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News, Infos, Berichte aus der Film- und Fernsehbranche vom Berliner Arbeitskreis Film e.V.
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    Angesichts von weltweiten Kinoschließungen verschieben viele Filmverleiher ihre geplanten Premieren auf spätere Termine - Berlin untersagt ab sofort sogar sämtliche Veranstaltungen ab 50 Personen, dazu gehören auch Kinovorführungen.



    Die Corona-Epidemie hat weitreichende Folgen. Eigentlich handelt das Kinopublikum bereits relativ vernünftig. Man bleibt zu Hause oder sucht sich ein Kino aus, in dem es noch viele freie Plätze zu geben scheint. Die Kinobetreiber, die unter festen Fixkosten und fast leeren Filmtheatern bereits arg stöhnen, sind dabei meist zuvorkommend und bieten bei der Zuteilung einzelner freier Plätze ihre Hilfe an.

    In einigen Kinos gibt es sogar computerunterstützte Programme, die bei der Online-Auswahl jeweils einen Sitzplatz zum nächsten Kinonachbarn automatisch frei lassen, damit die Intimsphäre geschützt bleibt und sich niemand anstecken kann.

    Dennoch scheinen auch die Verleiher die Zeichen der Zeit erkannt zu haben und verschieben einige zeitnah geplante Kinostarts auf unbestimmte Zeit. Allen voran der Branchenführer Walt Disney der neben "Mulan", "New Mutants" und "Antlers" auch "Lucy in the Sky" und "Downhill" verschiebt. Darüber hinaus schließt Disney die Themenparks in Orlando, Anaheim und Paris.

    Auch Prokino verschiebt "Jean Seberg: Against All Enemies".

    Studiocanal gab am 13.3. 2020 bekannt, dass sie "Marie Curie - Elemente des Lebens" auf einen unbestimmten Termin verschieben.

    Ebenso Piffl Medien, die den Kinostart von Christian Petzolds Bärengewinner "Undine" vom 26. März auf den 11. Juni 2020 verschieben.

    Auch Port au Prince sagt die für 16. März 2020 geplante "Siberia"-Premiere ab.

    Constantin Film Verleih hat die für Sonntag geplante Premiere von "Berlin, Berlin - Der Kinofilm" abgesagt. Am offiziellen Kinostarttermin, den 19. März 2020 wird ebenfalls nicht mehr festgehalten. Ein neuer Starttermin steht noch nicht fest.

    Neue Visionen verschiebt "Über die Unendlichkeit" auf den 17.09.2020 und "Morgen gehört uns" auf Dezember. Die für nächste Woche geplante Pressevorführung fällt demzufolge aus.

    Dass der Start des 25. Bond, "Keine Zeit zu sterben", in den November verlegt wird, hatten wir bereits am 7. März 2020 verkündet.

    "Fast & Furious 9" wird sogar auf 2021 verschoben.

    In den USA wurde die Produktion zahlreicher Serien auf unbestimmte Zeit unterbrochen. Darunter befinden sich "Navy CIS", "Navy CIS: L.A.", "Chicago Fire", "Chicago P.D.", "Chicago Med""Grey's Anatomy", "Carnival Row", "The Morning Show", "Riverdale""The Good Fight" und "Grace und Frankie".

    Nach Italien hat auch Dänemark eine Schließung aller Kinos zunächst bis 27. März 2020 beschlossen.

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    Tribeca Film Festival plant neuen Termin.

    Das für den 15. bis 26. April 2020 geplante Tribeca Film Festival in New York ist ebenfalls verschoben worden und plant neuen Termin.

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    ALFILM Festival wird verlegt.

    In Berlin hatte man vor wenigen Tagen dagegen den Ernst der Lage noch nicht ganz erkannt, oder wusste nicht recht, damit umzugehen. Mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa sollte nämlich noch ganz regulär vom 01. bis 8. April 2020 das 11. Arabische Filmfestival Berlin - in den Kinos Arsenal, City Kino Wedding und Kino Wolf stattfinden. Übersehen wurde offensichtlich dabei, dass das Kino Arsenal gar nicht mehr zur Verfügung steht, denn es ist bereits wegen COVID-19 geschlossen.

    Inzwischen wurde endlich von der PR-Abteilung eine Entschuldigung hinterher geschickt, die eine Verlegung des Festival auf einen späteren Termin vorsieht.

    Link: alfilm.berlin
    Quelle: Christiane Dramé & Uta Rügner
    fabrikpublik / Kreatives PR- und Projektmanagement

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    11mm Fußballfilmfestival wird verschoben.

    Auch das Fußballfilmfestival wurde gestern abgesagt, um es auf die zweite Jahreshälfte 2020 zu verschieben. Noch am Freitag, den 13. März war davon noch keine Rede. Es sollte eigentlich vom 26. bis 30. März 2020 im Kino Babylon (Berlin-Mitte) stattfinden und 55 internationale Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme präsentieren.

    Link: 11-mm.de
    Quelle: Noise Film PR

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    Filmvorführungen mit mehr als 50 Zuschauern werden verboten.

    Das Achtung Berlin Filmfestival, offiziell bekannt als »achtung berlin - new berlin film award« hat bisher noch nicht offiziell auf die COVID-19-Epedemie reagiert. Es sollte aber auch erst nach Ostern ab dem 15. April 2020 für acht Tage beginnen. Alle Einschränkungen von öffentlichen Großveranstaltungen galten bisher nur bis zum 17. April 2020.

    Dies hat sich ab sofort geändert. Der Senat von Berlin erlies am gestrigen Samstag einen Erlass, der sämtliche Veranstaltungen ab 50 Teilnehmern untersagt.


    Dies gilt für Kneipen, Clubs, Spielhallen und -banken, Kinos, Theater, Konzerthäuser, Museen, Ausstellungen und ähnliche Einrichtungen und Vergnügungsstätten (darunter auch Bordelle und Sexclubs). Für Veranstaltungen mit unter 50 Teilnehmern muss eine Namens- und Adressliste erstellt werden.

    Diese Anordnung gilt auch für Filmvorführungen und gilt bis mindestens den 20. April 2020, ggf. auch länger für eine erfolgreiche Corona-Bekämpfung.


    Damit dürfte sich auch das Filmfestival zum ursprünglichen Termin erledigt haben, denn nur Restaurants und bestimmte Gaststätten dürfen in Berlin unter gegebenen Voraussetzungen geöffnet bleiben. Gesetzliche Grundlage ist das Infektionsschutzgesetz.

    Link: achtungberlin.de
    Quellen: rbb | Spiegel

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    27. Trickfilmfestival Stuttgart soll virtuell stattfinden.

    Wie von uns schon gemeldet, wurde das für den 5. bis zum 10. Mai 2020 geplante 27. Internationale Trickfilm-Festival Stuttgart (ITFS) aufgrund der Verbreitung des Corona-Virus abgesagt. Um den über 1.800 Filmen, die aus der ganzen Welt für die Wettbewerbe des ITFS eingereicht wurden, ein Podium zu geben, wird im Festivalzeitraum vom 5.-10. Mai 2020 eine digitale Version des ITFS geplant, sodass Wettbewerbsbeiträge als Stream bzw. als Video-on-Demand angeboten werden können.

    Somit kommt das ITFS-Publikum – lokal und weltweit – trotz Festivalabsage in den Genuss, die besten aktuellen Animationsfilme in den Bereichen Kurzfilm (Internationaler Kurzfilmwettbewerb), Langfilm (AniMovie), Studentenfilm (Young Animation) und Kinderfilm (Tricks for Kids) im Festivalzeitraum in virtueller Form zu sehen.

    Alle Wettbewerbsbeiträge des diesjährigen ITFS 2020 werden zusätzlich im nächsten Jahr beim 28. ITFS 2021 auf großer Leinwand im Kino gezeigt und juriert.

    Link: www.itfs.de/news

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    Sehsüchte wird auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.

    Aufgrund der aktuellen Gesundheitsbesorgnisse durch das Coronavirus hat auch das Internationale Studierendenfilmfestival der Filmuniversität in Potsdam-Babelsberg beschlossen, »Sehsüchte« auf unbestimmte Zeit auszusetzen. Weitere Informationen sollen im Laufe der folgenden Woche bekanntgegeben werden. Derzeit werden intern mögliche Alternativen und Wege diskutiert, mit der neuen Situation umzugehen.

    Die 49. Ausgabe des SISFF 2020 sollte unter dem Motto "Visionen" vom 22. -26. April 2020 stattfinden.

    Link: sehsuechte.de

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    UDK schließt Cafeterien, Vorlesungs- und Studienräume.

    Die Universität der Künste Berlin sieht es als ihre Pflicht an, die Gesundheit all ihrer Mitglieder zu schützen und einer weiteren Verbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. Dies bedeutet, dass alle Gebäude ab Mittwoch, 18. März 2020, für die Öffentlichkeit und Studierende bis auf weiteres geschlossen werden.

    Diese Schließung aller Gebäude für Studium, selbstständiges künstlerisches Arbeiten, Prüfungsvorbereitungen und Werkstatttätigkeiten leitet sich aus den Besonderheiten einer künstlerischen Ausbildung ab, welche – anders als in wissenschaftlichen Lehrformaten – materialgebunden, körperbezogen und oft in intensiver physischer Begegnung stattfindet, organisiert in Gruppenarbeit oder kollektiv in den Ateliers, Werkstätten und Proberäumen.

    Link: www.udk-berlin.de

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    HDF KINO e.V. befürchtet im Fall flächendeckender Kinoschließungen eine existenzielle Bedrohung für zahlreiche Lichtspielhäuser. Dieser Schritt hätte für die Kinowirtschaft katastrophale Folgen.

    "Bereits jetzt sehen wir uns angesichts abgesagter Neustarts mit weitreichenden Folgen für die deutschen Kinos und alle anhängigen Wirtschaftsunternehmen konfrontiert," sagt Christine Berg, Vorstand HDF KINO e.V.. "Sollten die Filmtheater flächendeckend schließen müssen, wird dies für die deutsche Kinowirtschaft jede Woche zu Verlusten in Höhe von 17 Millionen Euro führen. Wir werden akute Soforthilfe benötigen und sehr schnell auf die zahlreichen Mittel, die der Bund jetzt beginnt bereitzustellen, zurückgreifen müssen. Unsere Aufgabe wird es dann sein, unsere Mitglieder in der zügigen und unbürokratischen Beantragung dieser Mittel so effektiv wie möglich zu unterstützen. Nur so werden wir Insolvenzen und anhaltende Schäden von den deutschen Kinos abwenden können," führt Christine Berg weiter aus.


    Der HDF KINO e.V. ist die zentrale Interessensgemeinschaft der Kinobetreiber in Deutschland und vertritt deren Belange gegenüber Politik und Wirtschaft. Mit mehr als 600 Mitgliedsunternehmen, die etwa 80 Prozent der deutschen Leinwände bespielen, repräsentieren wir ein breites Spektrum an Betriebstypen - von kleinen Lichtspielhäusern auf dem Land über Filmkunsttheater und mittelständische Kinos bis hin zu Multiplexen. Das Ziel des HDF ist es, die Vielfalt und Qualität der deutschen Kinolandschaft zu stärken und Filmen eine optimale Auswertung auf der großen Leinwand zu ermöglichen.

    Link: www.hdf-kino.de
    Quelle: ots by dpa

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    Schulschließungen auch in Berlin angeordnet.

    Schlimmer als Universitäts- und Kinoschließungen sind für zahlreiche Eltern die beschlossenen Schulschließungen, denn auch Kitaplätze stehen nicht zur Verfügung. Wohin mit jüngeren Kindern, die noch nicht unbeaufsichtigt allein zu Hause bleiben können. Nicht zur Arbeit zu gehen ist meist keine gute Option, denn die zukünftigen wirtschaftlichen Aussichten sehen bei einer drohenden Rezension nicht gerade rosig aus.



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    Nach Italien und Spanien verhängt nun auch Frankreich eine Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie.



    Das Coronavirus hat auch die Filmbranche erreicht und bereitet darüber hinaus der ganzen Kulturbranche große Sorgen, schreibt Crew United, das Netzwerk der Filmschaffenden.

    Das SARS-CoV-2 ist die offizielle Bezeichnung des im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan, Provinz Hubei, neu identifizierten Coronavirus. Das Virus verursacht die Erkrankung namens COVID-19 und ist Auslöser der Coronavirus-Epidemie 2019/2020, die von der WHO als „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ eingestuft wurde.


    „Die Lage ist ernst“, sagte Ministerpräsident Markus Söder am gestrigen Montag in einer Pressekonferenz, die ausschließlich als Livestream stattfand. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus hat Bayern nun sogar den Katastrophenfall ausgerufen. Das öffentliche Leben wird drastisch eingeschränkt, besonders Gastronomie und Einzelhandel kommen bis auf eine Grundversorgung zum Erliegen.

    Ähnlich sieht es in Stuttgart und vor allem in unserer Hauptstadt Berlin aus, in der seit heute starke Einschränkungen des öffentlichen Lebens vorgesehen sind. Veranstaltungen und ein Treffen von mehr als 50 Personen war bereits in den letzten Tagen verboten worden. Noch schlimmer scheint es in Frankreich zuzugehen, wo ab sofort eine Ausgangssperre herrscht. Ob unter diesen Umständen die Internationalen Filmfestspiele von Cannes im Mai wirklich noch stattfinden können, ist äußert fraglich. Inzwischen wurde bekannt, dass die Corona-Angst auch in Hollywood umgeht. Tom Hanks und seine Frau haben sich bereits in Australien mit COVID-19-Virus angesteckt.

    Auch der Deutsche Filmpreis, dessen Nominierungen letzten Mittwoch, den 11. März 2020 bekanntgegeben worden waren, hat sich zum Ablauf seiner 70. Jubiläums-Verleihung am 24. April 2020 in Berlin noch nicht geäußert. Die pompöse Gala sollte eigentlich am gleichen Abend im Ersten ausgestrahlt werden, obwohl der für die Aufzeichnung verantwortliche rbb-Sender sämtliche Großveranstaltungen aus Berlin und Brandenburg inzwischen gecancelt hat.



    Darüber hinaus haben die Berliner Festspiele gestern die nächste Absage einer hochkarätigen Kulturveranstaltung bekannt gegeben: Im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus wird das vom 1. bis 17. Mai 2020 geplante 57. Berliner Theatertreffen nicht stattfinden. Betroffen ist auch das 41. Theatertreffen der Jugend (22. bis 30. Mai 2020).

    Ausgesucht hatte eine Jury die zehn "bemerkenswertesten Inszenierungen" aus dem deutschsprachigen Raum. Erstmals
    wurde eine Frauenquote berücksichtigt, sechs von zehn eingeladenen Inszenierungen stammten von Regisseurinnen.

    Zahlreiche bekannte Theaterschauspieler, wie z.B. Lars Eidinger, der zur festen Ensemble der Berliner Schaubühne gehört, tritt regelmäßig auch in deutschen und neuerdings auch internationalen Filmen auf. Auf der letzten 70.Berlinale konnte man ihn in zwei Wettbewerbsbeiträgen in führenden Rollen sehen.

    Geschlossene Theater und Kinos sind nicht nur ein herber kultureller Verlust, sondern können existenzbedrohend für die Künstler werden, wenn die Epidemie sich bundesweit zur Pandemie ausbreitet.

    Verwunderlich ist, dass es immer noch keine einheitlich, bundesweite Regelung zu Schließungen gibt. Das föderale deutsche System erlaubt auch in Krisenzeiten individuelle Maßnahmen.



    Wie von uns gestern schon geschrieben, haben wir anhand eines Beispiels der CinemaxX-Filmtheater überprüft, wie viele der Kinos des englischen Vue-Konzerns tatsächlich in Deutschland geschlossen sind.

    Im Herzen Berlins am Potsdamer Platz finden bis zum bis zum 19. April 2020 keine Vorführungen statt. In den beiden CinemaxX-Filmtheatern in Stuttgart gilt die behördlicher Anordnung der Schließung sogar bis zum 15. Juni 2020. Offensichtlich schätzt man in Süddeutschland die Lage noch schlimmer ein, als in der Hauptstadt.

    In Dresden dagegen wurden die Saalkapazitäten basierend auf den lokalen behördlichen Vorgaben nur reduziert. Die Kinos bleiben derzeit in der ostdeutschen Stadt weiterhin geöffnet. In Hannover und Magdeburg scheint es dagegen noch gar keine Einschränkungen zu geben, und neue Kinostarts sind sogar bereits avisiert.



    In Marl am Rande des nördlichen Ruhrgebietes wurde die Verleihung des Grimme-Preises bereits abgesagt. Somit entfällt auch die Zusammenfassung der Veranstaltung im TV, die für Freitag, den 27. März 2020, ab 22:40 Uhr vorgesehen war.



    3sat sendet statt der Zusammenfassung der Veranstaltung an diesem Abend ab 22.40 Uhr die beiden mit dem diesjährigen Grimme-Preis ausgezeichneten Dokumentarfilme "Dark Eden" und "Ab 18! - Die Tochter von ...".

    Die 3sat-Koproduktion "Dark Eden" hat einen Grimme-Preis in der Kategorie Information & Kultur erhalten. Für ihren Dokumentarfilm über das weltgrößte Fracking-Terrain in Nordamerika lebte und recherchierte Filmemacherin Jasmin Herold zwei Jahre lang in Fort McMurray, der am schnellsten wachsenden Stadt Nordamerikas, und sprach mit den Menschen über deren Leben dort und den Tribut, den sie dafür zahlen.

    Michael David Beamish, der bei den Dreharbeiten zum Co-Regisseur wurde und an den Folgen der Umweltkatastrophe erkrankte, erhält gemeinsam mit Jasmin Herold den Grimme-Preis für Buch und Regie. Andreas Köhler (Kamera) und Martin Kayser Landwehr (Schnitt) sollten ebenfalls live ausgezeichnet werden.


    Nach Ausstrahlung am Freitag, den 27. März 2020, um 22:40 Uhr steht der Film für weitere sieben Tage in der 3sat-Mediathek zur Verfügung.

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    Der Film "Die Tochter von ..." aus der 3sat-Dokumentarfilmreihe "Ab 18!" gewann in der Kategorie Kinder & Jugend. Ausgezeichnet werden Joakim Demmer, Verena Kurti und Chiara Minchio für Buch und Regie.

    Joakim Demmer und Verena Kuri erzählen von der jungen Argentinierin Micaela, deren Mutter entführt wurde, als sie drei Jahre alt war. Micaela wuchs bei ihrer Großmutter auf, die im Kampf um die vermissten Frauen in Argentinien zur nationalen Ikone und Mitbegründerin einer stetig wachsenden Frauenbewegung wurde. Nach Jahren, in denen sie unter Polizeischutz stand, beginnt Micaela nun ihr eigenes Leben zu leben.


    3sat zeigt "Ab 18! - Die Tochter von ..." am Freitag, 27. März 2020, um 0:00 Uhr. Der Film ist noch bis zum 5. November 2020 in der 3sat-Mediathek abrufbar unter: https://kurz.zdf.de/aPP/.

    Quelle: ots by dpa



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    Unter Vermittlung des Bundes haben mit Sachsen und Sachsen-Anhalt auch die letzten beiden Bundesländer ihre Kinos geschlossen.



    Nachdem die Länder unter Vermittlung des Bundes weitreichende, einheitliche Maßnahmen beschlossen haben, mit denen die Verbreitung des Coronavirus gestoppt werden soll, haben seit Mittwoch, den 18. März 2020 auch die Kinos in Brandenburg, Bremen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen Sachsen und Sachsen-Anhalt Verordnungen erlassen, wonach das öffentliche Leben weitgehend eingeschränkt wird. Damit sind nunmehr auch alle Kinos in Deutschland geschlossen.

    Bereits online gekaufte Karten können zumeist zurückgegeben werden oder behalten ihre Gültigkeit für einen späteren Zeitpunkt. Diese Regelung war nicht überall selbstverständlich. Das Fernabsatzgesetz und die darin enthaltene gesetzliche Regelung vom Kauf zurückzutreten, wurde von vielen Kinos nicht akzeptiert.

    Neben der grundsätzlichen Widerrufsfrist von 14 Tagen gibt es eine Reihe von Geschäften, für die zum Schutz der Anbieter kein Widerrufsrecht besteht.

    Zu diesen Ausnahmen gehört etwa der Kauf von Zeitungen, Zeitschriften und Illustrierten sowie der Kauf von Kinotickets. Diese wären nach Widerruf veraltet und deshalb nicht mehr verkäuflich.



    Ebenso gilt dies beim Kauf von Tickets für Veranstaltungen wie Konzerte, Festivals oder Sportevents und Kinovorführungen, die an einem festen Termin gebunden sind. Sie gelten als Freizeitbetätigungen nach § 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB und enthalten deshalb kein Widerrufsrecht.

    Die großen Gewinner der Corona-Krise werden wohl die Streamingdienste sein. Die meisten Geschäfte sind geschlossen, weswegen entsprechend viele Menschen nicht mehr täglich zur Arbeit fahren, sondern zu Hause darauf warten, dass die Krise ihr Ende findet.

    Aber nicht nur in Deutschland und anderen europäischen Ländern sind die Kinos geschlossen. Auch AMC, die größte Kinokette der USA, hat sich dazu entschlossen, ihre Kinos als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus' landesweit für mindestens sechs bis zwölf Wochen zu schließen. Der größte Konkurrent, Regal Entertainment, war dem bereits zuvor gekommen, wollte sich aber noch nicht auf einen längerfristigen Endtermin festlegen.

    Für die Zeit der Kinoschließung verweist AMC auf sein AMC-Theatres-On-Demand-Angebot, bei dem rund 3.500 Titel zum Kauf oder zur Miete online zur Verfügung stehen.

    In Deutschland hat die Kölner Rushlake Media mit einem besonderen Angebot auf die Kinoschließungen regiert. Schon bislang war der VoD-Dienst "Kino on Demand" eng mit den Kinos verknüpft. Denn von jedem Online-Film-Abruf floss ein Teil der Leihgebühr den mit dem Konzern kooperierenden Partnerkinos zu.

    Bis zum 31. März 2020 werden nunmehr fünf Euro für jeden Neukunden ohne Abzug direkt an die in Corona-Zeiten notleidenden Kinos weitergeleitet, so Philipp Hoffmann, Geschäftsführer von Rushlake Media. Mit der jetzt gestarteten Aktion helfe man, "den wirtschaftlichen Schaden ein wenig einzudämmen".

    Auch Grandfilm bietet seine Filme über Vimeo als Stream an - und hat angekündigt, die Einnahmen 50/50 mit den Kinos zu teilen, die die Grandfilm-Titel regelmäßig zum Start einsetzen.

    In China dagegen, wo der Corona-Ausbruch zuerst stattfand, scheint das Schlimmste überstanden zu sein, sodass zumindest in der autonomen Region Xinjiang zaghaft wieder erste Kinos geöffnet haben.

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    In Deutschland und in den meisten Nachbarländern verdoppelt sich gerade fast täglich die Anzahl der Infizierten und die Not macht die Veranstalter erfinderisch.

    Nach der Absage der für den 13. bis 18. Mai 2020 geplanten 66. Ausgabe der Kurzfilmtage Oberhausen, prüfen die Veranstalter nun, welche der geplanten Programme online durchgeführt werden können. Hauptaugenmerk liegt hierbei auf den fünf Wettbewerben.

    Festivalleiter Lars Henrik Gass: "Wir sind der Auffassung, dass die Vermittlung von Kultur auch in einer gesellschaftlichen Krise aufrechterhalten werden kann und muss, und dass wir gefordert sind, kreative Lösungen dafür zu finden. Wir prüfen gerade, welche unserer geplanten Programme online angeboten und welche auf das kommende Jahr verschoben werden können, aber auch, welche entfallen müssen. Es stellen sich technische, rechtliche und logistische Fragen. Es geht um einen ganzen Jahrgang aktueller Kurzfilme, der sonst verloren ginge."


    Link: www.kurzfilmtage.de

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    Der Livestream des Deutschen Hörfilmpreises musste dagegen wieder gecancelt werden, nachdem die für den 17. März 2020 geplante Gala bereits abgesagt worden war. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) kündigte daraufhin eine Veranstaltung ohne Publikum an, die im Internet per Livestream übertragen werden sollte.

    Weil die Übertragung per Livestream ein umfangreiches Team erfordert, musste die Verleihung jetzt ganz ausfallen, da Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen von den Behörden nicht erlaubt werden.

    Die Gewinner des 18. Deutschen Hörfilmpreises werden ihre jeweilige „ADele" in einem anderen Rahmen erhalten. Weitere Informationen folgen, sobald die Lage wieder eine gesicherte Planung zulässt.

    „Wir bedauern diese weitere Absage zutiefst“, sagte DBSV-Präsident Klaus Hahn. „Aber nun steht die Überwindung der Corona-Krise im Vordergrund und wir wünschen allen beste Gesundheit.“


    Link: www.deutscher-hoerfilmpreis.de
    Quelle: SteinbrennerMüller Kommunikation

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    50. Kinokongress in Baden Baden 2020 wird auf 2021 verlegt.

    Eines der zentralen Treffen der deutschen Kinobranche, das 50. Jubiläum des HDF-Kinokongresses, veranstaltet von Forum-Film in Baden Baden, muss leider in diesem Jahr ausfallen und wird auf 2021 verlegt, obwohl das Seminarprogramm für Kino 2020 bereits fest stand. Unter dem Motto: „Gemeinsam die Zukunft der Kinos gestalten“, sollte das Event vom 21. bis 24. April 2020 stattfinden.

    Links: kinokongress.de/startseite | www.hdf-kino.de

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    Informationen über eine Verschiebung des Deutschen Filmpreises, der am 24. April 2020 im Palais am Funkturm in Berlin von der Deutschen Filmakademie ausgerichtet werden sollte, liegen immer noch nicht vor. Immerhin sollte eigentlich Kulturstaatsministerin, Monika Grütters, den höchstdotierten deutschen Filmpreis, die LOLA, persönlich überreichen.

    Erstmals war geplant eine Lola in der Kategorie "Beste visuelle Effekte und Animation" zu vergeben, denn visuelle Effekte gehören inzwischen zum Standardrepertoire erfolgreicher Filmproduktionen und werden immer wichtiger.

    Während der Regierende Bürgermeister von Berlin angesichts der exponential steigenden Coronafälle langsam die Geduld verliert und wie in Frankreich über eine Ausgehsperre für die Berliner nachdenkt, weil sogar privat und illegal zu sogenannten Coronapartys eingeladen wird, regt sich bei der Deutschen Filmakademie noch gar nichts. Offensichtlich ist man sich über den Ernst der Situation noch nicht einig oder hofft auf ein Wunder, um eine Absage zu vermeiden.

    Das Robert Koch-Institut (RKI) informiert jedoch täglich über die aktuelle Lage der Corona-Fälle und rechnet in Deutschland sogar mit bis zu 10 Millionen Infizierten.

    Links: www.deutsche-filmakademie.de | www.deutscher-filmpreis.de

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    Trotz der vielen Absagen findet eine Übertragung dennoch statt. Mit Hilfe des deutsch-französischen Kultursenders ARTE, wird seit gestern Abend live aus der Berliner Clubkultur-Szene elektronische Musik gestreamt. Allerdings ohne Publikum, denn seit Freitag, den 13. März 2020 wurde das gesamte Berliner Nachtleben behördlich stillgelegt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu unterbinden.

    Somit sind nicht nur die Filmtheater in ihrer Existenz gefährdet, sondern auch die gesamte Berliner Clubkultur steht vor der größten Herausforderung ihrer Geschichte.

    Damit sind mehr als 9.000 Mitarbeiter*innen, sowie zehntausende Kunstschaffende schlagartig ohne Beschäftigung und die vielen, für Berlin identitätsstiftenden Orte stehen vor dem Ruin. Als Antwort darauf, dass in Berlin die Clubs geschlossen sind und auch der Rest der Welt in Quarantäne sitzt, unterstützen sich Berliner Clubs, Veranstalter*innen und Künstler*innen untereinander und starteten ab Mittwoch, den 18.03.2020 den größten virtuellen Club der Welt: #UnitedWeStream.

    Ab 19 Uhr wird es einen täglichen Live-Stream aus Berliner Clubs wie z.B. dem Watergate, Tresor, Kater Blau, Rummels Bucht, Griessmuehle, Sage Club, Salon zur Wilden Renate, Sisyphos, Anomalie, Zur Klappe uvm. geben. Nähere Infos gibt es auf der gemeinsamen Streamingplattform unitedwestream.berlin, um auf die Spendensammlung aufmerksam zu machen.

    Auch in den kommenden Wochen zeigen sich die Berliner Clubs solidarisch und werden in Zusammenarbeit mit ARTE concert täglich ihre virtuellen Türen öffnen und jeweils bis Mitternacht ein mehrstündiges Programm bieten.



    Initiiert wurde der Live-Stream von der Clubcommission Berlin– Verband der Berliner Club-, Party -und Kulturereignisveranstalter e.V. damit die Party wenigstens in Zeiten des Corona-Virus' online weitergehen kann!

    Links: www.clubcommission.de | www.unitedwestream.berlin



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    Im Kampf gegen die Corona-Krise gibt es weitere Absagen und Verschiebungen sowie Soforthilfe für Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige.



    In Deutschland steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle jetzt schneller an als in Italien. Den steilsten Anstieg gab es in Berlin mit 60 Prozent bei Menschen über 60 Jahre. Eine Ausgangssperre soll es in Berlin zwar vorerst nicht geben, dafür sind aber Einlasskontrollen bei großen Lebensmitteldiscountern geplant, die bei Überfüllung die Hamsterkäufe abriegeln sollen.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel will dennoch mit den Ministerpräsidenten der Ländern noch am kommenden Sonntag über Ausgangssperren in der Corona-Krise beraten.

    Der Berliner Senat hat am Donnerstag bekannt gegeben, 600 Millionen Euro Soforthilfe für Kleinunternehmen und Solo-Selbständige bereitzustellen, wahrend die USA sogar ein Gesetz zur Kriegswirtschaft reaktivieren wollen, um beispielsweise bestimmte Firmen zur Produktion von Schutzmasken umfunktionieren zu können.

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    Das Erich-Pommer-Institut in Potsdam-Babelsberg wird ein Teil seiner geplanten Seminare, die aufgrund der Corona-Epidemie leider nicht persönlich auf engem Raum stattfinden können, im April als Webinar anbieten.

    Durch Livestreams der Referierenden können Sie aus dem Home Office die Weiterbildungen verfolgen und durch die Chat-Funktion Fragen an die Referent*innen stellen.

    Folgende Webinare können jetzt gebucht werden:

    • 02.04. | Mitarbeiterdatenschutz: Überwachung vs. Datenschutz
    • 21.04. | Urheberrechtliche Vertragsanpassungsansprüche in der Praxis
    • 28.04. | Writers' Room: Strukturelle und rechtliche Aspekte

    Das EPI verfolgt die aktuellen Entwicklungen und wird rechtzeitig entscheiden, ob auch die für Mai und Juni 2020 geplanten Seminare durch Webinare ersetzt werden müssen.

    Link: www.epi.media/home/

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    Um die Gesundheit der Studierenden soweit es geht gewährleisten zu können, finden Teamtreffen an der Filmuniversität Babelsberg nur noch auf digitalem Weg statt. Auch das Filmfestival "SEHSÜCHTE" wird nicht vom 22. bis 26. April 2020 stattfinden, sondern auf den 23. - 27. September 2020 verlegt.

    Links: www.filmuniversitaet.de | sehsuechte.de

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    Universal Pictures wird wegen der in den USA geschlossenen Kinos anstehende Filmstarts zeitgleich mit dem eigentlichen Kinostarts zum Streaming anbieten, wie der US-amerikanische Dachkonzern NBC Universal mittteilte.

    Der erste Film, der via sogenanntem »Day-and-Date-Release« on-Demand verfügbar sein wird, ist der Animationsfilm "Trolls World Tour". Der Kino- und Streaming-Start erfolgt am 10. April in den USA und am 23. April 2020 in Deutschland.

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    Sony Pictures bekennt sich zwar offiziell weiterhin zum Kinozeitfenster - wird aber dennoch Universal folgen und ab dem 24. März 2020 den Actionfilm "Bloodshot" mit Vin Diesel für 19,99 Dollar nur digital auswerten.

    In Europa überlegt dagegen die Schweiz über ein Verbot von Video-Streaming nach. Jedoch nicht um geschlossene Kinos zu schützen, sondern um die Netzinfrastruktur nicht zu überlasten.

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    Kontraproduktiv und nahezu populistisch ist dagegen die Entscheidung von 3sat und ZDF, nach der Absage der diesjährigen Oberhausener Kurzfilmtage, auch die dazu begleitende Kurzfilmreihe im 3sat TV-Sender zu canceln.

    Mittlerweile haben deshalb 13 deutsche Filmverbände wie die AG DOK, die AG Kurzfilm und der Verband der deutschen Filmkritik in einem Offenen Brief an ZDF-Intendant Thomas Bellut gegen die Streichung des Kurzfilmsendeplatzes bei 3sat protestiert.

    Unterstützung erhalten die Verbände in ihrer Forderung u.a. von Dutzenden Filmemachern, die sich in eigenen Statements äußern. So erklärt beispielsweise Edgar Reitz:

    "Ich finde es einen Skandal, wie sich die öffentlich-rechtlichen Sender ihrer kulturellen Verantwortung entziehen. Im Falle des Kurzfilms ist es darüber hinaus ein Zeichen von Ignoranz und Phantasielosigkeit." Christoph Hochhäusler erklärt: "Innovation ist auch und gerade im deutschen Film ohne den Kurzfilm nicht denkbar. Im Netz explodiert die Kreativität kurzer Formen, allein es fehlt oft an der richtigen Rahmung, den besten Arbeiten zu Sichtbarkeit zu verhelfen und ihren Macher*innen die Weiterarbeit zu ermöglichen. Es stünde dem öffentlich-rechtlichem Rundfunk gut zu Gesicht, hier tätig zu werden."


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    Der EFA Young Audience Award streicht seine für den 26. April 2020 in 40 Ländern geplanten Filmvorführungen und geht online. Mehr dazu auf der brandneuen YOUNG AUDIENCE AWARD website!

    European Film Academy e.V.
    Kurfürstendamm 225 / 10719 Berlin

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    Die Filmland MV hat die ursprünglich für die vom 5. bis 10. Mai 2020 terminierte 30. Jubiläumsausgabe des Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern abgesagt.

    Volker Kufahl, Geschäftsführer der veranstaltenden Filmland MV und Künstlerischer Leiter des Festivals: „Die gesundheitlichen Risiken für unsere Gäste und Mitarbeiteri*nnen sind auch im Mai zu hoch. Außerdem ist eine sinnvolle Vorbereitung des Festivals nicht mehr möglich“.

    Wie und wann es weitergeht, wird rechtzeitig bekannt gegeben.

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    Beim Cannes Filmfestival bleibt man derzeit noch optimistisch. Gleichwohl ist es bei der derzeit geltenden Ausgangssperre in Frankreich und dem EU-Einreiseverbot nicht unbedingt realistisch, zu hoffen, dass das Cannes Film Festival und der Marche du Film wie geplant vom 12. bis 23. Mai 2020 stattfinden kann. Deshalb wird nun ein virtueller Filmmarkt geplant, der parallel stattfinden kann.

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    Der Rise & Shine Weltvertrieb hatte auf dem letzten DOK Leipzig Festival die jordanische Dokumentation "Waterproof"über Frauen präsentiert, die sich als selbständiger Handwerksbetrieb in einem arabischen Land betätigten, und dafür viel Aufmerksamkeit erhalten.

    Hier der Trailer:



    Da der Film derzeit in keinem Kino gezeigt werden kann, wird die Doku für einen befristeten Zeitraum auf Vimeo für 9,99 EUR (Mietpreis für 72 Stunden) zur Verfügung gestellt und der Gewinn zu 50/50 mit kooperierenden Independent-Kinos geteilt.

    Link: vimeo.com/ondemand/waterproof



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    Absage von Dreharbeiten auf Privatgelände ist von keiner offiziellen Stelle juristisch gesichert und geschieht auf eigene Haftung der Produzenten.



    Bei Dreharbeiten arbeiten Teams von 70-100 Leuten auf engstem Raum zusammen, Schauspieler umarmen sich, küssen sich, Requisiten gehen durch Hände, Maskenbildner, Garderobieren, Tonassistenten im Vollkontakt mit den Schauspielern. Drehen zwingt dazu, sich zu berühren. Drehen zwingt dazu, sich zu verbinden. Drehorte sind ein idealer Hub und ein Fest für jeden Virus. Und nach getaner Arbeit gehen alle nach Hause und treffen auf ihre Liebsten oder Freunde.

    Mit dieser drastischen Schilderung appelliert der Münchner Filmregisseur und Filmeditor Markus Goller an die Behörden, sofort alle Dreharbeiten zu stoppen.

    Einerseits sollen alle möglichst zu Hause bleiben, sich nicht mit anderen treffen. Es soll jegliche Ansammlung von Menschen vermieden und verhindert werden. Andererseits stellt sich die Frage, warum wird noch weiter gedreht?

    Wenn nicht von den Behörden sofort der Riegel vorgeschoben wird, befinden sich alle Produzent*Innen, die gerade drehen, in einem absoluten moralischen und existentiellen Desaster, denn dies hat existentielle wirtschaftliche Konsequenzen, die alleine bei den Produktionen haften bleiben, weil kein Rettungsschirm jemals für genehmigte Arbeit, sprich Drehs aufgehen wird. Dazu bräuchte es ein offizielles Drehverbot, das es nur in einigen Bundesländern gibt, das aber nicht auf privatem Gelände von Studios zutrifft, so Markus Goller.

    Eine unfassbare Situation.

    Sogar wenn es zu Ausgangssperren kommen sollte, sind Filmschaffende Arbeitnehmer, die zu ihrer Arbeit pendeln müssen, ob sie wollen oder nicht. Jedenfalls solange die Drehs vom Staat und den Behörden genehmigt sind.

    Auch X Filme Creative Pool aus Berlin ist bestürzt, unter diesen Umständen weiterzudrehen. In einer Stellungnahme haben sich am gestrigen Freitag die Produzentinnen, Produzenten, Producerinnen und Producer der Film- und Fernsehproduktionsfirma zur Corona-Krise geäußert.

    Die Grundhaltung aller Produktionen bei X Filme Creative Pool GmbH ist, das persönliche Risiko für Kollegen und Mitarbeiter auszuschließen und alles dafür zu tun, um die Verbreitung dieser bedrohlichen Krankheit einzudämmen. Man teilt die Sorgen um die Filmschaffenden an den Sets und um das Allgemeinwohl, doch leider ist diese persönliche Haltung aktuell nicht vereinbar mit der Situation in der freien Filmwirtschaft.

    In Berlin werden Dreharbeiten auf Privatgelände und auf öffentlichen Plätzen aktuell größtenteils weitergeführt. Ebenso werden Dreharbeiten in Studios in Bayern und Köln teilweise noch weitergeführt, oder nur auf Risiko der Produzenten abgebrochen, da es an klaren behördlichen Aussagen fehlt und die aktuell beschlossenen Hilfsmaßnahmen von staatlicher Seite größtenteils in der Filmwirtschaft nicht oder nur schwer anwendbar sind.

    "Wir sind darüber bestürzt und finden es selbst unverantwortlich, unter diesen Umständen an den Drehorten weiterzudrehen. Wir suchen seit Tagen verzweifelt nach Lösungen und kämpfen darum, unsere Dreharbeiten für die Dauer der größten Bedrohung und Unsicherheit durch den Corona- Virus einstellen zu können, doch so lange uns von keiner offiziellen Stelle juristisch gesichert jegliche Dreharbeiten untersagt werden, sind wir als deutsche Filmproduzenten nicht in der Lage, einen Drehabbruch auf eigene Initiative und Haftung durchzuziehen, ohne Schäden in Millionenhöhe und damit das Überleben der Firma zu gefährden. Dieses finanzielle Risiko können wir auch gegenüber den vielen Arbeitskräften, Freiberuflern und Festangestellten, die von unseren Produktionen abhängig sind, nicht verantworten. Gleichzeitig wollen weder die Behörden noch andere Stellen die Verantwortung übernehmen, um beispielsweise durch einen behördlichen Drehstopp den Zugang zu staatlichen Hilfen garantiert zu ermöglichen", so die Berliner Produktionsfirma.


    Es gibt keine einheitlichen Regelungen.

    Ein generelles Drehverbot bundesweit muss ausgesprochen werden, doch die zuständigen Institutionen pendeln zwischen Hilflosigkeit und Ignoranz. Dabei müssen wir vielleicht davon ausgehen, dass wir gesellschaftlich ein Jahr im Ausnahmezustand verbringen müssen, schreibt auch Crew United.

    Die Film Commisssion Region Neckar-Alb appelliert auf Ihrer Website an die Vernunft, während der Senat der Hansestadt Hamburg, die derzeit in Deutschland den höchsten Corona-Infiziertheitsstand pro Einwohner hat, in einem Statement antwortet, dass sich bei Drehaufnahmen wesentlich weniger Menschen an einem Ort befinden als zum Beispiel bei einer Kinovorführung, wo oft Hunderte nebeneinander in einem Saal sitzen.

    Deshalb hat die Hansestadt Hamburg beschlossen, Veranstaltungen mit Publikum wie Kino, Theater oder Konzerte zu untersagen, das Proben und Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler in ihren Räumen aber weiter zu gestatten.


    Kurz gesagt: 50 Filmschaffende im Studio sind legal bei der Arbeit, 15 Filmschaffende auf der Straße sind eine Veranstaltung. Das erste darf sein, das zweite nicht, obwohl beide dasselbe tun. Juristen können dieses Paradoxon erklären, alle anderen dürfen da ruhig schon mal verwirrt sein.

    Links: www.crew-united.com | www.x-filme.de
    Quellen: Blickpunkt:Film | Crew United



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    32. FILMFEST DRESDEN wird September verschoben und das DOK.fest München 2020 findet nur als Online-Festival statt.



    Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage in Bezug auf das neuartige Coronavirus hat das Dresdener Festivalteam in Abstimmung mit den Hauptförderern beschlossen, das 32. Filmfest Dresden auf den 8. bis 13. September 2020 zu verschieben.

    Aber auch in Berlin wird die Lage immer schlimmer und die Anzahl der Infizierten steigt exponential. Baumärkte, die am Samstag noch nicht geschlossen hatten - wenngleich sie die Kauflustigen nur in Etappen und strikt nach Anweisung hineinließen - dürfen ab Montag auch in unserer Region nicht mehr öffnen.

    Immerhin konnten wir ausgerechnet dort am frühen Nachmittag noch frisches Brot und Kuchen erstehen, während bei einem großen Lebensmitteldiscounter zwar sämtliche Kassen besetzt waren, doch die Kundschaft fehlte, denn in den Regalen herrschte teilweise gähnende Leere. So waren beispielsweise sämtliche Vitamin-, Apfel- und Orangensäfte ausverkauft.

    In Dresden bedauert die sächsische Kulturministerin Barbara Klepsch zumindest die Verschiebung des 32. Filmfest Dresden: „Als Schirmherrin dieses besonderen Formats bin ich sehr betrübt, dass das Festival nicht vom 21.-26. April 2020 stattfinden kann. Ich danke allen, die an der Organisation des Festivals beteiligt sind und hoffe, dass wir im Spätsommer in den Genuss der Veranstaltung kommen können.“

    Auch Festivalleiterin Sylke Gottlebe erklärte: „Wir bedauern sehr, dass angesichts der dramatischen Entwicklungen diese Entscheidung auch aus Verantwortungsgefühl unseren Gästen und Mitarbeiter*innen gegenüber unumgänglich ist. Uns liegt sehr am Herzen, den Filmschaffenden und ihren Werken eine öffentliche Plattform und dem Publikum die gewohnte Festivalatmosphäre zu bieten, und wir hoffen, diesen Ansprüchen mit einer Verschiebung in den September gerecht zu werden.“


    Ob das Festivalprogramm im September wie geplant oder aufgrund von Terminverschiebungen eventuell mit Einschränkungen stattfindet, wird derzeit von den Festivalorganisator*innen eingehend geprüft. Informationen zu etwaigen Auswirkungen der Verschiebung auf z.B. Einreichungen, Akkreditierungen und Reiseplänen hat das Festivalteam hier zusammengestellt.

    Als Reaktion auf die weltweiten Absagen von namhaften Filmfestivals ist seit Montag, den 16. März 2020, ein neues Online-Kurzfilmfestival mit dem Titel "MY DARLING QUARANTINE" an den Start gegangen, das auf der Plattform Talking Shorts (https://talkingshorts.com/) veranstaltet wird.

    Initiiert von Enrico Vannucci, dem Kurzfilmberater der Internationalen Filmfestspiele von Venedig und umgesetzt von u.a. Mitarbeiter*innen des Filmfest Dresden, wurde das Festival innerhalb kürzester Zeit von Expert*innen aus aller Welt unterstützt, darunter Programmer*innen aus Cannes, Locarno, der Berlinale, dem Filmfest Dresden, dem Kurzfilm Festival Hamburg sowie Vienna Shorts aus Wien.

    In jeder Woche kann das Publikum auf der Plattform Talking Shorts aus einer hochkarätigen Auswahl vorwiegend dystopischer Filme für seinen Lieblings-Kurzfilm der Woche abstimmen und über die vom MDQSFF eingerichtete GoFundMe-Seite spenden.

    Hier ein Filmbeispiel by Ellen Sampson:

    Ein Film über eine fast menschenleere, nahezu ausgestorben wirkende Landschaft, in der die aufgenommenen Brücken kaum noch eine Daseinsberechtigung zu haben scheinen.




    50% der von den Festivalbesucher*innen gespendeten Gelder gehen an die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, die weltweit tätig ist. Die anderen 50% werden Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden gespendet, die durch COVID-19 in ihrer Existenz bedroht sind.

    Link: www.filmfest-dresden.de
    Quelle: Noise Film PR

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    Auch die 35. Ausgabe des DOK.fest München, terminiert vom 6. bis 17. Mai 2020, wird aufgrund der Corona-Krise nicht in gewohnter Form stattfinden. Eine terminliche Verschiebung des Festivals ist nicht möglich. Die Organisatoren haben daher beschlossen, das Festival online stattfinden zu lassen – als DOK.fest München@Home 2020.

    Festivalleiter Daniel Sponsel: "Ein Festival lebt vom interkulturellen Austausch, von persönlichen Begegnungen vor Ort. Dieser Aspekt fällt für die Edition 2020 unersetzlich weg. Aber wir wollen mit dem Onlinefestival ein Zeichen setzen, dass die Kultur ein wichtiger Aspekt unseres gesellschaftlichen Austauschs und Zusammenhalts ist und unbedingt weiter stattfinden muss, wenn aktuell auch in anderer Form. Wir haben jetzt schon zahlreiche Zusagen von den Rechteinhaber*innen der Filme, die regulär auf dem Festival laufen sollten. Sie werden auch bei DOK.fest München@Home 2020 dabei sein.

    Vor allem danken wir unseren beiden wichtigen Förderern, dem Bayerischen Digitalministerium und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München, dass sie uns bei diesem neuen Weg solidarisch zur Seite stehen."


    Die Digitalisierung ermöglicht es, das Festival in 2020 virtuell durchzuführen. Die besonderen Umstände in diesem Jahr können dazu genutzt werden, Erfahrungen damit zu sammeln. In den kommenden Jahren kann das DOK.fest München mit digitalen Zusatzangeboten noch attraktiver und moderner gestaltet werden, um somit neue Zuschauergruppen zu erschließen.

    Andererseits sinkt dadurch aber auch die Hemmschwelle, Filmfestivals vielleicht in ferner Zukunft nur noch virtuell durchzuführen, was das Ende des regulären Kinobetriebes zugunsten einer reinen Online-Auswertung beschleunigen würde, so die Meinung des BAF e.V. und seine Befürchtungen zu dystopischen Visionen.

    Allerdings drosseln Online-Anbieter wie Netflix in der Corona-Krise schon jetzt vorübergehend ihre Videoqualität in Europa, sodass echte 2K- oder sogar 4K-Qualität nicht mehr übertragen wird. Weitere Drosselungen werden erwartet, wenn das Internet weltweit durch Home-Office und zusätzliche Dienste überlastet werden würde. Dann nützt auch der schönste HD- oder Ultra-HD-Fernseher zu Hause nichts mehr und alle wollen schnell wieder zurück in die Kinos, wo die Bilder nicht nur das Laufen lernten, sondern gute Qualität auf großer Leinwand bieten.

    Link: www.dokfest-muenchen.de



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    Unterstützungsangebote von Bund und Ländern für Fördernehmer*innen und Branche sowie ein Überblick über aktuelle Medien-Trends.



    Das Medienboard Berlin-Brandenburg hat auf seiner Webseite jetzt Hilfsangebote für Fördernehmer*innen und Branche im Zuge der Corona-Krise zusammengetragen. Darüber hinaus gibt die aktuelle Webseite des Medienboards einen Überblick über aktuelle Hilfsmaßnahmen von Bund und Ländern, die wir bei uns im gesamten Umfang nicht wiedergeben können.

    Link: www.medienboard.de/foerderung-film/corona


    Die Mehrzahl der Unterstützungsangebote sind allerdings Kredite und keine Zuschüsse, sodass die meisten Beschäftigten in der Kreativwirtschaft wohl leer ausgehen werden, da sie kaum in der Lage sind Kredite zurückzuzahlen.

    Den Länderförderungen in Deutschland ist klar, dass die Corona-Krise die gesamte Film- und Medienbranche vor existentielle Herausforderungen stellt. Es liegt im höchsten Interesse aller Förderer, die gesamte Branche mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln in dieser Krise bestmöglich zu unterstützen.

    Man steht im engen Austausch mit der Bundes- und allen Länderförderern, den Ländern Berlin und Brandenburg und den Aufsichtsgremien, um zeitnah und so unbürokratisch wie möglich, Hilfsmaßnahmen auf den Weg zu bringen.

    Geschlossenen kleinen Filmkunsttheater, die bereits schon zuvor immer am Existenzminimum vorbeischrammten, dürfte das nur ein geringer Trost sein, da die fälligen Mieten seitens der Vermieter wohl kaum gestundet werden.

    Die Online Plattformen machen dagegen zurzeit das Geschäft ihres Lebens. Die Beratungs- und Forschungsgruppe Goldmedia veröffentlicht regelmäßig Analysen zum Streamingmarkt. Ihre aktuelle Studie bestätigt das weitere Wachstum: Bis 2024 werden die Streamingumsätze in Deutschland auf 6,5 Mrd. Euro steigen zu Lasten der Kinobetreiber.

    Der Report auf www.Goldmedia.com enthält Analysen und Prognosen für die Bereiche Pay-VoD (kostenpflichtiges Video-on-Demand), AVoD (werbefinanziertes VoD) und TV-Livestreaming über OTT- (Over-the-Top-) Services.

    Pay-VoD und AVoD wachsen 2020 um mehr als 20 Prozent.

    Für das Jahr 2020 prognostiziert Goldmedia im deutschen Pay-VoD-Markt einen Gesamtumsatz von rund 2,9 Mrd. Euro und damit ein Wachstum gegenüber 2019 um 18 Prozent. Die abonnementfinanzierten Streamingdienste (SVoD) werden demnach gegenüber 2019 bis zu 355 Mio. Euro mehr einnehmen. Für den Online-Kauf von Videos (EST, Electronic Sell Through) ist eine Steigerung um rund 61 Mio. Euro zu erwarten. Das Geschäft mit Online-Leihvideos (TVoD) hingegen wird sich vergleichsweise weniger stark entwickeln und 2020 nur um rund 26 Mio. Euro wachsen.

    Auch der werbefinanzierte VoD-Markt legt kräftig zu: Goldmedia rechnet für das Jahr 2020 mit einem Wachstum von 20 Prozent und einem Gesamtumsatz von rund 1,5 Mrd. Euro. Das sind 242 Mio. Euro mehr als 2019 und bereits rund ein Drittel der aktuellen TV-Werbeumsätze.*

    *Prognose TV-Werbeumsätze (Netto) 2019 lt. VAUNET: rd. 4,5 Mrd. Euro

    Internationale Anbieter dominieren den deutschen Streamingmarkt.

    Amazon und Netflix waren 2019 wie bereits in den Vorjahren die Platzhirsche im deutschen Pay-VoD-Markt: Bei den VoD-Abos erzielten die US-Anbieter einen Marktanteil von 35 Prozent (Prime Video von Amazon) bzw. 25 Prozent (Netflix). Im Markt für Online-Käufe und -Leihvideos erreichte Amazon mit Prime Video sogar einen Anteil von 66 Prozent, mit großem Abstand gefolgt von Google Play mit einem Marktanteil von nur 13 Prozent.

    Im deutschen AVoD-Markt vereinen die US-Angebote YouTube und Facebook zwei Drittel des Werbemarktes auf sich: YouTube erreichte 2019 einen Umsatz-Marktanteil von 41 Prozent und Facebook von 25 Prozent. Die Vermarktungstöchter der beiden großen privaten TV-Gruppen ProSiebenSat.1 Media SE und Mediengruppe RTL Deutschland erzielten zusammen einen Anteil von 26 Prozent.

    TV-Livestreaming über OTT-Services wird immer beliebter

    Ein weiterer Trend im Streamingmarkt ist die wachsende Nutzung von Live-TV auf Over-the-Top-Plattformen. Schon 13 Mio. Personen (14+) nutzten 2019 in Deutschland entsprechende Angebote von TV-Sendern, Telekommunikationsunternehmen oder speziellen OTT-Anbietern wie Zattoo oder Waipu (Digitalisierungsbericht Video 2019). Mit MagentaTV und Joyn gibt es seit 2019 neue ambitionierte OTT-Only-Angebote. Diese sind für die Nutzer vor allem deshalb attraktiv, weil sie keine dauerhafte Vertragsbeziehung eingehen müssen.

    Link: www.goldmedia.com/studien

    Goldmedia
    Goldmedia ist eine Beratungs- und Forschungsgruppe mit dem Fokus auf Medien, Entertainment und Telekommunikation. Die Unternehmensgruppe unterstützt seit 1998 nationale und internationale Kunden bei allen Fragen der digitalen Transformation. Das Leistungsspektrum umfasst dabei die Bereiche Consulting, Research sowie Politikberatung. Standorte sind Berlin, Düsseldorf und München.

    Link: www.Goldmedia.com



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    Die italienische Schauspielerin Lucia Bosè verstarb in ihrer Wahlheimat Spanien am Corona-Virus.



    Seit 14 Jahren existiert nun unser BAF-Filmtagebuch und seit 11 Jahren erinnern wir normalerweise am Totensonntag im November, einem beweglichen Feiertag der evangelischen Kirchen, der am letzten Sonntag vor Advent zelebriert wird, an jene Personen aus der Schauspiel-, Film-, Fernseh- und Medienbranche, die von uns gegangen sind.

    Anlässlich der Corona-Krise wollen wir jedoch eine Ausnahme statuieren und bereits heute einen Nachruf auf die erste Schauspielerin, die offiziell an den Folgen von COVID-19 verstarb, vorab veröffentlichen.

    Lucia Bosè
    Die italienische Schauspielerin Lucia Bosè, eine der ersten Diven des italienischen Nachkriegskinos, verstarb in Zeiten der Corona-Krise am gestrigen Montag, den 23. März 2020, im Alter von 89 Jahren an den Folgen von COVID-19 in ihrer Wahlheimat Spanien wie ihr Sohn Miguel, ein in Spanien und Italien bekannter Popstar, auf Twitter mitteilte.

    Bosè, deren richtiger Name Lucia Borloni war, wurde am 28. Januar 1931 in Mailand als Tochter einer Arbeiterfamilie geboren. Mit 12 Jahren fing sie bereits selbst an zu arbeiten, in dem sie Botengänge für eine Anwaltskanzlei erledigte. 1947 nahm sie an der ersten Wahl zur Miss Italien teil, bei der sie gegen Konkurrentinnen wie Gianna Maria Canale, Eleonora Rossi Drago und sogar Gina Lollobrigida den Titel erringen konnte.

    Ins Filmgeschäft kam sie, nachdem der Regisseur Luchino Visconti sie in einer Konditorei in Mailand entdeckt hatte und sich mit ihr anfreundete. Bald darauf spielte sie in Filmen großer italienischer Regisseure wie z.B. in Michelangelo Antonionis "Chronik einer Liebe" von 1950, "Die Dame ohne Kamelien" (1953) und in Federico Fellinis "Satyricon" von 1969.

    Später zog sie nach Spanien, nachdem sie den spanischen Stierkämpfer Luis Miguel Dominguín geheiratet hatte, von dem sie sich jedoch 1967 wieder scheiden ließ. Ihre Wahlheimat blieb aber Spanien.

    Eine umfassende Übersicht von weiteren verstorbenen Persönlichkeiten listet Wikipedia unter dem Eintrag Nekrolog 2020 auf.



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    Als Reaktion auf den Coronavirus wird Paramount "The Lovebirds" nicht mehr im Kino auswerten, sondern die Rechte an Netflix abtreten.



    Derzeit drosseln fast alle Videostreamingdienste ihre Datenmengen in Europa, um die Netze in der Coronavirus-Krise zu für Home-Office-Tätige entlasten.

    Netflix hat mit der Drosselung angefangen, dann folgte Youtube mit der Vorgabe die Bildqualität zunächst für 30 Tage zu verschlechtern: Videos sollen grundsätzlich in SD-Auflösung statt in HD-Qualität übertragen werden. Netflix und Amazon Prime Video wollen den Datendurchsatz in dieser Zeit ebenfalls um ein Viertel reduzieren, sodass eine Übertragung von Inhalten in 4K-Auflösung wohl kaum noch möglich sein dürfte.

    Nur bei Sky in Deutschland hieß es, dass aktuell keine Änderung der Bitrate geplant sei. Man gehe im Streamingangebot bereits "sehr verantwortungsvoll" mit der Bandbreite um. Kunden von Sky Ticket erhalten Streams seit Februar 2020 maximal in Full-HD-Auflösung. Dagegen gibt es 4K-Inhalte für diese Kundengruppe generell nicht.

    Für Kunden, die sich gerade erst einen schönen neuen OLED-4k-TV Bildschirm gekauft haben dürfte diese Botschaft nicht besonders gut ankommen, denn im regulären Fernsehangebot ist noch lange nicht mit höheren Bildqualität in Europa zu rechnen. Nur der Anschluss an moderne Glasfaserleitungen kann die Internetübertragung drastisch erhöhen und auch den Heimkinogenuss über VoD-Dienste (Video on Demand) zum Genuss machen. Mit Videoübertragung per Kupferdraht stößt man dagegen schnell an Grenzen.



    Nun bleibt nur der Kauf von Ultra-HD-Discs übrig, als Alternative für höchstmögliche Bildqualität bei übergroßen Flachbildschirmen im Heimkino-Bereich. Dazu werden aber spezielle Abspielgeräte benötigt. Allerdings können auch einige hochwertige Blu-ray-Player das übliche 2K-Bild von der Blu-ray Disk auf nahezu 4K-Qualität upscalen, vorausgesetzt das TV-Gerät ist ebenfalls für den Ultra-HD-Empfang vorbereitet.

    Kinogängern waren solche feinen Unterschiede bisher ziemlich gleichgültig. Manche hatten sogar auf das Fernsehgerät zu Hause total verzichtet. Doch seit der Corona-Krise sind alle Kinos geschlossen und ganz ohne Entertainment ständig zu Hause bleiben zu müssen, ist für viele eine Qual.



    Genauso sehen dies die Streamingdienste wie z.B. Netflix und kaufen deshalb von den großen Filmgesellschaften alles Mögliche ab, was derzeit keinen Kinostart bekommen kann, denn Verlegungen in den Herbst sind nicht immer ganz einfach, da die Starttermine für andere Filme bereits lange im Voraus festliegen.

    Auch Filmmessen wie die CineEurope, die ursprünglich vom 22. bis 25 Juni 2020 im CCIB in Barcelona stattfindenden sollte, hat das Event nach derzeitigem Stand auf den 3. bis 6. August 2020 verschoben. Doch die neue Terminierung der CineEurope würde mit der Filmmesse Köln kollidieren, eines der kleineren Gegenstücke zur CineEurope in Deutschland, das vom 4. bis 6. August 2020 im Kölner Cinedom stattfinden soll.

    Die Verringerung der Streaming-Bitrate scheint derzeit sogar eines der kleinsten Probleme zu sein. Für zahlende Kunden, denen ein saftiger Aufpreis nichts ausmacht, bieten Netflix und Amazon weiterhin Inhalte auch in 4K-Auflösung an.

    Ebenso hat Amazon damit begonnen, die Datenrate bei seinem Videostreamingdienst Prime Video zu verringern, um so weniger Datenmengen übertragen zu müssen. Das Ausmaß der Drosselung bei jedem einzelnen Nutzer hängt unter anderem davon ab, welche Art von Gerät sie nutzten, wie gerade ihr Netz ausgelastet sei und für welchen Tarif sie bereit sind zu zahlen. Wer HD-Auflösung wünscht, muss mehr bezahlen. Noch teurer wird es, wenn die Inhalte in 4K-Auflösung vorliegen sollen.



    Sogar Disney startete seinen neuen Streamingdienst »Disney+« am gestrigen 24. März 2020 in Deutschland mit verringerter Birate. Die angebotenen Inhalte können im Gegensatz zur Konkurrenz sogar nicht einmal vorab begutachtet werden, ohne einen Vertrag abzuschließen. Allerdings kann den Dienst eine Woche lang kostenlos ausprobiert werden. Der Preis für das Monatsabonnement beträgt 7 Euro, für 70 Euro gibt es ein Jahresabo. Ganz aktuelle Titel sollen aber nicht im Angebot sein.

    Netflix kontert dagegen mit brandaktuellen Titeln, die eigentlich dieser Tage in den Kinos anlaufen sollten. Dazu gehört das Eingangs erwähnte "The Lovebirds", das man Paramount abgekauft hat.

    Hier der Trailer:



    Die US-Komödie von Michael Showalter mit Kumail Nanjiani, Issa Rae und Anna Camp handelt von einem jungen Paar, das in einen bizarren und auch unfreiwillig komischen Krimi verwickelt wird. Um ihre Namen reinzuwaschen und den Fall zu lösen, müssen sie herausfinden, wie sie und ihre Beziehung die Nacht überleben können.


    Für Cineasten haben wir jedoch eine weniger gute Nachricht. Zahlreiche Arthouse Produktionen, deren Kinostart geplant war, werden wohl gar nicht mehr ins Kino kommen und leider meist auch nicht bei den Streamingdiensten landen. Somit bleibt nur das Warten auf eine DVD Ausgabe.

    Dazu gehört „Le milieu de l’horizon“ von Delphine Lehericey, der diesjährigen Gewinner des Schweizer Filmpreises (bester Spielfilm und Drehbuchpreis für Joanne Giger), der seine Premiere auf dem Internationalen Filmfestival in Rotterdam feierte.

    Hier der Trailer:



    Das Drama, eine Koproduktion der Länder Schweiz & Belgien, mit Laetitia Casta, Clémence Poésy und Patrick Descamps spielt im Sommer 1976. Europa befindet sich in einer unerbittlichen Hitzewelle und einer der schlimmsten Dürren seiner Geschichte. Auf dem Bauernhof seiner Eltern verbringt der junge Gus seine Ferien mit Comicbüchern, hilft seinem Vater und freundet sich mit Mado, dem wilden Kind aus dem Dorf, an. Aber langsam beginnt sein friedliches und vertrautes Universum unter der Hitze zu brechen...


    Angesichts der Coronakrise soll die Vergabe des Preises, zu dem auch als Doppel-Gewinner der Dokumentarfilm „Immer und ewig“ von Fanny Bräuning gehört, erst im August auf dem Filmfestival von Locarno stattfinden.



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    Die von Kulturstaatsministerin Monika Grütters angebotene Hilfe kommt leider nicht überall an.



    Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat die am Montag, den 23. März 2020, von der Bundesregierung beschlossenen Hilfspakete zur Bewältigung der Corona-Pandemie als "Rettungsschirm für den Kultur-, Kreativ- und Medienbereich" bewertet.

    "Wir kennen die Nöte, wir wissen um die Verzweiflung", heißt es seitens der BKM dazu in einer Pressemitteilung. "Gerade der Kulturbereich ist durch einen hohen Anteil Selbstständiger gekennzeichnet, die jetzt existenzielle Probleme haben. Deshalb freue ich mich, sagen zu können: Die Hilfe kommt - so schnell und so unbürokratisch wie möglich! Ich danke dem Wirtschafts-, dem Finanz- und dem Arbeitsminister sehr herzlich dafür, dass sie die von uns eingebrachten Anliegen und Interessen der Künstlerinnen und Künstler, der Kreativ- und Medienlandschaft mit in den Blick genommen haben. Das zeigt: Die Bundesregierung insgesamt ist sich des einzigartigen Stellenwerts unserer Kultur-, Kreativ- und Medienlandschaft bewusst."




    Es besteht zwar kaum ein Zweifel, dass das Hilfspaket tatsächlich vielen im Kultur-, Kreativ- und Medienbereich Tätigen zugute kommen wird. Wenn man jedoch dem Bundesverband Schauspiel (BFFS) folgt, der gerade erst darlegte, dass Schauspieler*innen eben nicht zu den Solo-Selbständigen zählen, die ausdrücklich im Hilfspaket erwähnt wurden, so kommen bei vielen doch arge Zweifel auf, wie es in der Corona-Krise und danach mit ihnen weitergehen soll.

    Zwar flankiert die BKM die Maßnahmen der Bundesregierung mit speziell auf die Kulturbelange zugeschnittenen Unterstützungen in ihrem Zuständigkeitsbereich. So soll z.B. auf Rückforderungen von Fördermitteln "so weit wie möglich" verzichtet werden, sollten Veranstaltungen oder Projekte aufgrund der Pandemie nicht umgesetzt werden können. Zudem sollen die Instrumente des Kulturetats - und dabei insbesondere die bestehenden Förderprogramme - mit Blick auf die aktuellen Bedürfnisse "angepasst und geschärft" werden. Ergänzend verweist die Kulturstaatsministerin auch darauf, dass Betroffene im Falle von Einkommenseinbußen bei der Künstlersozialkasse und bei den Finanzämtern die Senkung ihrer Beiträge oder Steuervorauszahlungen beantragen könnten; außerdem seien Stundungen möglich.



    Doch seit gestern gilt ein von Ver.di ausgehandelter Tarifvertrag zur Kurzarbeit, und dieser wirft auf allen Seiten neue Fragen auf, schreibt Crew United.

    Es ist nämlich immer noch unklar, ob Schauspieler nun arbeiten dürfen oder nicht, und wer ihre Ausfälle zahlt. Deshalb fordert seit gestern hier auf change.org eine Petition ein einheitliches Verbot von Dreharbeiten für fiktionale Kino- und TV-Produktionen. Absender sind Produzentenverband und acht weitere Berufsverbände und Organisationen.

    Dabei ist ein Verbot von Dreharbeiten ziemlich eindeutig definiert, wie das Kreisverwaltungsreferat (KVR) München auf Anfrage des Bundesverband Herstellungs- und Produktionsleitung (HBU) in der Film- und Fernsehwirtschaft im Folgenden darlegt:

    „Mit Blick auf die Intention der Allgemeinverfügung ist es unerheblich, ob die Drehaufnahmen auf öffentlichem Verkehrsgrund oder auf Privatgrund stattfinden. (…) Entsprechend sehen wir auch die Durchführung von Drehaufnahmen auf Privatgrund im Freien sowie die Durchführung von reinen Innendrehs bis zum 19. April 2020 nach Maßgabe der Allgemeinverfügung als nicht erlaubt und nicht erlaubnisfähig an. Es würde explizit dem Sinn der Allgemeinverfügung entgegenlaufen, (gewerbliche) Aktivitäten vom öffentlichen Grund auf Privatgrund bzw. Indoor zu verlegen. Zudem ist aus Sicht des Infektionsschutzgesetzes zu beachten, dass die Gefahr einer Verbreitung des Virus in geschlossenen Räumen viel höher ist als im Freien.“


    Eigentlich ziehen wir nicht gerne Vergleiche, doch in diesem Fall haben auch andere Gewerke vergeblich versucht, Auswege aus der Arbeitslosigkeit, durch Annoncen im privaten Bereich zu finden und sind dabei inzwischen schon von der Polizei belangt worden. Gemeint sind arbeitslos gewordene Friseure und Friseurinnen sowie Fußpfleger*innen, die ihr gelerntes Handwerk derzeit ebenfalls nicht privat ausüben dürfen. Das gleiche gilt auch für Putzfrauen im häuslichen Bereich.

    Schlimmer noch dürfte es Kinobetreiber treffen. Sie können zwar ihre Angestellten in die Kurzarbeit schicken, doch wer zahlt die Einnahmeausfälle? Wie soll es mit den Mieten weitergehen? Überbrückungsgelder können wahrscheinlich nie wieder eingespielt werden, denn vor allem den kleinen Independent Kinobetreibern ging es nie besonders gut.

    Besonders schlimm ist es auch für die Filme, die gerade gestartet wurden und zum Teil nur einen Tag oder eine Woche im Kino zu sehen waren. Für den Verleih sind die Herausbringungskosten verloren. Ein zweites Mal könne man die kaum im selben Umfang investieren.



    Aus diesem Grund hat der Vorstand des Verbandes der Agenturen für Film, Fernsehen und Theater (VdA), deren Mitglieder oft auch die Pressearbeit für die Verleiher übernehmen, Kulturstaatsministern Monika Grütters eindringlich um die Unterstützung von Künstleragenturen gebeten.

    Hintergrund sind große Existenzsorgen der Künstleragenturen, die als kleine Unternehmen und Solo-Selbstständige erhebliche Ausfälle fürchten müssen.

    "Die aktuell stark geforderten Künstleragenturen sind von den Einnahmen ihrer Klientinnen und Klienten abhängig. Diese Einnahmen fehlen, u.a. durch Absagen von Theateraufführungen oder die Einstellung von Dreharbeiten, auf unabsehbare Zeit", so Ulla Skoglund, Vorsitzende des Vorstands des VdA.


    Hier das Schreiben des VdA im Wortlaut.

    Der 1998 von 16 Künstleragenturen in Berlin gegründete Verband ist außerordentliches Mitglied der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) und hat 65 Mitglieder, die mehr als 3.100 Schauspieler*innen, Regisseur*innen, Autor*innen und weitere Gewerke repräsentieren.



    Christine Berg: "Wir müssen alle an einem Strang ziehen"

    Christine Berg, Vorstandsvorsitzende des HDF Kino e.V., plädiert in einem exklusiven Statement für Blickpunkt:Film u.a. für die Umwidmung des Zukunftsprogramms Kino in einen Soforthilfefonds.

    Man ist beim Kinoverband zwar erleichtert, dass die Politik bereits zahlreiche Maßnahmen zur Unterstützung der Kino- und vieler anderer Branchen in die Wege geleitet hat. Dazu gehören z.B. die Möglichkeiten zur Beschaffung zinsloser liquider Mittel über die KfW, die Lohnkostenerstattung über das Kurzarbeitergeld und die Beantragung von Steuerstundungen.

    Doch konkret erhofft sich der Verband an einigen Stellen noch Ausweitungen und Ergänzungen, wie die schnelle, eindeutige Klärung von Entschädigungsansprüchen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes, Lösungen für unsere zahlreichen Minijobber, die häufig auf ihre Kinojobs angewiesen sind, sowie auch die Übernahme von Mietzuschüssen. Zusätzlich machen wir uns für eine Umwidmung des Zukunftsprogramms Kino in einen Soforthilfefonds stark.

    Glücklicherweise ist die Filmförderungsanstalt (FFA) Forderungen des HDF nach akuter Unterstützung der Kinos durch die Stundung von Darlehen und Abgaben nachgekommen. Auch die GEMA hat eine Stundung aller Zahlung zugesagt. Aber nur wenn alle an einem Strang ziehen und sich gegenseitig unterstützen, kann diese existenzielle Krise überstanden werden.

    Eine ausführliche Darstellung der laut HDF notwendigen Maßnahmen finden Sie hier.

    Als erster Länderförderer hat daraufhin die Film- und Medienstiftung NRW eine konkrete Soforthilfemaßnahme für die von den Schutzmaßnahmen gegen die Coronavirus-Ausbreitung betroffenen Kinos verkündet. Die in Abstimmung mit dem Land entwickelte Maßnahme, soll eine unbürokratische und unmittelbar greifende Liquiditätshilfe gewährleisten.

    "Alle Kinos, die mit dem Kinoprogrammpreis NRW 2019 für ein anspruchsvolles und vielfältiges Filmprogramm ausgezeichnet wurden, erhalten eine nachträgliche Aufstockung der Prämien in Höhe von 5.000 Euro", so Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW. "Die Kino-Soforthilfe ist ein Anfang. Darüber hinaus prüfen wir derzeit unter Hochdruck weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Kinotheater wie der gesamten Branche."


    Bund steckt 50 Milliarden Euro in Soforthilfen für KMUs und Selbstständige.

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier brachten am 23. März 2020 im Zuge der Corona-Krise ein Soforthilfepaket auf den Weg, das sich speziell an kleinere und mittelständische Unternehmen, aber auch an Selbstständige richtet. Die Maßnahmen sollen ein Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro haben.

    "Wir gehen in die Vollen, um auch den Kleinstunternehmen und Solo-Selbständigen unter die Arme zu greifen", sagte Olaf Scholz, und versprach "jetzt schnell und unbürokratisch Soforthilfe" aus Bundesmitteln. Scholz machte dabei klar, dass es hier nicht um bereits häufig kritische hinterfragte Förderkredite gehe: "Ganz wichtig ist mir: Wir geben einen Zuschuss, es geht nicht um einen Kredit. Es muss also nichts zurückgezahlt werden. Damit erreichen wir die, die unsere Unterstützung jetzt dringend brauchen."

    Auch Peter Altmaier versprach, "niemanden allein" lassen zu wollen: "Es darf und wird hier keine Solidaritäts-Lücke geben. Deshalb schnüren wir ein zusätzliches umfassendes Paket im Umfang von bis zu 50 Milliarden Euro für Solo-Selbständige und Kleinstunternehmen auch mit direkten Zuschüssen, die nicht zurückgezahlt werden müssen." Daneben helfe man der Wirtschaft mit einem "Wirtschaftsstabilisierungsfonds".




    BVR und AG DOK unterbreiten Hilfskonzept für Kulturschaffende.

    Angesichts einer "völlig neuen Situation", die "existenzbedrohend für die meisten Kulturschaffenden" sei, haben der Bundesverband Regie (BVR) und die AG DOK in einem Schreiben an Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Arbeitsminister Hubertus Heil und Finanzminister Olaf Scholz sowie weitere Bundespolitiker gemeinsame Vorschläge zur Unterstützung von Solo-Selbständigen und Kleinunternehmern im Kultur- und Medienbereich formuliert. Das Schreiben wird auch vom VDD, dem BVK, dem BFS, dem VSK, der Bundesvereinigung Maskenbild und dem Composers Club unterstützt. Darin heißt es wörtlich:

    "Wie Sie wissen, werden nicht nur alle Veranstaltungen, Konzerte, Aufführung und dergleichen abgesagt, sondern auch alle Dreharbeiten. Während viele Veranstalter und Firmen konkrete Hilfen in Aussicht gestellt bekommen haben, stehen Tausende von Künstlern auf der Straße. Wir begrüßen daher die aktuellen Signale der Politik, dass sie zur Soforthilfe auch für Solo-Selbständige und Kleinunternehmen bereit ist, und machen an dieser Stelle nochmals nachdrücklich darauf aufmerksam, dass diese Hilfen zwingend auch Sondermittel für den Kultur- und Medienbereich mit einschließen müssen. Im Kultur- und Medienbereich gibt es zudem vorhandene, effiziente Strukturen, die Sondermittel ggf. schnell und zuverlässig verteilen könnten, wie z. B. die Verwertungsgesellschaften."


    Die von BVR und AG DOK erarbeitete Lösung sieht die Künstlersozialkasse in einer zentralen Rolle, denn dort seien nicht nur "alle relevanten Künstler vertreten" sondern diese hätten dort ihr erwartetes Jahreseinkommen angemeldet.

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    Auf der Website der BKM sind Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung zusammengefasst, die auch den Kultur-, Medien- und Kreativbereich erfassen.

    Quellen: Jelly Press | BKM | AG DOK | BVR | Crew United | Ver.di | HDF | Blickpunkt:Film



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    Nur 900 Euro Ausfallhonorar für maximal 6 Monate - IBB Förderbank erleidet Corona-Schock - KfW fürchtet Pleitewelle - landen wir alle bei der Stadtmission?



    900 im Monat! - Das Hilfsprogramm für die Kreativszene ist nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.

    Die Bundesregierung, allen voran Kulturstaatsministerin Monika Grütters, verspricht seit Wochen, die Kreativszene angesichts der Corona-Krise nicht alleine zu lassen. Ein umfangreiches Hilfsprogramm wurde in den vergangenen Wochen durch Bundestag, Bundesrat und die jeweiligen Landesparlamente gejagt. Die Mittel können jetzt endlich in allen Ländern über die jeweiligen Investitionsbanken beantragt werden.

    Doch die ersten Erfahrungen zeigen, dass die Bürokratie weiter blüht und wohl noch Wochen vergehen werden, bis das Geld bei den plötzlich beschäftigungslos gewordenen Künstlern und Publizisten ankommt. Die Schwierigkeiten beginnen bei der Antragstellung, die Websites sind total überlastet und brechen zusammen. Zudem herrscht ein einziges Wirrwarr, dass verunsichert. So gibt NRW 2000,- Euro Zuschuss für Künstler, schließt Journalisten aber aus. Und keiner weiß, ob er dann trotzdem die versprochenen 5000,- Euro von der Bundesregierung erhält.

    Denn es könnte so aussehen, dass die Bundesregierung mit den angekündigten Hilfen bei der Überbrückung von Liquiditätsengpässen den Betroffenen die Angst nimmt, ihre Produktionsmittel zu verlieren. Sie rettet aber eher den Immobilienbesitzer, der jetzt die Miete für sein Kino, sein Atelier oder sein Büro erhält. Oder die Bank, bei der selbständige Künstler und Publizisten ihr Auto oder notweniges Rüstzeug wie Kameras oder eine Schnittplatz geleast haben.

    Wer Zuschüsse für entgangenes Einkommen erhält, ist völlig unklar. Bayern oder Berlin versprechen 5000,- Euro. Für sechs Monate! Nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Außerdem begann für viele Schauspieler und Crewmitglieder gerade die Drehsaison. In den wärmeren Monaten müssen sie sich ein kleines Polster anlegen, um den Winter zu überstehen. Keiner weiß momentan, ob dies in diesem Jahr noch gelingen kann.

    Viele Betroffene fürchten, dass sie in die zweite Säule des Hilfspakets rutschen und sie bei Bezirksamt oder Jobcenter Hartz IV-Leistungen beantragen müssen. Hier sind zwar Verbesserung in der Höhe durch die Anerkennung von Heizkosten und Strom geplant, auch soll die Vermögensprüfung entfallen.

    Aber über das böse Erwachen bei der Beantragung der Grundsicherung für Künstler in Hamburg berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ hier bereits am Donnerstag, die neuen Regeln waren allerdings noch nicht in Kraft. Doch nach Aussagen der LINKEN-Politikern Katja Kipping wird es wohl bei der Prüfung bleiben, ob eine Bedarfsgemeinschaft besteht. Dann könnten jene soloselbständigen Kreativen leer ausgehen, deren Partner zu viel verdient. Ein Einkommen fällt dann vollständig unter den Tisch, die Miete bleibt. Und keiner weiß, ob weitere Hemmnisse im Antragsdschungel wegfallen.

    Die dritte und größte Säule des Hilfspakets ist für viele Kreative, die oft unter prekären Bedingungen arbeiten, wahrscheinlich obsolet. Kredite werden die meisten nicht aufnehmen. Sie ahnen, dass sie diese niemals zurückzahlen können. Die Kredite werden liegen bleiben, prophezeit David Bennent für die Mitglieder der AG Dok.

    In der Frankfurter Geschäftsstelle des Verbandes mehren sich die Hiobsbotschaften. Die meisten Projekte müssen ruhen, Anträge bei den Förderinstitutionen bleiben liegen, um mit dem Geld Recherchen oder Drehbuchentwicklungen voranzutreiben. Und kaum ein Dokumentarfilmregisseur fällt unter den Aufstockungstarifvertrag, den ver.di und BFFS mit der Produzentenallianz geschlossen haben. Er regelt, dass das Kurzarbeitergeld für unterbrochene Drehs für Schauspieler und Crewmitglieder auf 100 bzw. 90% der Tarifgage aufgestockt wird. Auf Nachfrage blieb die Produzentenallianz allerdings die Antwort schuldig, wie viele ihrer mehr als 200 Mitgliedsunternehmen tarifgebunden sind.

    Auch die freien Honorarmitarbeiter der jetzt abgesagten Filmfestivals bleiben ohne ihre erhofften Einnahmen. Die Festivalmitarbeiter hatten sich vor einigen Jahren unter dem Dach von ver.di organisiert, aber dort herrscht gegenwärtig Funkstille. Dabei wäre zu prüfen, ob für die gekündigten Verträge mit Moderatoren oder Kinosaalbetreuern jetzt nach §684 BGB oder nach dem Seuchenschutzgesetz die jeweiligen Landesregierungen aufkommen müssen. Eine ähnliche Forderung hatte Christine Berg für den Hauptverband deutscher Filmtheater (HDF Kino e.V.) ins Spiel gebracht.

    Vielen Filmschaffenden und Filmkritikern bleibt daher nur die Grundsicherung. Auch Arbeitsminiter Hubertus Heil rechnet mit einer Million Neubeziehern. Der DJV konstatierte daher, dass dieses Programm für Journalisten nicht ausreicht. Ver.di blieb dagegen auffallend still. Kein Wunder, die Gewerkschaft saß in der Runde der Sozialpartner im Kanzleramt. Sie wollte mit den Hilfen an ein bestehendes System andocken – und das ist die Grundsicherung.

    Die Gewerkschaft ver.di hofft nun, dass Betroffene zunächst einmal die Gelder beantragen und die Regierung ihr Versprechen einlöst, die Anträge schnell und unbürokratisch abzuarbeiten, damit die Millionen abfließen. Und das schnell klar wird, dass dieses Paket unzureichend ist. Denn auch Mathias von Fintel, Tarifsekretär Medien, räumt ein, dass die Leistungen der Grundsicherung keine ausreichende Ausstattung für eine würdevolles Leben sind. Und wer mehr als sechs Monate in der Grundsicherung war, findet auch nur schwer zurück in die Selbständigkeit, denkt David Bennent.

    Wie es die Hilfe unbürokratisch bei den Betroffenen ankommen könnte, zeigt ein Vorschlag von Bundesverband Regie (BVR) und der AG DOK, der vom Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD), dem Bundesverband Kinematografie e.V. (BVK), dem Bundesverband Filmschnitt Editor e.V. (BFS), dem Verband Szenen- & Kostümbild e.V. (VSK), der Bundesvereinigung Maskenbild (BVM) und dem Composers Club (CC) unterstützt wird. Im Kern plädieren sie mit einer Gleichstellung von Kreativen mit Kurzarbeiten, denen jetzt 60% ihres Nettogehalts gezahlt werden. Bei Arbeitnehmern mit Kindern sind es 67%.

    Sie plädieren für:

    ● Die Übernahme der Sozialversicherung für die Kunst und Kulturschaffenden. Der Bund übernimmt alle Zahlungen, die normalerweise von den Mitgliedern der Künstlersozialkasse (KSK) zu leisten sind.

    ● Der Bund "schießt" 60 Prozent des gemeldeten, vorabgeschätzten Einkommens (alle Zahlen liegen der KSK vor) zu und zahlt diese monatlich für die Zeit der Krise aus. Übernimmt quasi die Funktion, die der Arbeitsgeber übernehmen würde - was in anderen Teilen ja bereits der Fall ist. Da sich das für die KSK geschätzte Jahreseinkommen auf das netto Einkommen der Filmurheber bezieht, viele der im Brutto Einkommen enthaltenen Kosten für Büro, Technik, betrieblicher Pkw sowie Lizenz und Kommunikationskosten aber weiterlaufen, wäre ein Mindestbetrag von 1.500,- /Monat notwendig.


    Der Vorschlag hätte den Charme, flächendeckend ein Modell für alle in Not geratenen Solo-Selbständigen und Kleinstunternehmer zu eröffnen. Die Finanzämter kennen Umsatz und Einkommen. Sehr einfach lassen sich aus dem monatlichen Schnitt 60% ermitteln und auszahlen.

    Aber so einfach kann es wohl nicht gehen. Es bleibt zu befürchten, dass die großzügig versprochenen Hilfen viel kurz greifen. Völlig außen vor sind Minijobber, die keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben. Oder ältere Künstler und Publizisten, die ihre kargen Renten aufbesserten.

    Es ist daher zu befürchten, dass der Flurschaden in der kulturellen Landschaft gewaltig wird. Nicht nur die Berliner Arthouse-Kinos bangen um ihre Existenz. Wenn es bei den bisherigen Maßnahmen bleibt, darf man gespannt sein, ob die deutsche Filmbranche Monika Grütters weiter applaudieren wird.

    Katharina Dockhorn

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    Links: Investitionsbank Berlin (IBB) | KfW Kredite (Coronahilfe)




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    33 Berliner Programmkinos initiieren eine gemeinsame Hilfsaktion in Zeiten der Corona-Krise.



    Weltweit haben Kinos geschlossen. Nicht nur Filmstarts, sondern auch bereits geplante Drehs müssen deshalb verschoben werden und die bisher sicheren Arbeitsverhältnisse sind plötzlich gefährdet.

    Trotz einer breiten Solidarität dürften die Schäden für die Branche bei einer länger anhaltenden Krise irreversibel sein, denn allein deutsche Kinos verlieren 17 Millionen euro pro Woche. Doch Branchenexperten in Hollywood rechnen schon mit mehr als 20 Milliarden Dollar Verlust allein an den Kinokassen in diesem Jahr, da die lukrativen ausländischen Märkte überall einbrechen.

    Abgesagt wurde auch die jährliche Fachmesse CinemaCon, bei der die Filmtheaterbranche Ende März in Las Vegas die neuesten Hollywoodprojekte vorstellen wollte. In Europa wurde nun die vergleichbare Messe CineEuope, eine Veranstaltung der International Union of Cinemas (UNIC), vorsorglich auf den 03. - 06. August 2020 verschoben, wo sie aber zeitlich mit der in Deutschland geplanten Filmmesse Köln kollidiert, einer Fachmesse für Film-Verleiher, Kinobetreiber und kinoaffine Unternehmen, die vom 04. - 06.08.2020 stattfinden soll.

    Sofern alles gut geht und nicht weitere Absagen bis dahin erfolgen, muss sich das Fachpublikum für einen von beiden Terminen entscheiden. Schon jetzt ist klar, dass beide Messen aufgrund der Zeit-Überschneidung und Konkurrenz-Situation, Verluste haben werden.

    Die Berliner Kinolandschaft ist akut gefährdet.

    In Berlin, der Stadt mit den meisten Kinos in Deutschland und dem vielfältigsten Programmangebot, läuft derzeit gar nichts. Durch die Zwangsschließungen aufgrund der Coronavirus-Krise ist die vielfältige Kinolandschaft akut gefährdet, denn Einnahmen werden nicht erzielt, die Fixkosten laufen aber weiter.

    Wie bei vielen anderen Kulturunternehmen sei es zudem unmöglich gewesen, Rücklagen zu bilden, um solche Ausfälle kompensieren zu können, wie es in einer gemeinsamen Erklärung der Berliner Programmkinos heißt. Verhandlungen mit den Vermietern gestalten sich meist ebenfalls als schwierig, da die allermeisten Immobilien fremdfinanziert sind und die Hausbesitzer wiederum den Banken verpflichtet sind, weshalb sie nicht auf die Miete verzichten können.

    Deshalb haben sich 33 Berliner Programmkinos zusammengeschlossen und die Unterstützungskampagne FORTSETZUNG FOLGT auf Startnext initiiert, die am Freitag, den 27. März 2020 gestartet wurde und hier bis zum 24.06.2020 auf www.startnext.com zu finden ist.

    Dazu gibt es einen Trailer von Regisseur Erik Schmitt.



    Erik Schmitt hatte im letzten Jahr auch die herrliche Komödie "Cleo" ins Kino gebracht, eine Hymne an die Hauptstadt Berlin, in der vor der Pandemie auf 73 Leinwänden nicht nur die verrücktesten Festivals liefen, sondern mit exklusiven Kinostarts und anderen interessanten Veranstaltungen das Kino täglich neu erfunden wurde.

    Hier zur Erinnerung der Trailer von "Cleo", dessen DVD und Blu-ray Disc auf Portalen wie Amazon bestellt, oder aber auch als VoD ab 3,99 Euro über Videobuster im Stream gesehen werden kann. Mit dem fantasievollen und visuell überraschende Großstadtmärchen hatte der Kurzfilmer Erik Schmitt im letzten Jahr sein Spielfilmdebüt auf der 69. Berlinale in der Kinder-Sektion Generation gefeiert.



    Übrigens, alle über den oben genannten Aufruf erzielten Spendeneinnahmen werden an die teilnehmenden Berliner Programmkinos verteilt, die hoffen, damit zumindest einen kleinen Teil ihrer Ausgaben decken zu können.

    Gleichzeitig ist auch die Politik gefragt, schnell und unkompliziert finanzielle Unterstützung zu geben, so wie es das Medienboard Berlin-Brandenburg für jene Kinos, die sich um die Kinoprogrammpreise 2020 beworben hatten, bereits mit einer auf rund 1,1 Mio. Euro verdoppelten Summe getan hat.

    "Die Berliner Programmkinos haben eine entscheidende Gemeinsamkeit: Sie machen Kino mit Herz. Und dennoch sind sie alle auf ihre eigene Art sehr verschieden. Wem diese Vielfalt wichtig ist, ist aufgerufen, zu helfen", heißt es in der Ankündigung der Kampagne.


    Mit dabei sind neben den Yorck-Kinos unter anderem das Central, das Filmkunst 66, das Hackesche Höfe Kino, das City Kino Wedding, die Eva Lichtspiele und das Bundesplatz Kino.

    Sein persönliches Lieblingskino unterstützen kann man auch unter www.hilfdeinemkino.de.

    Der Verleih eksys'tent zeigt Deutschlandpremiere erstmals nur online.

    Einen anderen Weg der Unterstützung geht der Münchner Verleih »eksys'tent«, der an den Einnahmen seines Streaming-Angebots derzeit ausgewählte Programmkinos beteiligt. Ganz exklusiv wird dort über die Plattform www.kino-on-demand.com der Tanzfilm "Isodoras Kinder" als Deutschlandpremiere gezeigt. Bislang wurden ausschließlich bereits im Kino angelaufene Filme angeboten, doch da "Isodoras Kinder" nicht wie geplant am 23. April 2020 in den Kinos starten kann, wird mit der Ausnahme quasi ein Pilotprojekt durchgeführt, denn auch in München sind derzeit die Kinos geschlossen.

    Hier der Trailer des Tanzfilms "Isodoras Kinder", der auf dem Filmfestival in Locarno seine Premiere gefeiert hatte.



    Synopsis:
    Isadora Duncan war die Begründerin des modernen Tanzes. Als ihre Kinder im Jahr 1913 ums Leben kamen, kreierte sie einen Solotanz mit dem Namen "La Mère" (Mutter), bei dem sie all ihre furchtbaren Erlebnisse in zarte Bewegungen verwandelte. Ein ganzes Jahrhundert später konfrontieren sich vier unterschiedliche Tänzerinnen mit diesem künstlerischen Erbe Isadora Duncans. Die Protagonistin der letzten Episode wird von der 74-jährigen jamaikanischen Schauspielerin und Tänzerin Elsa Wolliaston gespielt, die an einem Krückstock auf dem Heimweg ein paar der Bewegungen nachzuempfinden versucht.


    Der Benutzer der Plattform »Kino on Demand« kann nach der Auswahl seines Filmes, sogar selbst entscheiden, welches Programmkino er unterstützen möchte. Die Aktion wird trotz der positiven Idee von Mitbewerbern nicht gern gesehen, weshalb die Online-Premiere von „Isadoras Kinder“ eine ungewöhnliche Maßnahme für ungewöhnliche Zeiten ist – und auf Dauer kein Zukunftsmodell sein sollte.

    „Das Kino muss immer die Nummer eins bei der Auswertung von Filmen bleiben“, betont Jakob Kijas, Gründer von »eksys'tent«.


    Um sich keinen Ärger einzuhandeln geht der Nürnberger Verleih Grandfilm einen anderen Weg. Auch er möchte seine Filme in Zeiten der Krise dem Publikum zeigen und hat deshalb auf der Plattform Vimeo eine eigene Präsenz eingerichtet, schränkt aber seine eigene Soli-Aktion ausdrücklich auf ältere Filme aus dem Repertoire ein, um den Kinos in der Krise nicht zu schaden.

    Die großen Hollywood-Studios wie z.B. Universal Pictures, schert Rücksichtnahme wenig. Sie kündigen an, ihre aktuellen Kinofilme direkt über die großen VoD-Portale wie z.B. Netflix oder Maxdome vorzeitig anzubieten. Damit unterlaufen sie eigentlich das selbst auferlegte Kinozeitfenster. Aber solange die Filmtheater geschlossen bleiben müssen, kämpft eben jeder um sein eigenes Überleben.

    Meinungen dazu könne ab sofort auf der neuen Plattform zurueckinskino.de gepostet werden.

    Links: www.kino-on-demand.com | www.hilfdeinemkino.de | www.startnext.com/fortsetzungfolgt
    Quellen: Tagesspiegel | Blickpunkt:Film | Startnext



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    Dreharbeiten in Babelsberg sind infolge der Coronakrise untersagt, deshalb sind zwei große US-Produktionsfirmen abgereist und 800 Filmschaffende verlieren ihren Job.



    Schwerer Schlag für Studio Babelsberg. Zwei der wichtigsten Hollywood-Produktionen, die in Babelsberg stattfinden sollten, nämlich „Matrix 4“ und „Uncharted“, mussten wegen der Coronakrise abgesagt werden.

    Dass Absagen von Dreharbeiten auf Privatgelände eigentlich auf eigene Haftung der Produzenten geschieht und von keiner offiziellen Stelle juristisch gesichert sind, hatten wir am 21. März 2020 ausführlich geschildert. Doch mit der mittlerweile verschärften Situation, war eine Fortsetzung der Produktion nicht mehr gefahrlos möglich.

    Zahlreiche Filmemacher hatten inzwischen an Behörden und Produzenten appelliert, alle Drehs sofort abzubrechen. Wie der Tagesspiegel vorgestern hier schrieb, ist dieser Aufruf nun auch in Potsdam-Babelsberg befolgt worden. Auch Crew United berichtete davon gestern in ihrem täglichen Newsletter zur Coronakrise.

    Allerdings hatte „Die Politik hat lange gezögert, klare Ansagen zu machen“, sagte Constantin-Chef Martin Moszkowicz im Interview mit dem »Spiegel«: „Was jetzt enorm helfen würde, wäre, den nationalen Notstand auszurufen. Das hätte massive Veränderungen im Haftungsverhältnis zur Folge.“


    In Babelsberg ist der Worst-Case nun leider eingetreten. 800 Beschäftigte aus Berlin und Brandenburg stehen ohne Absicherung jetzt arbeitslos auf der Straße. Sie seien von einer Tochterfirma von Studio Babelsberg außerordentlich gekündigt worden, was die Studio Babelsberg AG wohl auch bestätigte und dabei auf die allgemein schwierige Situation der Branche verwies.

    Die Vertreter der US-amerikanischen Produktionsfirmen Warner Bros. („Matrix 4“) und Sony Pictures („Uncharted“) sollen die deutschen Kollegen bei ihrer überstürzten Abreise angewiesen haben, allen Mitarbeitern zu kündigen. „Fire them all“– feuert sie alle, soll es geheißen haben.

    Rechtens sollen diese Kündigungen zwar nicht gewesen sein, denn es handele sich in diesem Fall nur um zweckbefristete Verträge wie in der Kulturbranche üblich, allerdings enden solche Verträge erst mit Erreichen des Zwecks, und dieser wäre eigentlich die Fertigstellung des Films.

    Die rund 800 befristet eingestellten Filmschaffenden, die nun gekündigt wurden, wollen sich aber wehren, denn Kurzarbeitergeld sei nicht möglich, da es sich um befristete Arbeitsverhältnisse handele. Außerdem seien die Fördermittel von Kulturstaatssekretärin Monika Grütters noch nicht ausbezahlt worden, weil keine sogenannte Fertigstellungsversicherung vorlag. Somit fallen alle befristet eingestellten Filmschaffenden durch das Raster.

    Anders die rund 90 festangestellten Mitarbeiter von Studio Babelsberg. Sie versuchen die Arbeit in den Studios und Werkstätten „so weit wie erforderlich und möglich unter Einhaltung aller notwendigen Vorsorgemaßnahmen aufrechtzuerhalten“, sagte Carl Woebcken, Vorstandsvorsitzender der Studio Babelsberg AG, gegenüber dem Tagesspiegel. Kurzarbeit sei für diese Mitarbeiter nicht beantragt worden.


    Link: www.studiobabelsberg.com

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    Auch bei der direkt hinter dem Studiogelände Babelsberg liegenden Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF gab es Absagen. Wie von uns bereits am 15. März 2020 berichtet, wurden die »49. Sehsüchte«, das Internationale Studierendenfilmfestival der Filmuniversität in Potsdam-Babelsberg ausgesetzt. Wie mittlerweile beschlossen, soll es aber wenn möglich vom 23.09.–27.09.2020 nachgeholt werden.

    Die Jurysitzungen haben jedoch wie geplant am letzten Märzwochenende stattgefunden. Man hat sich digital und virtuell getroffen, um die eingereichten Filme zu sichten und die Drehbücher zu diskutieren. Auch die Gewinner*innen wurden bereits ausgewählt. Das Ergebnis wird jedoch erst im Herbst zum hoffentlich stattfindenden Festival verkündet.

    Links: sehsuechte.de | www.filmuniversitaet.de



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    Die Seminare der Münchner Filmwerkstatt werden wegen der Corona-Krise jetzt vorübergehend per Videokonferenz abgehalten.



    Kein Thema bewegt die Menschen mehr als das Corona-Virus. Journalisten in aller Welt berichten darüber. Die Welt scheint still zu stehen, ist wie gelähmt. Aber Kreativität geht auch online. Wer hätte gedacht, dass sich in so kurzer Zeit so vieles auf Videokonferenzen umstellen lässt?

    Und der Weg vom persönlichen Miteinander in den digitalen Seminarraum entpuppt sich auch als neue Chance: Denn, wer vorher die vielleicht die Anreise, die Übernachtungskosten oder ähnliches gescheut hat, hat hier die Chance, trotzdem teilzunehmen, egal von welchem Ort. Und da Alle derzeit in der gleichen Lage sind, ist die Bereitschaft, sich auf etwas Neues einzulassen auch viel höher.

    Seit der Ausgangsbeschränkung wegen der Corona-Pandemie hat die Münchner Filmwerkstatt ihre Seminare auf online umgestellt – vorläufig bis 20. April 2020. Die ersten, rein digital stattfindenden Seminare wurden dabei als kreativ und kommunikativ erlebt – und die Rückmeldungen der Teilnehmer und der Dozenten dazu sehen genauso aus. Insofern ist es für diejenigen, die die Chance haben, die Krise so sinnvoll wie möglich zu nutzen, eine wunderbare Möglichkeit sich weiterzubilden.

    Sollte es weitere derartige Maßnahmen und Einschränkungen geben, wird man dort wo es sinnvoll ist, bei dieser Lösung bleiben, denn es klappt sehr gut! Die Dozenten sind Profis und schaffen es in der Videokonferenz genauso gut, den Teilnehmern die Seminarinhalte, wichtige Tipps und Tricks und so manche hilfreiche Anekdote zu vermitteln.

    Die nächsten Online-Seminare.

    April 2020:
    18.04.2020 Rechercheseminar „Spannende Figuren“
    25.04.2020 Bairisch für Schauspieler
    30.04.2020 Script Supervisor

    Mai 2020:
    09.05.2020 Drehbuchhandwerk
    09.05.2020 Kreatives Produzieren
    16.05.2020 Dramaturgie der Systeme mit ‚the human factor‘
    16.05.2020 Lichtgestaltung für Film- und Videoprojekte
    21.05.2020 Camera Acting
    23.05.2020 DaVinci Resolve als Schnittprogramm

    Eine vollständige, laufend aktualisierte Übersicht des Programms der Münchner Filmwerkstatt ist unter www.filmseminare.de zu finden.

    Die Münchner Filmwerkstatt e.V. ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der Independent-Film-Szene in München und darüber hinaus. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im Bereich Weiterbildung: das Seminarprogramm "aus der Branche für die Branche" ist einstmals in Kooperation mit der Bavaria Film GmbH und dem DGB Bildungswerk München entstanden.

    Münchner Filmwerkstatt e.V.
    Postfach 860 525
    81632 München
    Tel.: 089 / 20 33 37 12
    Fax: 089 / 20 33 27 14
    Web: www.muenchner-filmwerkstatt.de

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    Übrigens, nicht überall klappt es mit den Soforthilfe für die Filmschaffenden, und auch Produzent*innen beklagen, dass die Hilfsprogramme am Großteil der Filmbranche vorbeigehen.

    Die „Bazooka“-Kredite der Politik werden 90 Prozent der Branche nicht helfen, sagt der Produzent Stephan Arndt im Deutschlandfunk. Filme entstehen anders, deshalb müsse man sich etwas anderes ausdenken und gemeinsam der Politik erklären, „dass uns mit 9.000 Euro nicht geholfen ist.

    Damit die Hilfe auch ankomme, müsste möglich sein, „einen kalkulatorischen Unternehmerlohn ansetzen zu können, zum Beispiel anhand der Zahlen des letzten Steuerbescheids, der Einkommensschätzungen gegenüber der Künstlersozialkasse oder anhand der erzielten Gewinne aus der Vergleichszeit im Vorjahr.“ Andere Bundesländer würden so verfahren, schreiben die hessischen Filmschaffenden.

    Ach ja: Das neue Filmförderungsgesetz (FFG) wird auch verschoben. Das teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters in einem Schreiben an die Verbände der Filmwirtschaft mit.

    Die „derzeit noch unabsehbaren mittel- und langfristigen Folgen der Pandemie“ müssten im neuen Gesetz Berücksichtigung finden, das 2022 in Kraft treten sollte. Darum soll die Laufzeit des aktuellen Gesetzes von 2017 per Gesetz verlängert werden. Lediglich „zwingend erforderliche Änderungen“ (wie zum Beispiel Regelungen zum Brexit oder zur Umsetzung der AVMD-Richtlinie) sollen dabei mit umgesetzt werden. Ebenso Änderungen, die „mit Blick auf die Corona-bedingten Entwicklungen in der Filmwirtschaft schon jetzt erforderlich und unaufschiebbar sind.“

    Die Verbände sollen die Möglichkeit der schriftlichen Stellungnahme erhalten. Das Anhörungsverfahren zum Diskussionsentwurf vom 9. März 2020 wird bis auf Weiteres ausgesetzt.

    Vielleicht die Chance, nach den gemeinsamen Erfahrungen manches ganz neu zu denken.

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    Eine Filmförderungsanstalt, die finanziell am Limit steht, nützt niemandem, warnt FFA-Vorstand Peter Dinges. Die Filmförderungsanstalt fürchtet um ein Drittel ihrer Fördermittel durch den Corona-Shutdown.

    Kurzfilm vs Corona.

    Das Filmboard Karlsruhe veröffentlicht seit zwei Wochen auf Youtube täglich um 16 Uhr eine Perle aus dem Archiv des Independent Days Filmfestivals„um in der Corona-Krise etwas Freude zu verbreiten und jüngere Genrerationen an festivaltaugliche Arbeiten heranzuführen.“

    Die Initiatoren sehen sich da ein bisschen in der Pflicht, weil die großen Festivals doch viel mehr Reichweite im Netz hätten als Aktionen einzelner Filmemacher*innen oder kleinerer Kollektive. Die Facebook-Seite der Independent Days teilt täglich die Werke, damit man sie nicht verpasst.

    Jüngster "Streamer" im Bunde ist »Der Filmverleih« aus Stuttgart, der an die Faszination des Geschichtenerzählens auf der großen Leinwand genauso wie im eigenen Wohnzimmerkino glaubt und stets offen ist für neue, mutige und ungewöhnliche Filme.

    Sein neuestes Werk "Wir drehen keinen Film" holt »Der Filmverleih« auf das Portal Kinoflimmern, nachdem der geplante Kinostart am 19. März 2020 wegen der Corona-Krise ausfallen musste. Wie bei anderen Projekten sollen auch hier Kinos an den Umsätzen beteiligt werden - und zwar jene, die den Player von Kinoflimmern auf ihrer Website einbinden.

    Hier der Trailer:



    Allerdings versteht sich das Modell als Solidarmodell - so würden die Kinos zu gleichen Teilen für jeden Film einzeln abgerechnet, egal, auf welcher Homepage (darunter auch jener des Verleihs und zentral Kinoflimmern selbst) er gesehen werde.

    CineEurope, Filmmesse Köln und Filmkunstmesse Leipzig wurden verschoben.

    Wie von uns am 25. März 2020 erwähnt, wurde die europäische Kino-Leitmesse CineEurope im Zuge der Pandemie verschoben und just auf jene Tage gesetzt an der die deutsche Filmmesse Köln 2020 hätte stattfinden sollen.

    Notgedrungen musste die Filmmesse Köln deshalb von ihrem August-Termin weichen und hat in Rücksprache mit der AG Kino-Gilde, welche die Filmkunstmesse Leipzig nunmehr ebenfalls leicht verschoben vom 15. - 18. September 2020 abhält, einen Ausweichtermin Anfang September gefunden.

    Die Filmmesse Köln 2020 ist nunmehr vom 1. bis 4. September 2020 datiert - und soll selbstverständlich im Cinedom Köln stattfinden. Alle bislang angemeldeten Gäste behalten ihre Akkreditierung.

    Link: www.crew-united.com
    Quellen: CineArte | Crew United | Filmecho | Blickpunkt:Film



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    Lieber Gartenarbeit als permanent im Homeoffice sitzen, um die täglichen News zu Corona zu checken.



    Wie zu erwarten, fällt nun auch filmPOLSKA aus. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in Bezug auf die Corona-Krise kann das 15. Polnische Filmfestival filmPOLSKA nicht wie geplant Ende April 2020 stattfinden und wird auf unbekannte Zeit verschoben, heißt es in einer Rundmail.

    Von 2005 bis 2019 hat filmPOLSKA mehr als 1.500 Filme gezeigt. In 22 Kinos fanden 1.290 Filmvorführungen statt. 324 Filmschaffende stellten ihre Arbeiten vor. Neue Filme, zahlreiche Retrospektiven, Regie-, Kamera- und Journalist*innen-Workshops, Konzerte, Ausstellungen und Sonderveranstaltungen…

    Auch wenn die bereits geplante 15. Ausgabe von filmPOLSKA vorerst nicht stattfinden kann, ist das Polnische Institut Berlin nicht untätig, sondern versucht Leute der vergangenen Festivals zu interviewen und stellt diese Clips auf der Homepage ins Internet.

    Link: berlin.polnischekultur.de

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    Täglich erreichen uns solche Meldungen wie obige zur Corona-Krise. Doch langsam scheinen auch unsere Leser die Geduld zu verlieren und wenden sich mehr und mehr vom Medium Film ab, um stattdessen wieder zu Büchern zu greifen und zu lesen.

    Natürlich stehen wir für unsere Mitglieder weiterhin zur Verfügung, doch derzeit ist bei uns eher Gartenarbeit angesagt und auch die Balkonblumen müssten noch gekauft werden. Wir haben bereits mit einem netten Gärtner telefoniert, ein echter Filmfreak, der sogar ex Berlinale-Leiter Dieter Kosslick schon mal beraten hat.

    So schließt sich der Kreis der Cineasten, denn durch die empfohlene Ausgangssperre hängt man manchmal mehr am Telefon als früher. Allerdings verleitet das Netz leider auch dazu, unnötige Dinge zu kaufen, weil es doch so bequem geworden ist, sich von der Post oder anderen Botendiensten bedienen zu lassen.

    Glücklicherweise verschafft uns die Gartenarbeit etwas Bewegung, sodass wir nicht permanent am Computer hängen. Zudem soll es deutlich wärmer werden. Dann werden wir vielleicht für ein paar Tage über gar nichts mehr BAF-Blog berichten wollen. Denn Gartenarbeit schlaucht, sodass man abends todmüde ins Bett fällt und nicht mehr den Computer einschalten mag.

    Sogar der Tagesspiegel schrieb, dass es zu den nahenden Ostertagen den Anschein habe, als würde diejenigen, die zuvor Toilettenpapier in großen Mengen gehamstert haben, nunmehr auf das Kaufen von Blumen und Pflanzen umgestiegen sind.

    Auch wir hatten den Eindruck, dass die Warteschlangen vor den wenigen geöffneten Gärtnereien in Berlin am letzten Samstag deutlich größer waren als sonst. Jedenfalls sind wir jetzt gut gerüstet für die nächste Gartenparty, sofern die Corona-Krise irgendwann überwunden ist und wir uns wieder gemeinsam im Garten treffen können. Natürlich real und nicht nur virtuell im "Second Life".



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