderen, einen Smallfoot (Kleinfüßling) gesehen zu haben. Weil der von einer starken Windböe davongetragen wurde, glaubt ihm Niemand. Die Einzigen, die er überzeugen kann, sind die Mitglieder des Smallfoot-Clubs, denn sie verfügen über Beweise, dass es Menschen gibt. Auch sie suchen nach dem lebendigen Smallfoot. Vor vielen, vielen Jahren, haben die Yetis mit den Menschen ganz schlechte Erfahrungen gemacht, erzählen die Steine. Nun ist Migos Neugier erweckt. Mehr unfreiwillig als unbedingt freiwillig, begibt er sich auf Entdeckungsreise unterhalb der Wolken.

    Und siehe da, er trifft wirklich auf Kleinfüßling, die für seine Begriffe, ganz merkwürdige Sorgen haben. Migo hat sich ganz fest vorgenommen, ein Exemplar von der Gattung Mensch mit nach Hause zu nehmen, um zu beweisen, dass er nicht gelogen hat.

    Wohlbehalten zurück, präsentiert er voller Stolz den Clubmitgliedern Percy Patterson, die den Fremdling herzlich willkommen heißen. Jetzt müssen nur noch die restlichen Schneemenschen und die Steine überzeugt werden. Wieso auch der Kleinfüßling Patterson von den Yetis profitiert, ist köstlich lebensecht inszeniert, ein Spaß für Gross und Klein.

    Der computeranimierte Abenteuerfilm besticht durch knallig bunte Farben, Slapstick Einlagen und mitreißenden Popsongs. Seine Botschaft: Bleibt neugierig und erweitert euren Horizont.

    Ulrike Schirm

    ++++++++++++++

    "BAD TIMES at the EL ROYALE" Thriller von Drew Goddard (USA). Mit Chris Hemsworth, Dakota Johnson, Jon Hamm u.a. seit 11. Oktober 2018 im Kino. Hier der Trailer:

    Unsere Kurzkritik:

    Ende Januar kam Martin McDonagh's atemberaubendes, wenn auch streckenweise ziemlich brutales US-Drama "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" in die Kinos. Die schonungslose Schilderung einer heruntergekommenen Kleinstadt in den USA begeisterte Filmkritiker und Publikum gleichermaßen und ist heute noch ein Renner in einigen Kinos.

    Kein Wunder wenn Regisseur Drew Goddard in seinem Krimi-Thriller "BAD TIMES at the EL ROYALE" das stylishe Setting eines heruntergekommen US-Motels noch einmal aufgreift und die Story zudem in den 60er Jahren ansiedelt, um dem etwas angemoderten Touch noch mehr Ausdruckkraft zu verleihen.

    Leider ist Story insgesamt etwas dünn geraten und mit zu wenig tiefgreifender Sozialdramatik behaftet, um von dem Film, der bei einer Laufzeit von 140 Minuten ein paar überraschende Wendungen bereit hält, die wir hier jedoch nicht verraten wollen, vollends begeistert zu sein. Jemand der die absurden und meist brutalen Tarantino Filme mit ihrer stilsicheren Inszenierung mag und außerdem auf geschmackvolle Filmzitate steht, kommt aber bei dem klischeebehafteten Retro-Thriller durchaus auf seine Kosten.

    Immerhin eröffnet das Film Fest Rom seine 13. Runde am 18. Oktober 2018 mit Drew Goddards "BAD TIMES at the EL ROYALE". Seine Weltpremiere feierte der mit einem unglaublich gutem Cast besetzte Krimi unlängst Ende September 2018 beim San Sebastián International Film Festival.

    W.F.


    0 0

    Das deutsche Filmerbe soll in den nächsten zehn Jahren mit jeweils 10 Millionen Euro pro Jahr digitalisiert werden.

    Schon einige Male haben wir an dieser Stelle über das deutlich zu gering ausgestattete Filmerbe geschrieben und dabei mehrfach den kritischen Medienwissenschaftler Klaus Kreimeier zitiert sowie auf seine Homepage verwiesen, dessen einprägsames Logo wir auch heute nochmals für eine aktuelle Meldung verwenden wollen.

    Die Filmförderungsanstalt (FFA), Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und die Bundesländer haben sich darauf verständigt, die Mittel zur Digitalisierung deutscher Kinofilme jeweils zu einem Drittel aufzubringen, wie am Mittwoch, den 17. Oktober 2018 mitgeteilt wurde. Ab 2019 sollen jedes Jahr zehn Millionen Euro zur Verfügung stehen.

    Grütters erklärte, damit könne das überaus fragile, vergängliche Kulturgut Film auch für die kommenden Generationen erhalten werden. Es gehe um die ganze Bandbreite vom Stummfilmklassiker bis zum Neuen Deutschen Film, deren Digitalisierung nach drei Maßgaben gefördert wird: Auswertungsinteresse, kuratorisches Interesse und konservatorische Notwendigkeit.

    Schon bisher hatten alle drei Partner die Digitalisierung vom Verfall bedrohter Filme unterstützt. Der Berliner Senat hatte in seiner Sitzung vom 4. September 2018 dem Entwurf einer Verwaltungsvereinbarung zur Digitalisierung des nationalen Filmerbes zwischen den Ländern und der Filmförderungsanstalt des Bundes zugestimmt. Mit der nun geschlossenen Vereinbarung gibt es aber jetzt endlich Planungssicherheit. Der Finanzbedarf von bis zu 100 Millionen Euro war durch ein Gutachten von PricewaterhouseCoopers (PwC) im Auftrag der FFA ermittelt worden, das hier als PDF heruntergeladen werden kann.

    "Filme als unersetzliches Gedächtnis der deutschen Geschichte und Kultur zu erhalten und öffentlich zugänglich zu machen": so beschreibt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller das Abkommen, an dessen Zustandekommen Berlin maßgeblich mitwirkte. FFA-Präsident Bernd Neumann sieht es ähnlich: "Der Film ist auch Abbild der Geschichte eines jeden Landes und Spiegelbild der Gesellschaft – und somit das Gewissen der Kultur".

    Seit 2012 förderte das Kulturstaatsministerium (BKM) Restaurierung und Digitalisierung. Der Topf wurde nach Druck aus der Branche zuletzt von einer auf 3,3 Mio. Euro erhöht. Der BKM-Etat wird durch das neue Abkommen also nicht zusätzlich gefordert, sondern durch die Länder und die FFA ergänzend aufgestockt.

    Terminhinweis:

    Passend zum Thema lädt der Kinematheksverbund vom 25. bis zum 28. Oktober 2018 zur 3. Auflage des Filmerbe-Festivals Film:ReStored nach Berlin ein.

    Im Kino Arsenal am Potsdamer Platz gestaltet die Deutsche Kinemathek ein umfangreiches Programm mit besonderem Blick auf das Zusammenspiel von Film- und Fernseharchiven bei der Überlieferung des audiovisuellen Erbes. In diesem Zeichen stehen zahlreiche Aufführungen digital restaurierter Filme, darunter einige Premieren, sowie Vorträge und Werkstattberichte.

    Informationen über den Programmablauf gibt es hier.

    Anmeldungen werden bis 23. Oktober 2018 per E-Mail entgegen genommen. An der Kinokasse können Einzeltickets für die Filmvorführungen erworben werden.

    Quellen:

    K.Kreimeier | Film-TV-Video | Digitalfernsehen | Deutsche Kinemathek


    0 0

    Neues Mediathek-Angebot des Kinderkanals von ARD und ZDF gestartet.

    Mit kindgerechten Zusatzfunktionen und intuitiver Navigation präsentiert sich der "KiKA-Player", die neue Mediathek-App des Kinderkanals von ARD und ZDF. Bereits als HbbTV-Version im August gestartet, folgt nun die kostenfreie Applikation. Sie ist ab jetzt für Tablets und Smartphones in den gängigen Stores erhältlich.

    Die Anwendung ist funktional gestaltet, intuitiv navigierbar und wurde mit einer Usability-Studie vorab umfangreich getestet. Spielerische Elemente wie die individuelle Gestaltung des Avatars und der Oberfläche oder die horizontale Menüführung ergänzen das farbenfrohe und kindliche Design. Mit dem "KiKA Player" wird KiKA den Ansprüchen der Zielgruppe nach Ungebundenheit an Nutzungsort und Nutzungszeit gerecht. Er ist die mobile Ergänzung zum linearen KiKA und wird mit der gleichen Sorgfalt und Sicherheit kuratiert und betreut. Formate können mit "Mag ich" einfach vorgemerkt oder bereits angefangene Sendungen zu einem späteren Zeitpunkt weitergeschaut werden.

    "Alle KiKA-Angebote müssen höchsten Ansprüchen genügen - denen der Kinder. Mit einer eigens entwickelten Software werden dazu die Kinderprogramme der ARD-Landesrundfunkanstalten, des ZDF und KiKA in dieser Mediathek-App zusammengeführt", erklärt KiKA-Programmgeschäftsführerin Dr. Astrid Plenk. "Die neue App, die in enger Zusammenarbeit mit den jungen Nutzern erarbeitet wurde, ist ein wesentlicher Schritt, um KiKA zeitgemäß in der digitalen Welt abzubilden."

    Eltern können sich auf den hohen Qualitätsanspruch der App verlassen. In einem speziell für Eltern konzipierten Bereich gibt beispielweise der AppWecker die Möglichkeit, die Nutzungsdauer zu beschränken. Auch die Profile der Kinder können sie bearbeiten und im FAQ-Bereich gibt es umfassende Informationen zur kostenfreien App.

    Zum Start des KiKA-Players stehen unter anderem Folgen der neuen Animationsserie "Max und Maestro" (hr), Klassiker wie "Yakari" (WDR) und "Die Pfefferkörner" (NDR) sowie "Die Jungs WG - Elternfrei in Barcelona" (ZDF) zur Verfügung.

    Täglich kommen zahlreiche neue Videos hinzu - von "KiKA LIVE" (KiKA), "logo!" (ZDF) bis zu "Unser Sandmännchen" (rbb).

    Die Nutzer finden in der App auch ausgewählte Formate, die aktuell nicht linear ausgestrahlt werden - so sind zum Beispiel ab 20. Oktober 2018 drei Staffeln von "Durch die Wildnis" (hr) nur in der App abrufbar.

    KiKA

    Der Kinderkanal von ARD und ZDF

    Web: www.kika.de

    Quelle: ots news aktuell by dpa

    Logo KiKA-Player © KiKA | "Bild: KiKA"


    0 0

    'Kino im Kopf' - Audio-Boom in Deutschland: Mehr als die Hälfte der Deutschen findet Hörbücher sogar sinnvoller als Soziale Medien.

    Der Erfolg der Streamingdienste von Amazon und Netflix lässt auch den Satellitensender Sky nicht ruhen, etwas Neues zu präsentieren. Mit dem seit Mitte September erhältlichen neuen Sky Ticket TV Stick wird jeder Flachbild-Fernseher zum Smart TV. Einfach den Stick in einen HDMI-Eingang des Fernsehers einstecken, mit dem WLAN verbinden und los geht's.

    Der Zugang zu den neuesten und besten Serien, aktuellsten Kinoblockbustern und exklusiven Live-Sport-Events wird damit noch einfacher als je zuvor. Mit dem monatlich kündbaren Streamingservice Sky Ticket sind zum Start bereits viele Top-Apps enthalten, darunter die Mediatheken von ARD und ZDF, sowie die Videoplattformen YouTube und Vimeo.

    Der in Zusammenarbeit mit US-Streaming-Pionier Roku entwickelte Sky Ticket TV Stick bietet Kunden einen unschlagbaren Mehrwert. Für nur 29,99 Euro sind beim Kauf bereits Monatstickets von Sky Ticket im gleichen Wert enthalten: wahlweise entweder drei Entertainment Monatstickets mit Zugang zu exklusiven Serien wie Sky Original Productions und internationalen Topserien von HBO, Showtime, Fox oder TNT, zwei Cinema Monatstickets für die neuesten Kinoblockbuster und mehr als 1.000 Filme auf Abruf, oder ein Supersport Monatsticket.

    Der kleine, handliche und leistungsfähige Sky Ticket TV Stick kann dank einfacher Installation und WLAN-Verbindung an jedem Fernseher, etwa auch in Hotelzimmern zum Einsatz kommen. Ideal also für Urlaub und Geschäftsreisen.

    Sky hat die Bedienoberfläche von Sky Ticket auf allen Plattformen und Geräten komplett neu gestaltet. Neue Funktionen ermöglichen ein deutlich verbessertes Nutzungserlebnis.

    Netflix und Amazon können es noch besser.

    Die neue Version macht zwar vieles besser, und mit dem Sky Ticket TV Stick lässt sich der Pay-TV-Sender kostengünstig auf den Fernseher bringen, aber mit Amazon und Netflix geht es meist noch besser, denn das das Premiumangebot von Sky ist in der Regel nicht mit 4K und erst recht nicht mit Mehrkanalton oder HDR zu haben.

    Vorteil des Sky Ticket TV Sticks ist die einfache Verbindung über eine HDMI Eingang, den auch ältere TV-Flachbildschirme besitzen. Eine zusätzliche USB-Verbindung, die viele ältere Geräte nicht integriert haben, ist nicht unbedingt erforderlich, denn zur benötigten Stromversorgung wird alternativ ein Netzadapter mitgeliefert.

    Allerdings gibt es ähnliche Angebote auch von Google mit dem Chromcast Stick in der zweiten Generation sowie von Amazon mit dem Fire TV Stick, den wir bereits im Mai 2017 vorgestellt hatten, der nunmehr aber mit der neuen Alexa-Sprachfernbedienung ausgeliefert wird.

    Beschränkung auf vier Geräte ist nicht zeitgemäß.

    Während der Google Chromecast Stick 39,- Euro kostet und der Amazon Fire TV Stick sogar EUR 59,99 Euro, verteilt Sky seinen Ticket TV Stick quasi kostenlos, denn die Benutzungsgebühr ist im ersten Monat bereits enthalten. Dafür wurden nicht alle bisherigen Nachteile mit der neuen Sky-Ticket-Version beseitigt. Die Bedienung ist weiterhin etwas zähflüssig und andere Streaming-Dienste - außer den Mediatheken des öffentlich-rechtlichen Fernsehens - werden nicht erlaubt.

    Die Konkurrenz von Amazon, Apple TV, und Google ist bei der Anschaffung zwar teurer, dafür aber auf Dauer kompatibler im Umgang mit verschiedenen Geräten und der Benutzung fremder Angebote.

    Bei neueren TV-Geräten sind jedoch die meisten Apps der genannten Anbieter bereits meist integriert, sodass sich Zusatz-Sticks erübrigen. Die Apps müssen ggf. nur noch kostenpflichtig freigeschaltet werden.

    Alle drei großen Anbieter wie Amazon, Netflix und Sky, setzen dabei auf ein Abomodell, bei dem Inhalte immer wieder ausgetauscht werden. Einige Filme und Serien verschwinden, andere kommen neu hinzu. Sky aber ist der einzige der drei Anbieter, der dazu in seinen Apps exakte Termine nennt. Kunden können also darauf achten, ob ein wichtiger Inhalt bald aus dem Sortiment entfernt wird, und eventuelle diesen vorher noch ansehen.

    Stick als Alternative zum analogen TV.

    Spätestens Ende November, wenn dann alle Kabelanbieter das analoge TV abgeschaltet haben und auch die Verbreitung des analogen terrestrischen Free-TVs endgültig überall beendet wurde, könnte ein Stick für ältere Geräte dennoch interessant sein.

    Dort wo das neue DVB-T2-Signal nur schwer zu empfangen ist, eine Settop-Box für Kabel oder Satellit nicht infrage kommt, ist ein Stick eine Alternative zum Empfang spezieller Sendungen in den Mediatheken oder zum abonnieren von TV-Serien.

    Mit dem Amazon Fire TV Stick lässt sich sogar Live-TV über Internet-Plattformen wie Zattoo.com betrachten. Mit dem Sky Ticket TV Stick ist dies nicht möglich.

    Auch Hörbücher, Hörspiele und Podcasts werden immer beliebter.

    Jedoch ist nicht jeder wirklich am herkömmlichen, linearen Fernsehen interessiert. Vor allem Jüngere nutzen die vielfältigen Medien sehr unterschiedlich. Laut Umfrage auf der Frankfurter Buchmesse (10. bis 14. Oktober 2018) sind Hörbücher, Hörspiele und Podcasts für 53 Prozent der Deutschen längst eine wichtige Alternative zu TV und Computer.

    Inzwischen kann man sogar von einem Audio-Boom in Deutschland sprechen - oder einer Wiedergeburt des Geschichtenerzählens im digitalen Zeitalter, weil unsere Lebens- und Arbeitswelt immer mobiler wird.

    Die Menschen möchten ihre Zeit sinnvoll nutzen. Dafür sind Hörbücher auf dem Smartphone natürlich hervorragend geeignet, um sich auch unterwegs unterhalten zu lassen, sich inspirieren zu lassen, sich weiterzubilden.

    Audio-Boom in Deutschland ist sozusagen 'Kino im Kopf' für jede Gelegenheit. Anspruchsvoll produzierte Hörspiele mit bekannten Sprechern, mit Atmosphäre und Musik sind natürlich alles Gründe, warum die Unter-30-Jährigen, am liebsten zur Entspannung vom Alltag inzwischen zu Hörbüchern oder Hörspielen greifen und diese sinnvoller als Soziale Medien finden.

    Quellen: Audible by Amazon | ots by dpa | Golem | Computerbild


    0 0

    Neues Onlineportal soll Kinder- und Jugendfilm stärken.

    Mit Unterstützung des Kuratoriums junger deutscher Film und des Fördervereins deutscher Kinderfilm hat das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum ein Kinder- und Jugendfilm-Portal im Internet gestartet.

    Das KINDER und JUGEND FILMPORTAL soll für Fachleute, Filmschaffende, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Filmverleihe und Kinos mehr als nur eine "Sammlung 'trockener' Information sein.

    Das Kinder- und Jugendfilm-Portal bietet neben lebendig geschriebenen Filmbesprechungen, Rubriken wie "Lieblingsfilme", "im Fokus" und "Quergedacht" sowie Hintergrundtexte und Berichte von Festivals. Außerdem will das Portal Einblicke vermitteln und einen Überblick verschaffen über die Kinder- und Jugendfilmszene sowie Debatten, die dort geführt werden, aufbereiten. Zudem will das Portal will Anstöße geben und die ganze Bandbreite und Qualität der Sparte würdigen, denn neben den populären Unterhaltungsfilmen gibt es auch für das junge Publikum eine reiche Filmkunst, die nur Insider bisher auf dem Radar haben.

    „Nach wie vor gilt, dass der Kinder- und Jugendfilm in der Kritik unterrepräsentiert ist und kompetenter behandelt werden könnte“, so Christian Exner, der die redaktionelle Arbeit des Portals im KJF steuert, dem Institut das zugleich für die Portale www.kinderfilmwelt.de und www.kinofilmwelt.de verantwortlich zeichnet, die sich direkt an das junge filminteressierte Publikum wenden.

    Das Kinderkino hat in den letzten Jahren an Quantität und Qualität gewonnen. Dennoch verdienen Kinder- und Jugendfilme mehr Aufmerksamkeit. Nicht nur, weil sie ein großes Publikum ansprechen, sondern auch, weil sie Kinder und Jugendliche über Jahre begleiten, indem sie an ihren Erlebniswelten anknüpfen und ihrer Lust auf Sinnen-Abenteuer folgen. Sie erzählen Geschichten vom Aufwachsen und sind zugleich als kulturelle Begegnung ein Stück erfüllter Kindheit.

    Auf dem Kinder- und Jugend-Filmportal soll diesen Filmen der gebührende Raum geboten werden. Dort wird fair, engagiert und mit Begeisterung über aktuelle Kinder- und Jugendfilme berichtet. Zudem werden aktuelle Trends und Tendenzen beobachtet und beschrieben. Das Portal bildet die Bandbreite des weltweiten Filmschaffens für Kinder und Jugendliche in all seiner Vielfalt vom populären Unterhaltungsfilm bis zum Arthouse-Film ab. Es will ein Forum für die Fachszene sein und vor allem wollen will es tiefgehende und fundierte Rezensionen bieten, die den Kinder- und Jugendfilm in Deutschland weiterbringen.

    Das Kinder- und Jugend-Filmportal bereitet Debatten auf, die in der Kinder- und Jugendfilmszene geführt werden. Es vermittelt Einblicke und verschafft zugleich Überblick. Es gibt engagierten Akteuren Wissen an die Hand, das sie kaum woanders finden und es fördert ihre Vernetzung. Die Lobby für den Kinderfilm soll damit weiter gestärkt werden und der Fachszene ein Forum gegeben werden. In diesem Sinn Kinder- und Jugendfilm zu begleiten, zu kommentieren und dauerhaft zu stärken, war über 35 Jahre die Aufgabe der Zeitschrift „Kinder- und Jugendfilm Korrespondenz“, in dessen Fußstapfen das neue Portal tritt.

    Links: www.kinder-jugend-filmportal.de | www.kjf.de


    0 0

    Erfreuliche Resonanz auf „FilmStoffEntwicklung“ 2018 in Berlin.

    Rund 400 Gäste der Filmbranche folgten am 3. November 2018 dem Ruf des Verbandes für Film- und Fernsehdramaturgie und trafen sich bereits zum achten Mal, um sich über die neuesten Entwicklungen zum Thema Stoffentwicklung und Storytelling für Bewegtbild-Formate auszutauschen.

    Was uns auffiel, war die Begeisterung für Serien vor allem bei vielen jüngeren Frauen, sowohl auf dem Podium, als auch im Publikum. Offensichtlich hat der überraschende Erfolg von "Babylon Berlin" in der ARD alle noch einmal angespornt, sich historischen Stoffen zu widmen und sie episch breit fürs Fernsehen auszuschlachten.

    Seitdem ARD und ZDF nicht nur lineares TV ausstrahlen, sondern ihre Mehrteiler sogar vorab in die Mediatheken einstellen, letztere gerade mit dem Kultfilm "Die purpurnen Flüsse" als vierteilige Thriller-Serie, sind auch weitere Kultfilme schon im Writers Room von den Drehbuchautoren*innen in Vorbereitung.

    Die Rede ist von "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" und dem autobiografischen Roman der Christiane F., der 1981 von Uli Edel fürs Kino verfilmt worden war. Ohne zu sehr vom original Stoff abzuweichen, sollen diesmal für Streaming und Fernsehen nicht nur die Hauptprotagonisten, sondern auch deren Eltern und Freunde sowie deren soziales Umfeld in 6-8 einstündigen Folgen stärker herausgearbeitet werden.

    Obwohl modern erzählt, werden auf unsere Nachfrage hin offensichtlich keine Parallelen zum heutigen Berliner Nachtleben mit den Drogenszene in den Clubs wie dem »Berghain« gezogen, sondern man will vielmehr das Feeling in der ehemaligen Diskothek »Sound« versuchen nachzustellen, wobei man sich dabei auf vage Erinnerungen sogenannter Altrocker stützen will. Ja man überlegt sogar - offenbar ganz im Stil von den Jedis in "Star Wars" - den Auftritt des verstorbenen David Bowie per Hologramm noch einmal aufleben zu lassen. Ob das gelingt, darf bezweifelt werden.

    Gut ist die Idee dennoch, in Erinnerungen zu schwelgen. Dem Kino nützen allerdings solche Neuauflagen, die nur fürs Heimkino gedacht sind, wenig.

    In ihrer Eröffnungsrede plädierte die Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Eva-Maria Fahmüller dafür, Projekte nach der Vermarktung genauer zu evaluieren:

    „Es wäre auch für die Projekte von Vorteil, die Perspektiven der Beteiligten entsprechend ihrer Kompetenzen mit ins Boot zu holen – unabhängig von eingefahrenen Machtverhältnissen.“ Auch die eigene Arbeit, zum Beispiel an Serien, sollte rückblickend reflektiert werden: „Vieles war toll an den neuen deutschen Serien! Was könnte man noch besser machen? Erzählen wir tatsächlich Figuren, die interessant genug sind, um über eine ganze Staffel zu tragen? Wo schleichen sich neue Stereotype ein?“, so Fahmüller.

    Auf der Tagung wurde zu couragierten und innovativen Erzählformen ermutigt, es wurden Perspektivwechsel zur Stärkung der weiblichen Figuren und Geschichten angeregt und dazu animiert, ein flexibles Normalitäts- und Realitätsverständnis weiterzuentwickeln.

    Links: www.filmstoffentwicklung.de | www.dramaturgenverband.org

    Quellen: BAF | Rische & Co. Pr.

    +++++++++++++

    Damit das Kino gegen die neue Macht der Streamingdienste und des Fernsehens mit ihren Mediatheken noch eine Chance in der Zukunft hat, begrüßt die Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen die soeben verabschiedete Neufassung der Richtlinie für Audiovisuelle Mediendienste (AVMD), die ihre letzte gesetzgeberische Hürde auf europäischer Ebene gerade genommen hat und nun innerhalb von 21 Monaten ab Inkrafttreten in nationales Recht umgesetzt werden muss.

    Wesentliche Neuerung ist, dass die Vorschriften für lineare und nicht-lineare audiovisuelle Mediendienste angeglichen wurden. Die Richtlinie findet künftig nicht nur (wie bislang) auf Rundfunkanstalten Anwendung, sondern auch auf VoD- und Video-Sharing-Plattformen sowie Videoplattformen mit Live-Streaming.

    Alexander Thies, Vorsitzender der Produzentenallianz erklärt dazu:

    "Dass Video-on-Demand-Anbieter nach der neuen EU-Richtlinie mindestens 30 Prozent europäische Filme in ihr Programm aufnehmen müssen, ist nicht nur ein wichtiges Signal, sondern auch eine dringend notwendige Maßnahme, um den deutschen und europäischen Film im internationalen Wettbewerb zu stärken und die kulturelle Vielfalt in Europa zu sichern. Auch die neue Regelung, dass zukünftig auch im Ausland ansässige Video-on-Demand-Anbieter zur Filmabgabe herangezogen werden können, wenn sie Inhalte auf dem deutschen Markt anbieten, sorgt für faire Wettbewerbsverhältnisse in Europa und trägt dazu bei, die Finanzierung der FFA abzusichern."

    Link: www.produzentenallianz.de

    +++++++++++++

    Auch wenn großen Streamingdienste Amazon und Netflix immer mehr ins Filmgeschehen eingreifen, so verschwindet wahre Filmkunst glücklicherweise noch nicht vollständig von der Leinwand.

    Das polnische Filmfest Camerimage widmet sich dieser Tage vom 10. - 17. November 2018 als weltweit einziges Filmfestival vornehmlich der Kameraarbeit. Neben Kameraleuten werden aber auch Regisseure und Filmeditoren für ihre Arbeit ausgezeichnet. Hauptpreis des Festivals ist der Goldene Frosch.

    Link: camerimage.pl

    +++++++++++++

    Im Anschluss an die Kamerakunst des polnischen Filmfestivals »Camerimage« haben sich Filmstudierende aus 19 Ländern den Slogan »Mission Film: Possible« zu Herzen genommen, um beim »Filmschoolfest Munich« vom 18. - 24 November 2018 dem Publikum zu zeigen, was für herausragende Studentenfilme in aller Welt möglich sind.

    Wer an sich und seine Mission glaubt, kann allen Unkenrufen zum Trotz interessante und begeisternde Filme machen. Dabei beschäftigen sich viele der Nachwuchsfilmer mit der heutigen prekären Arbeitssituation – und erzählen, natürlich, Coming-of-Age-Geschichten, dieses Mal mit besonderem Fokus auf das, was Jungs in ihrem Alltag erleben.

    „Filmemachen ist nicht leicht. Es erfordert Durchhaltevermögen, hohe Frustrationstoleranz, Fleiß und, bei allem Drang zur Selbstverwirklichung, geduldigen Teamgeist. All das und noch viel mehr müssen die jungen Filmstudent*innen aus aller Welt vorweisen, um überhaupt anfangen zu können. In den Filmhochschulen lernen sie über Jahre, ihre Talente auszubauen, um sich mit anderen ans Werk zu machen. Ihre erste Werke sehen wir hier auf dem Festival und erkennen erfreut: Ja, die Mission Film ist (trotz allem) möglich!“, so Festivalleiterin Diana Iljine.

    Insgesamt 56.500 Euro Preisgeld gibt es dieses Jahr beim »Filmschoolfest Munich« zu gewinnen, dank der langjährigen Preisstifter – VFF Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten mbH, ARRI Arnold & Richter Cine Technik, die Familie des Produzenten Luggi Waldleitner, Film & TV Kamera, zweiB GmbH, arte, Interfilm Akademie, Freundeskreis Filmfest München und Freundeskreis Wolfgang Längsfeld e.V..

    Link: filmschoolfest-munich.de

    +++++++++++++

    Zwischendurch stehen übrigens noch weitere bedeutende Filmfestspiele in Deutschland an, von denen wir in den nächsten Tagen ausführlicher berichten wollen.

    13. - 18. November 2018, das 35. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest (Kassel)

    15. - 25. November 2018, das 67. Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg (Mannheim, Heidelberg)

    16. - 25. November 2018, das 31. exground filmfest (Wiesbaden)